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1. Fussball-Kreisklasse TSV Ganderkesee II sichert sich die Vizemeisterschaft

Von Andreas Bahlmann und Lasse Bahlmann | 29.05.2017, 16:53 Uhr

Zum Abschluss der Saison 2016/2017 gab es in der 1. Fußball-Kreisklasse ein Torfestival. 38 Treffer fielen in den fünf Spielen, die am Wochenende ausgetragen wurden.

Der TSV Ganderkesee II sicherte sich mit einem 8:1-Kantersieg über den SC Colnrade die Vizemeisterschaft. Das Team schob sich damit noch am SV Atlas Delmenhorst II vorbei, der beim FC Hude II ein 3:3 erkämpfte. Trotzdem steigt der SVA mit Meister Delmenhorster TB in die Kreisliga auf, da Ganderkesee II nicht in die höhere Staffel aufrücken kann, weil dort die Erste spielt. Derweil gab der SV Atlas den nächsten Zugang für die Kreisliga-Saison 2017/2018 bekannt. Nick Nolte wechselt vom kommenden Ligarivalen, vom Harpstedter TB, zum Aufsteiger.

 FC Hude II - SV Atlas Delmenhorst II 3:3 (2:0). „Wenn man in der letzten Minute den Ausgleich kassiert, kann man eigentlich nicht zufrieden sein, aber angesichts des guten Wetters und des ganzen Verlaufs der Rückrunde bin ich es trotzdem“, sagte FCH-Trainer Hendrik Nordbruch nach dem letzten Saisonspiel seines Teams. Die Huder führten zur Pause mit 2:0. Beide Tore hatte Benjamin Westermann erzielt (9., 43.). Besonders sehenswert war das 1:0: Westermann überwand Atlas-Keeper Philipp-Rene Pollmann, der kommende Saison für Atlas III spielen wird, mit einem Lupfer aus 17 Metern. Der SVA war stark ersatzgeschwächt, sodass er nur elf Spieler aufbieten konnte. Das Team steigerte sich in der zweiten Halbzeit deutlich. Milot Ukaj (52.) und Murat Aruk (65.) glichen zum 2:2 aus, ehe Oliver Giehl (73.) die erneute Huder Führung erzielte. Als alle schon mit einem Huder Sieg rechneten, nahm Fabio Meyer ein Zuspiel im FCH-Strafraum mit der Brust an und drosch den Ball dann volley zum 3:3 unter die Huder Torlatte. Atlas-Trainer Steven Hermann freute sich: „Wir haben das Spiel noch gedreht, deshalb fühlt sich das Unentschieden wie ein Sieg an.“

 TuS Hasbergen - TV Falkenburg 4:4. Nach einer abwechslungsreichen und fairen Partie ohne Gelbe Karte gingen beide Mannschaften zufrieden vom Platz. Nach einer halben Stunde lag Falkenburg mit 2:0 vorne, Torschützen waren Robin Franzen (17.) und Per-Jonas Ott (30.). Der TuS glich durch Treffer von Kevin Lersch (38.) und Jonas Schröder (43.) noch vor der Pause aus. Kurz nach Wiederanpfiff brachte Nils Poppe die Gäste erneut in Führung (48.), die von Nico Gawlista in der 77. Minute abermals ausgeglichen wurde. Nur zwei Minuten später lag Hasbergen nach Patrick Nowags Tor sogar erstmals vorn. Falkenburg sicherte sich in der 88. Minute durch Maximilian Lux dann aber doch noch den verdienten Ausgleich. „In Anbetracht der hohen Temperaturen und zweier Junggesellen-Abschiede war es für uns eine ganz schöne Anstrengung“, sagte TVF-Trainer Georg Zimmermann: „Wir haben den Fairness-Preis der Liga gewonnen. Das ist zwar nur ein Trostpreis, aber besser ein Trostpreis als gar kein Preis.“

