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1. Fußball-Kreisklasse KSV Hicretspor siegt und siegt und siegt

Von Andreas Bahlmann | 12.11.2018, 16:20 Uhr

In der 1. Fußball-Kreisklasse setzen sich die Spitzenteams immer mehr ab. Während der Tabellenführer VfL Wildeshausen im Nebel den Durchblick behielt, ließ der Dritte VfL Stenum II (1:1 beim SV Tungeln) erneut Federn. Der Zweite KSV Hicretspor feierte derweil beim 4:0 bei Aufsteiger Borussia Delmenhorst seinen siebten Dreier in Serie.

 Tungeln - Stenum II 1:1. Die Gäste blieben zum fünften Mal in Serie sieglos (vier Remis, eine Niederlage). Stenums Trainer Uwe Hammes lobte beide Mannschaften für ihre Leistung im Verfolgerduell: „Da war alles drin: Leidenschaft, Kampf, Spannung und guter Fußball.“ Vor 100 Zuschauern zeigte Stenums Torwart Marc Landwehr in der ersten Halbzeit mehrere klasse Paraden gegen die überlegenen Gastgeber. Wie aus dem Nichts führten die Gäste durch Alexander Ruge mit 1:0 (52., Konter). Tungeln zog danach ein wahres Powerplay auf. Kurz vor Schluss belohnte Pascal Buchholz die Tungelner Bemühungen mit dem 1:1-Endstand (84., trockener Linksschuss). Tungelns Trainer Jörg Gehrmann haderte mit der mangelnden Chancenverwertung: „Wir machen die Dinger nicht rein und laufen nach diesem blöden Gegentor die ganze Zeit der Musik hinterher.“

 Borussia Delmenhorst - KSV Hicretspor 0:4. Borussias Fußballobmann Dennis Müller war trotz der fünften Niederlage in Serie ganz zufrieden mit der Art und Weise, wie sich die Mannschaft trotz der Niederlage verkaufte. „Wir haben uns gegenüber den vergangenen Spielen ganz gut gefangen.“ Denn mit langen Bällen kam Borussia immer wieder in den Rücken der KSV-Abwehr. Nach einer halben Stunde fing sich der KSV aber. Die Führung durch Germain Martens war folgerichtig (36.). Nach dem Wechsel trafen die Gäste noch drei Mal nach ruhenden Bällen durch Emre Hitaglou (60., nach Freistoß), Yusuf Kalmis (73., nach Freistoß) und Martens (76., Handelfmeter). Hicretspor-Trainer Timur Cakmak hakte den etwas mühseligen siebten Sieg in Serie schnell ab: „Wir standen nicht gut und haben uns das Leben selbst schwer gemacht. Aber für uns zählen im Moment einfach nur die drei Punkte.“

 DBV - Hude III 4:0. DBV-Trainer Lorne Weisner schwebte nach dem klaren Sieg auf einer Wolke des Glücks: „Das fühlt sich einfach so geil an, wenn man mal zwei Spiele hintereinander gewonnen hat!“ Tobias Straats (20., Elfmeter nach Foul an Paul Eferetin), Ferhat Kesim (31.) und Björn Kischkat (43.) und Yannick Naß (75.) erzielten die Tore für die überlegenen Gastgeber, die nur zwischen den Toren drei und vier etwas schwächelten.

 Vielstedt - Wüsting 0:1. Wüsting feierte im Gemeindederby einen schmucklosen Auswärtssieg. Den Siegtreffer köpfte Louis Langkrär bereits nach fünf Minuten. „Ich wusste schon vorher, dass es kein Leckerbissen wird. Zum Glück haben wir früh die Entscheidung herbeigeführt“, freute sich Wüstings Trainer Florian Neumann. Nach dem 0:1 entwickelte sich ein kampfbetontes Spiel mit vielen Zweikämpfen im Mittelfeld, aber ohne wirklich zwingende Torraumszenen auf beiden Seiten. Vielstedt warf in der Schlussphase zwar alles nach vorne, doch die Gäste verteidigten clever den Vorsprung.

 Hude II - Jahn II 3:3. 0:1, 3:1, 3:3 – das Mittelfeldduell war für beide Mannschaften ein Wechselbad der Gefühle. Nach der Delmenhorster Führung durch Marvin Heinrich (31.) erzielte Hude drei Treffer durch Mike Wiedermann (38.), Christian Nordbruch (46., sehenswerter Fallrückzieher vom Elfmeterpunkt) und Hendrik Nordbruch (51.). Das Spiel schien Anfang der zweiten Hälfte schon entschieden. Doch die Delmenhorster zeigten wieder einmal gute Moral und kämpften. Patrick Leu (60.) und Daniel Suderberg (90.+1) trafen jeweils mit dem Kopf nach Eckbällen. Hudes Trainer Bengin Barispek räumte ein: „Über das ganze Spiel gesehen war das sogar ein glücklicher Punkt für uns.“ Sein Gegenüber Frank Oehlmann war stolz. „Genau das sind die Spiele, die wir in der vergangenen Saison noch verloren haben.“ Pech hatte Hudes Philipp Bojahr: Er fiel nach einem Luftkampf so unglücklich, dass er sich das Schlüsselbein brach.

 VfL Wildeshausen II - Munderloh II 1:0. Dank des 17. Saisontores von Knipser Jannis Oberbörsch feierte Spitzenreiter VfL Wildeshausen II den 14. Saisonsieg im 16. Spiel. Gut war die Leistung der Krandel-Kicker indes nicht. „Wir haben uns heute das Leben selbst ein bisschen schwer gemacht. Wir waren nicht so griffig und hatten nicht so viel Power und Willen in unseren Aktionen“, beschrieb VfL-Trainer Andree Höttges die glanzlos erarbeiteten drei Punkte seiner Mannschaft gegen beherzt verteidigende Gäste. Munderlohs Trainer Bendix Schröder war zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft: „Wir haben beim Tabellenersten keine Packung bekommen, darauf können wir aufbauen.“ In der 85. Spielminute wurde die Partie wegen des dichten Nebels für 15 Minuten unterbrochen. Neu im VfL-Kader steht unterdessen der zuletzt vereinslose Frederik Dittmar, der zuvor für den VfL Stenum und auch schon für Wildeshausen I gekickt hatte.

 Harpstedter TB II - TuS Heidkrug II 4:0. Nach der trostlosen Nullnummer am Mittwoch gegen den Letzten. TSV Ganderkesee II, betrieb Harpstedt erfolgreich Wiedergutmachung. „Heute waren wir nach einem blutleeren Auftritt zuvor wieder voll da“, freute sich HTB-Spielertrainer Christian Goritz über den guten Auftritt seiner Elf. Die Tore für die nach der Pause guten Harpstedter erzielten Fabian Engeln (47.), Goritz mit zwei Strafstößen (57., nach Foul an Engeln/65., nach Foul an Malte Rahmel) und Rene Kube (85.). Heidkrugs Trainer Andreas Heldner stöhnte dagegen: „Das war nicht viel von uns. Ich habe vor dem Spiel bestimmt zehnmal die Aufstellung ändern müssen, weil ich dauernd krankheits- und berufsbedingte Absagen bekam.“ Heidkrug II bot drei Aushilfen aus der Dritten auf, dazu stand auch Heldner als Ersatztorwart für den Notfall parat.