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1. Fußball-Kreisklasse Siegesserie des TSV Ganderkesee II reißt beim TuS Hasbergen

Von Andreas Bahlmann, Lasse Bahlmann und Frederik Böckmann | 26.09.2016, 23:07 Uhr

Klare Siege für die SF Wüsting, Atlas Delmenhorst II und den FC Hude II, ein später Erfolg für den Delmenhorster TB: In der 1. Fußball-Kreisklasse haben die Verfolger von Tabellenführer TSV Ganderkesee II jeweils gewonnen.

Bookholzberger TB - SV Atlas Delmenhorst II 3:6. Es war eine einseitige Partie, in der Atlas II spielerisch hoch überlegen agierte, in der Defensive jedoch sehr nachlässig war. „Wir freuen uns, dass wir diese Pflichtaufgabe gelöst haben“, sagte SVA-Trainer Steven Hermann. „Wir sind allerdings nicht zufrieden mit unseren ausgelassenen Chancen und der schlechten Rückwärtsbewegung. Die Tore für die Gäste erzielten Murat Aruk (5., Elfmeter /81.), Ernest Appau (15.), Fabio Meyer (32./61.) und Haris Lakic (35.). Für Bookholzberg trafen Torjäger Bassal Ibrahim (29./44.) und Hassan Chahrour (77.). Sonntag (13.15 Uhr) erwartet der SVA die SF Wüsting zum Verfolgerduell. „Dort wollen wir drei Big Points holen“, sagt Hermann.

Harpstedter TB II - SF Wüsting 0:7. Wüsting hatte bei diesem Kantersieg Chancen en masse. „Das war mit Abstand unsere beste Saisonleistung“, frohlockte SFW-Trainer Florian Neumann, der von Harpstedt II allerdings mehr Gegenwehr erwartet hatte. „Die haben, glaube ich, nur einmal auf unser Tor geschossen.“ Die Treffer der Sportfreunde teilten sich Darvin Winkler (20./43.), Tammo Luitjens (32./60.), Stephan Kaiser (54.) und Niklas Pook (57.). Dazu kam ein Eigentor des Harpstedters Philipp Gröper (5.).

TV Jahn Delmenhorst II - SC Colnrade 4:4. Was wäre der SC Colnrade wohl ohne seinen Knipser Jörg Schliehe-Diecks? Der Torjäger des SC Colnrade erzielte alle vier Treffer (25./45.+4/59./62.) für den Sportclub und erhöhte sein Konto auf neun Saisontore. „Jörg ist unsere Lebensversicherung“, sagte Colnrades Trainer Dietrich Kirchhoff. Trotz der vier Auswärtstore reichte es für die Gäste nur zu einem Punkt, denn Hasan Gökdeniz traf in der Schlussphase noch zum späten 4:4-Ausgleich (83.) für den TV Jahn. Zuvor hatten Hilmi Yavuzcan (28.), Marcel Gäbe (34.) und Marius Miklasz (52.) für die über 90 Minuten überlegenen Delmenhorster getroffen. Die Gefühlswelten der beiden Trainer waren nach Spielende unterschiedlich. „Wir hatten Chancen ohne Ende, müssen aber froh sein, dass wir überhaupt einen Punkt geholt haben“, meinte Jahn-Trainer Frank Oehlmann zerknirscht. Sein Gegenüber Dietrich Kirchhoff konnte mit dem Remis dagegen gut leben: „Unsere Leistung war überschaubar. Wir haben aus fünf Möglichkeiten vier Tore gemacht.“

FC Hude II - SF Littel 4:0. Zehnte Niederlage im zehnten Spiel: Die SF Littel liefern weiter brav ihre ab. Sebastian Vogt (18./54.), Kai Wachtendorf (33.) und Christian Nordbruch (84.) erzielten die Treffer für die in allen Belangen überlegenen Huder, die allerdings im Spielaufbau zu behäbig agierten. FCH-II-Trainer Claus-Eibe Giehl war trotz des sechsten Saisonsieges „absolut nicht zufrieden“. Man habe sich zu sehr mit Lamentieren beschäftigt, monierte er. „Littel war erschreckend schwach. Wir hätten noch viel deutlicher gewinnen müssen.“

