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1. Fußball-Kreisklasse Wildeshausen II gewinnt Spitzenspiel gegen Stenum II

Von Andreas Bahlmann | 05.11.2018, 12:38 Uhr

Die Fußballer des VfL Wildeshausen II haben das Spitzenspiel des 16. Spieltags 2018/19 in der 1. Kreisklasse gewonnen. Der Tabellenführer feierte einen 2:0-Heimsieg über den Dritten, den VfL Stenum II.

 Borussia Delmenhorst - TV Jahn Delmenhorst II 0:2. „Faires Spiel, gute Schiedsrichterleistung. Ein Unentschieden wäre aber auch okay gewesen“, räumte Jahn-Trainer Frank Oehlmann ein und ergänzte: „Wir haben uns sehr, sehr schwergetan, aber wir waren auch nicht so stark wie in den letzten Spielen.“ Beide Mannschaften gingen mit viel Leidenschaft zur Sache und lieferten sich eine bis in die Schlussphase offene Partie. Die Borussen scheiterten nach ihren Kontern regelmäßig an Jahns gutem Torhüter René Marks. Pech kam auch noch dazu. Fabian Franz traf in der ersten Halbzeit aus der Distanz die Latte. In der Schlussphase schlugen die Gäste eiskalt zu. Jan Kastens setzte sich über außen durch, Arne Bohlen verwertete seine Hereingabe in der 82. Minute per Dropkick unhaltbar zum 1:0. 120 Sekunden später wurde Fabian Franz von Svatoslav Maltsev im Strafraum zu Fall gebracht. Schiedsrichter Jörn Peters zeigte auf den Elfmeterpunkt. Daniel Suderburg verwandelte (84.). Dennis Müller, Fußball-Obmann der Borussia, behielt trotz der Niederlage seinen Humor: „Als ich reinkam, sind die zwei Tore gefallen. Ich war sehr nah dran, aber nicht schuld. Wir haben uns gut verkauft.“

 Delmenhorster BV - TV Munderloh 4:2. Munderloh hatte in der ersten Halbzeit gegen die tiefstehende DBV-Mannschaft mehr vom Spiel, agierte aber nicht zielstrebig genug, um für echte Torgefahr zu sorgen. Ganz anders die Delmenhorster, die ihre Chancen effektiv nutzten. Patrick Gawlista (17.) und Alexander-Niklas Gauerke (22.) trafen. Vincent Lange erzielte für die Munderloher wenig später das Anschlusstor (25.), mehr sprang für sie bis zur Halbzeit aber nicht heraus. Nach dem Pausenpfiff kritisierte der bereits verwarnte Munderloher Ralf Kruse wiederholt die Schiedsrichterleistung von Carsten Radke und sah dafür auf dem Weg in die Kabine die gelb-rote Karte. Die Delmenhorster nutzten ihre Überzahl. Lucas Willemer (56.) und Gauerke (62.) erhöhten auf 4:1. Ab der 68. Minute spielte auch der Gastgeber nur noch zu zehnt. Elias Can seh wegen wiederholten Foulspiels Gelb-Rot. In Bedrängnis unterlief Gauerke noch ein Eigentor (80.). „Es war kein schönes Spiel“, urteilte DBV-Coach Lorne Weisner. „Wir haben uns in der Unterzahl gut verkauft. Aber unsere gelb-rote Karte war schon spielentscheidend“, meinte Munderlohs Trainer Bendix Schröder.

 TSV Ganderkesee II - KSV Hicretspor Delmenhorst 0:3. Die Delmenhorster, Tabellenzweiter, vergrößerten mit dem Erfolg ihren Vorsprung auf Rang drei auf sechs Zähler. „Wir sind im Soll. Diese Saison müssen wir es einfach packen. Das dürfen wir nicht mehr aus der Hand geben“, sagte Hicretspor-Trainer Timur Cakmak. Dann lobte er den Gegner: „Die Ganderkeseer machen das wirklich nicht schlecht. Sie spielen besser, als es die Tabelle widerspiegelt.“ TSV-Coach Andreas Dietrich stimmte Cakmak zu, merkte aber an: „Ohne Durchschlagskraft machen wir keine Tore. So gibt es für uns natürlich nichts zu holen. Wir müssen weitermachen und daran arbeiten, nicht abzusteigen.“ Gegen die sichere Defensive der Gastgeber versuchten es die Delmenhorster oft mit Schüssen aus der Distanz – und hatten damit Erfolg. Kurz vor der Pause schlenzte Tuna Gizir den Ball aus 25 Metern in den Winkel (44.). Ümit Yildiz erhöhte mit einem sehenswerten Schuss aus 20 Metern auf 2:0 (53.). Nachdem Hicretspors aufmerksamer Torhüter Harun Uzun zwei hochkarätige Chancen der Ganderkeseer vereitelt hatte, machte Burak Aruk den KSV-Erfolg perfekt (69.).

