Ein Angebot der NOZ

1. Fußball Kreisklasse TuS Hasbergen siegt weiter, SF Wüsting rutschen ab

Von Andreas Bahlmann und Lasse Bahlmann | 31.08.2017, 19:23 Uhr

In der Fußball-Kreisklasse war am Mittwochabend einiges los: Hasbergen setzt seinen Siegeszug fort, während Wüsting sich die dritte Niederlage im vierten Spiel fängt.

Nach einer der intensivsten Schlussphasen der noch jungen Kreisklassensaison triumphierte der TuS Hasbergen mit 3:1 (1:0) über den SV Tungeln. Nach ausgeglichenem und holprigem Beginn entwickelten die Gäste ein spielerisches Übergewicht. Die größte Chance zum 1:0 für Hasbergen war ein Elfmeter, doch Tungelns Keeper Pascal Götz parierte brillant. Kurz vor der Pause ging der TuS dann doch durch Cem Oflazoglu mit 1:0 in Führung (43.). Bis zur Schlussphase fielen keine weiteren Tore, aber Hasbergens Torwart Lennart Bonk hielt auch noch einen Strafstoß. „Beide Torhüter waren richtig gut“, lobte Hasbergens Trainer Andreas Lersch. Houssein Hazimeh erhöhte kurz vor Schluss auf 2:0 (90.). Eigentlich sollte das die Vorentscheidung sein, doch Tungeln erzielte im direkten Gegenzug per Freistoß den Anschlusstreffer durch Andre Ehne (90.). Tungeln witterte nun die Chance zum Last-Minute-Ausgleich und machte auf, doch das nutzte Hazimeh mit seinem zweiten Treffer zum 3:1-Endstand gnadenlos aus (90.). „Tungeln hat es uns wirklich schwer gemacht; wir kamen sehr schwer ins Spiel“, sagte Lersch.

Remis im Aufsteigerduell

Als „zwei Aufsteiger, die die Liga aufmischen“ beschrieb Großenkneten-II-Trainer Andreas Gronewold die beiden Teams, die sich gegenseitig allerdings nicht allzu sehr aufmischten. Beide Mannschaften neutralisierten sich größtenteils. Es gab kaum nennenswerte Torchancen aus dem Spiel heraus. Am Ende stand ein gerechtes 0:0. TVM-Trainer Michael Schröder zeigte sich recht zufrieden: „An meinem Geburtstag hätte ich schon gerne drei Punkte gehabt. Aber wir konnten Großenkneten in der letzten Saison auch nicht schlagen.“ Sein Gegenüber Andreas Gronewold sah das ähnlich: „Wir haben gezeigt, dass wir in der Liga mithalten können. Das Unentschieden ist gerecht.“

SF Wüsting weiter auf Talfahrt

Das 1:4 (1:1) gegen RW Hürriyet Delmenhorst bedeutete die dritte Niederlage in Folge für die SF Wüsting. Laut Trainer Florian Neumann müssen jetzt „bald mal Punkte eingefahren werden, wenn wir noch ein Wörtchen beim Aufstieg mitreden wollen.“ Wüsting spielte in der ersten Halbzeit einen gefälligen Kombinations-Fußball, aber ohne sich klare Torchancen zu erarbeiten. So fiel das 1:0 für Wüsting nicht aus dem Spiel heraus, sondern nach einer Freistoßflanke, die Marten Gramberg verwertete. Hürriyets Antwort folgte prompt durch Berat Uyar (34.). In der zweiten Halbzeit stellte RWH-Trainer Mete Döner seine Mannschaft taktisch etwas um und ließ nur noch mit einem statt mit zwei Stürmern spielen. Er schuf dadurch eine Überzahlsituation im Mittelfeld. Wüsting kam mit der Umstellung nicht so gut zurecht. Das RWH-Team fand nach Balleroberungen immer wieder den Weg durch die Schnittstellen der gegnerischen Abwehr und war effektiv im Abschluss. Ein Doppelschlag durch Enes Ali Külünk (54., 55.) und erneut Uyar (81.) zogen Wüsting den Zahn. „Wir haben selbst vom gegnerischen Trainer Komplimente für unser gutes Spiel bekommen“, freute sich Mete Döner.

Wildeshausen II holt den dritten Sieg

TSV-Trainer Andreas Dietrich musste wegen personeller Sorgen mit Kieron Hoffman und Bjarne Walkenhorst zwei A-Jugendliche in der Startelf aufstellen. Der VfL war von Beginn an die klar spielbestimmende Mannschaft und ging folgerichtig durch Tore von Bastian Flege (17.) und Jonas Matschke (20.) in Führung. Der TSV wachte erst nach der Pause so richtig auf und hatte Glück, als ein Einwurf dem VfL-Verteidiger Hector Huls im Strafraum an die Hand sprang. Schiedsrichterin Nicole Kluth entschied auf Strafstoß. Christoph Waje verwandelte sicher zum 1:2 (47.). VfL-Trainer Dirk Lenkeit meinte dazu: „Durch das Elfmeter-Tor gegen uns kam Unruhe in unser Spiel. Ganderkesee bekam dadurch nochmal Aufwind.“ Mit großem kämpferischen Einsatz behauptete der VfL seine Führung, auch weil dem sehr engagierten TSV die entscheidenden spielerischen Mittel und das Quäntchen Glück fehlten. Coach Dietrich war dennoch zufrieden: „In der zweiten Halbzeit waren wir ständig am Drücker, aber es hat einfach nicht geklappt.“