TuS Hasbergen - TSV Ganderkesee II 0:0. Bei sommerlichen Temperaturen boten die Teams ein temporeiches und abwechslungsreiches Spiel. Hasbergens Trainer Andreas Lersch war nach der Nullnummer zufrieden. Seine Mannschaft musste nach der Roten Karte gegen Nils Holthausen (44., Notbremse) eine Halbzeit lang in Unterzahl agieren und trotzte dem personell geschwächten Spitzenreiter Ganderkesee (zuvor acht Siege in acht Spielen) noch einen Punkt ab. Bitter war die Verletzung von Ganderkesees Lukas Löffler nach einem Zusammenprall. Beide Mannschaften wünschen ihm gute Besserung.

TuS Vielstedt - SV Tungeln 2:0. Hendrik Ramke (46.) und Bastian Mahlendorf (79.) erzielten in einer ereignisarmen Partie die Treffer für den TuS Vielstedt, der damit auf Rang neun vorrückte. Einen neuen Trainer hat der TuS noch nicht verpflichtet, ein potenzieller Kandidat verfolgte das Geschehen allerdings am Spielfeldrand, wie der Vorsitzende Alex Koch erklärte. Er selbst bekam vom Spiel nicht viel mit, da er am Verkaufsstand eingebunden war. Doch das, was Koch sah, begeisterte ihn: „Wir haben als Mannschaft toll zusammengestanden und eine klasse Defensiv-Leistung gezeigt.“ Tungelns Trainer Darius Mandok war dagegen vom lustlosen Auftreten seiner Elf hörbar angefressen. „Wir hatten keine Körpersprache, keine Körperspannung und für mich ist es extrem hart, an der Seitenlinie so ein Spiel meiner Jungs zu ertragen.“ Ergebnisse und Leistungen würden bislang überhaupt noch nicht passen.

Delmenhorster TB - VfL Stenum II 2:1. Der siebte Saisonsieg war ein hartes Stück Arbeit für den Delmenhorster TB. Dennis Karsten erzielte erst in der 80. Minute den Siegtreffer für den Tabellenzweiten. Stenums Marian Goldscheck (30.) hatte zuvor die DTB-Führung von Daniel Fastenau (6.) ausgeglichen. Gäste-Trainer Uwe Hammes fand die Niederlage „unglaublich. Wir waren ab der 20. Minute die klar bessere Mannschaft“. Das Stenumer Manko: die Chancenverwertung. Der VfL hätte mehrmals 2:1 in Führung gehen müssen, u.a. bei einem Lattentreffer. „Es ist schade, dass wir uns für unseren Aufwand nicht belohnen“, haderte Hammes. Seine Elf sei stärker als es der momentane Tabellenplatz 13 aussage.

RW Hürriyet - TV Falkenburg 1:3. Der Vorletzte RW Hürriyet spielt gut mit, kreierte Torchancen, machte aber nichts aus seinen Gelegenheiten und kassierte durch wiederkehrende Fehler im mannschaftlichen Defensiv-Verhalten erneut vermeidbare Gegentore. „Wir spielen nicht schlechter als die anderen, aber uns fehlt die mannschaftliche Geschlossenheit“, stöhnte Hürriyets Trainer Mete Döner. „Und im Angriff schießen wir aus einem Meter Entfernung noch den Torwart an ...“. Per-Jonas Ott (30./45.+2) und Kevin Ebner (84.) machten nach Kontern den Sieg für Falkenburg perfekt. Den 1:3-Ehrentreffer für Hürriyet erzielte Cüneyt Ekiz in der Nachspielzeit (90.+2). Döner meinte mit Blick auf die Tabelle: „Wir müssen jetzt einfach mal punkten, am besten dreifach. Sonst sieht‘s für uns wirklich schlimm aus.“