 FC Hude II - TuS Heidkrug II 4:1. „Wir haben uns auf dem Kunstrasenplatz sehr schwergetan“, erklärte TuS-Trainer Andreas Heldner. Sein Team ging durch Kris Kordes zwar in Führung (15.), doch dann übernahmen die Huder die Kontrolle. Tjark Eggers glich zum 1:1 (19.) aus, Roberto Elia erzielte das 2:1 (34.). Noch vor der Pause fiel das dritte FCH-Tor. Niklas-Johannes Reuter fälschte beim Abwehrversuch, bedrängt durch Elia, den Ball ins eigene Netz ab (45.). Nach der Pause traf nur noch Robert Kummerow (85.). Der Heidkruger Kai Linke hatte zuvor wegen fortgesetzten Meckerns die gelb-rote Karte gesehen. „Bis auf eine Viertelstunde Schlendrian war es insgesamt eine klare und verdiente Sache für uns“, sagte der Huder Trainer Bengin Barispek.

 Harpstedter TB II - SV Tungeln 0:5. „Ich hatte schon vor dem Anpfiff so ein schlechtes Bauchgefühl. Bei uns ging gar nichts“, sagte Harpstedts Spielertrainer Christian Goritz zu dem in seinen Augen kollektiven Versagen seiner Mannschaft. „Wir waren nicht nur den berühmten einen Schritt zu spät, sondern immer gleich drei. Ich habe mich nach dem Spiel beim Tungeler Torwart entschuldigt und nachgefragt, ob er sich eine Erkältung zugezogen hat. Wir hatten im gesamten Spiel nicht einen Torschuss“, verlor Goritz trotz der desolaten Leistung nicht seinen Humor. Die Gäste taten sich in der ersten Halbzeit schwer mit der Chancenverwertung. Erhan-Nico Ache erzielte das einzige Tor vor der Pause (12.). Nach dem Seitenwechsel waren dann Yannik Maskow (54., 63.), Dennis Grosspietsch (67.) und Pascal Buchholz (75.) erfolgreich. SVT-Trainer Jörg Gehrmann war zufrieden: „Wir haben wirklich vernünftigen Fußball gespielt.“ Wermutstropfen waren die Verletzungen von Jakob Hagen und Grosspietsch, die wohl länger ausfallen werden.

 SF Wüsting - FC Hude III 5:0. Die Wüstinger waren klar überlegen. Louis Langkrär traf zum 1:0 (19.). In der 30. Minute klärte Hudes Torwart Daniel Ammermann einen langen Ball mit einem absichtlichen Handspiel außerhalb des Strafraums und sah dafür Rot. Damit war die Partie so gut wie entschieden. Wüsting nutzte die Überzahl konsequent. Langkrär (32.), Niklas Pook (52.), Marc Hedenkamp (75.) und Jörn Lohmüller (87.) erzielten die weiteren Tore. „Wir hätten es noch etwas ruhiger und cleverer ausspielen können, dann wären noch zwei oder drei Tore mehr für uns drin gewesen. Insgesamt war es aber ein ganz guter Auftritt von uns“, sagte Wüstings Trainer Florian Neumann.

 VfL Wildeshausen II - VfL Stenum II 2:0. Der gastgebende Spitzenreiter tat sich gegen den Dritten schwer. „Der Sieg war aber nicht unverdient, auch wenn wir uns meistens gegenseitig neutralisiert haben“, sagte VfL-Trainer Andree Höttges. Vor der Pause fiel kein Tor, kurz nach dem Seitenwechsel erzielte dann Ole Willms aus einer etwas unübersichtlichen Situation im Strafraum heraus das etwas glückliche 1:0 (50.) für den Gastgeber. Mit einer Glanzparade verhinderte anschließend der Wildeshauser Torwart Maik Backhus den Ausgleich nach einem zu einer tückischen Bogenlampe abgefälschten Schuss von Timm Strodthoff. In der 67. Spielminute schickte Schiedsrichter Michael Koch Wildeshausens Hector Huls nach einem groben Foulspiel mit Rot vorzeitig in die Kabine, aber die Stenumer konnten kein Kapital aus ihrer Überzahl schlagen. Nach einem Konter beförderte Bastian Flege am Boden liegend den Ball zum 2:0 (84.) über die Torlinie. Kurz vor Schluss sah der Stenumer David Kirschberger (Foulspiel/Meckern) die gelb-rote Karte. Der VfL hat nun zehn Punkte Rückstand auf den Tabellenersten. Trainer Uwe Hammes verabschiedete sich aus dem Meisterschaftsrennen, blieb aber gelassen: „Für den ganz großen Wurf reicht es bei uns einfach noch nicht. Uns ist im Moment ein bisschen die Leichtigkeit abhandengekommen, aber die Jungs haben sich gut bemüht.“