Ein Angebot der NOZ

1. Kreisklasse Georg Zimmermann freut sich auf den TV Falkenburg

Von Daniel Niebuhr | 15.12.2015, 16:43 Uhr

Der scheidende Dötlinger Trainer übernimmt das Team aus der 1. Kreisklasse bereits im Winter. Die Falkenburger schwärmen schon jetzt vom neuen Übungsleiter. Zimmermann kündigt einen Umbruch des routinierten Teams an.

Florian Erhorn ist offensichtlich kein nachtragender Mensch. Der Spielertrainer des TV Falkenburg hat sich in den vergangenen Jahren einige heiße Duelle mit dem TV Dötlingen geliefert, 2014 steigen beide Vereine gemeinsam in die Fußball-Kreisliga auf, aus der sich die Falkenburger im Sommer wieder zurückzogen. Als Erhorn Ende November allerdings erfuhr, dass sich der Dötlinger Coach Georg Zimmermann im Winter nach viereinhalb Jahren eine neue Aufgabe suchen will, wählte er noch am selben Tag Zimmermanns Nummer – um den 61-Jährigen als seinen Nachfolger zu verpflichten.

Falkenburg schwärmt von Zimmermann – und umgekehrt

Seit gestern ist der Wechsel auf der Trainerbank nun offiziell. Erhorn wird – ein halbes Jahr früher als geplant – vom Trainer wieder zum Spieler, und Zimmermann übernimmt; er wird die Falkenburger schon im Winter auf die zweite Hälfte der Saison in der 1. Kreisklasse vorbereiten. Die Zusammenarbeit beginnt nach den Hallenkreismeisterschaften vom 7. bis zum 10. Januar – Nettigkeiten werden aber schon jetzt ausgetauscht. „Georg ist ein Super-Typ, ein Trainer, wie man ihn sich nur wünschen kann“, schwärmt Erhorn von Zimmermann, der das Kompliment prompt zurückgibt: „In Falkenburg gibt es jetzt schon viel Potenzial. Vielleicht kann ich den einen oder anderen noch etwas besser machen.“

Die Aufgabe unterscheidet sich erheblich von Zimmermanns offiziell noch bis zum 31. Dezember laufendem Trainer-Job in Dötlingen. Dort, beim Tabellen-14. der Kreisliga, arbeitete er hauptsächlich mit jungen Spielern und feierte beachtliche Erfolge. Zuletzt hatte er jedoch eine gewisse Stagnation festgestellt und wollte durch seinen Rücktritt zum Jahresende für den oft zitierten frischen Wind sorgen – beim TVD und bei sich selbst. „Ein neuer Trainer kann auch in Dötlingen mal guttun“, sagt er. „Und ich habe einfach auch gespürt, dass ich etwas Neues brauchte.“

Trainer hat Nachbarvereine im Blick

In Falkenburg ist der Kader deutlich älter, ein Problem, das bisher nicht nachhaltig angegangen wurde. „Ein Umbruch muss relativ schnell passieren, das sehe ich auch“, sagt Zimmermann. „Aber ich muss mir das Umfeld erst einmal ansehen. Ich will die Qualität eines Spielers nicht unbedingt immer am Alter messen.“ Eine Verjüngung wird sich mittelfristig jedoch kaum vermeiden lassen, das weiß auch der neue Coach und setzt dabei nicht nur auf eigenen Nachwuchs. „Wenn man sich mal in der Umgebung umschaut, dann sehe ich viele Nachbarvereine. Und dort kann es auch mal unzufriedene Spieler geben, die es gern mal woanders versuchen wollen“, sagt er. „Natürlich müssen wir uns dafür auch einen guten Ruf aufbauen, den der TV Falkenburg zum Teil aber auch schon hat.“

Sein neuer Verein spielt als Tabellensiebter der 1. Kreisklasse bisher eine durchschnittliche Saison. Zu den Nahzielen in der Rückrunde will Zimmermann eigentlich nichts sagen, lässt aber doch durchblicken: „Sieben Punkte Rückstand auf die Aufstiegsplätze bei zwei Spielen weniger – ganz abgefahren ist der Zug noch nicht.“