 TSV Ganderkesee II - SC Colnrade 8:1 (2:1). TSV-Trainer Andreas Dietrich hatte sein Team vor der Spielweise der Colnrader gewarnt, dennoch geriet es schon nach fünf Minuten in Rückstand. Stefan Bruns hatte einen nachlässig gespielten Querpass erobert und das Tor gemacht. Dietrich brauchte sich aber nicht lange zu ärgern, denn der TSV spielte anschließend konzentrierter. Tobias Wellbrock (20.) und Christian Fitzgibbon (30.) drehten das Ergebnis noch vor der Pause. Die Ganderkeseer waren bis dahin jedoch auf heftigen kämpferischen Widerstand der Colnrader Mannschaft gestoßen. „Ich habe den Jungs immer gesagt, dass sie nur für sich und ihre Visitenkarte spielen sollen, und das haben sie schließlich wirklich klasse umgesetzt. Ich bin sehr zufrieden mit der Leistung“, sagte Dietrich. In der zweiten Halbzeit kam der TSV-Express dann richtig ins Rollen, während bei Colnrade wieder einmal die Kräfte schwanden. Kolja Schmid (50., 85.), Arne Bremermann (51.), Lukas Löffler (65.), Fitzgibbon (75.) und zu guter Letzt Niklas Hoier (89.) schossen den Kantersieg heraus. SCC-Torwart und Interimstrainer Mihael Bozicevic, für den es das letzte Spiel als aktiver Spieler war, erkannte die Leistung des Gegners an: „Man hat gesehen, dass Ganderkesee eigentlich eine Klasse höher spielen müsste. Das Team hat uns in der zweiten Halbzeit einfach überrollt.“

 TV Jahn Delmenhorst II - SF Wüsting 1:7 (0:4). Eine deftige, größtenteils selbstverschuldete Klatsche gab es zum Saisonabschluss für Jahn II. Trainer Frank Oehlmann hakte die Niederlage nach einer desolaten Vorstellung seiner Mannschaft dann auch schnell ab: „Wüsting wollte einfach mehr als wir. Bei uns war die Luft raus, weil es um nichts mehr ging.“ Vom Anpfiff an zeigten die Sportfreunde mehr Biss und Siegeswillen, während das Jahn-Spiel von vielen, teilweise haarsträubenden Nachlässigkeiten, verlorenen Zweikämpfen und Fehlpässen geprägt war. Die Gäste ließen sich bei solchen Einladungen nicht lange bitten: Armin Otte (5.) eröffnete den Torreigen. Dreimal Hendrik Paradies (22., 66., 88.), Tammo Gramberg (29.), wiederum Otte (38.) und Darwin Winkler (58.) schossen den auch in dieser Höhe verdienten Sieg heraus. Adem Topalli (83.) erzielte zumindest noch den Ehrentreffer.

 TuS Vielstedt - SF Littel 1:6 (0:1). Der TuS erwischte einen rabenschwarzen Tag. Littel bestrafte die Vielstedter Unordnung und das Fehlpass-Festival mit sechs Toren. TuS-Trainer Daniel Schan fand keine schlüssige Erklärung für die katastrophale Vorstellung seiner Mannschaft: „Wir waren gar nicht richtig auf dem Feld. Keine Ahnung, wo die Jungs mit ihren Köpfen waren – und die ließen sie nach dem dritten Gegentor auch noch hängen. Da kannst Du von außen gar nichts mehr machen.“ Lutz Würdemann erzielte das 1:0 für die Gäste (12.). Dabei blieb es bis zur Pause. Erst in der zweiten Halbzeit kamen die Litteler entschlossener aus ihrer Deckung heraus, trauten sich auch offensiv mehr zu. Sie belohnten sich durch weitere Tore von Kevin-Tim Niemann (55., 81.), Nike Chris Osasere Aziegbe (59.), Deniz Akman (75.) und Alexander Haake (88.). Für die Vielstedter traf Lukas Polacek (66.) zum zwischenzeitlichen 1:3.