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1. Fußball-Kreisklasse Saison des VfL Stenum II von Verletzungen geprägt

Von Manfred Nolte | 03.12.2015, 07:48 Uhr

Die Talentschmiede des Bezirksligisten hängt in der der 1. Kreisklasse jenseits von Gut und Böse.Der Aufstieg muss für das junge Team noch warten.

Die Zeiten, in denen bei Kreisklassen-Teams das Teambuilding noch „Zusammenschweißen“ hieß und hauptsächlich abends im Vereinsheim stattfand, sind bekanntlich lange vorbei. Auch unterklassige Fußballer legen Wert auf modernste Methoden; beim VfL Stenum II setzte man in der Vorbereitung im Sommer sogar auf professionelle Hilfe und ließ sich von einer Firma fachmännisch auf die 1. Kreisklasse einschwören. Ein knappes halbes Jahr später muss das Trainergespann Steven Herrmann und Sven Schlundt allerdings eingestehen: Gegen Verletzungen hilft auch das beste Teambuilding nichts.

Ruge und Niegel schwer verletzt

Als Achter geht die Bezirksliga-Reserve am Sonntag – wenn die Platzverhältnisse es gestatten – beim TuS Vielstedt in die zweite Saison-Hälfte; es ist wohl nicht übertrieben zu behaupten, dass man sich am Kirchweg eine etwas bessere Ausgangsposition erhofft hatte. „Wir sind eigentlich blendend gestartet“, erklärt Herrmann: „Aber dann hat uns eine unglaubliche Serie von Verletzungen und Krankheiten zurückgeworfen.“ Unter anderem erwischte es Alexander Ruge und Kevin Niegel mit schweren Verletzungen. Björn Eggeling musste nach neunmonatiger Pause wieder Anschluss gewinnen, andere Akteure heilten kleinere Blessuren und Krankheiten aus. Zudem kamen zwei hoffnungsvolle Neuzugänge nicht zum Zug. Dennis Karsten, der den Sprung in die Erste nicht schaffte und in der Zweiten kicken sollte, verließ den Verein, und Pascal Zoll legt derzeit eine Fußballpause ein.

Unterstützung aus der Ersten kaum nötig

Unter diesen Umständen kann Herrmann mit den 21 Punkten aus 14 Spielen einigermaßen leben – zumal sein Hauptauftrag die Ausbildung junger Spieler für das Bezirksligateam ist. „Ich bespreche mich jede Woche mit meinem Kollegen Thomas Baake. Der hat in der Ersten einen kleinen Kader und kann damit nur selten Leute abstellen“, sagt Herrmann. „Ich habe aber ohnehin 23 Spieler. Mit tut es weh, wenn ich Spieler vertrösten muss.“

„Im Nachwuchs liegt die Chance“

Der Kader hat ein Durchschnittsalter von 21,6 Jahren, auf Dauer sollen die VfL-Talente schon in der Kreisliga auflaufen. Der Rest der Spielzeit ist für den Trainer daher auch schon so etwas wie die Vorbereitung auf die Spielzeit 2015/16. „Die Klasse ist zu stark besetzt, um noch von einem der beiden Aufstiegsplätze zu träumen“, sagt Herrmann. „Zur neuen Saison kommen wieder junge Leute dazu. Im eigenen Nachwuchs liegt die Chance für einen Verein wie den VfL Stenum.“