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1:2 gegen VfL Jesteburg TV Jahn Delmenhorst spielt zu umständlich und verliert

Von Klaus Erdmann | 23.04.2017, 22:20 Uhr

Mit dem überraschenden 1:2 (0:0) gegen den VfL Jesteburg haben die Regionalliga-Fußballerinnen des TV Jahn vor 40 Zuschauern im Stadion nach zehn Pflichtspielsiegen in Serie eine Niederlage kassiert.

Bei nur noch drei Spielen dürfte Werder II, das in Celle nach 1:3 noch zu einem 4:3 kam, der Titel nicht mehr zu nehmen sein. Der Tabellenzweite Jahn, der Jesteburg im Hinspiel 9:3 besiegte, weist zwar eine Partie weniger auf (18), liegt aber acht Punkte hinter den führenden Grün-Weißen.

In der ersten halben Stunde stand Jesteburg vor der Führung. Nele Heins vergab zwei Chancen (14., 26.), ehe Jahns Schlussfrau Magdalena Flug einen Distanzschuss von Andrea Ludewig parierte (29.). Jahn bot sich die erste Gelegenheit nach 30 Minuten, als Sandra Göbel einen Ball auf die Latte setzte. Der Favorit tat sich schwer. TVJ leistete sich im Aufbau viele Fehler, übertrieb das Einzelspiel und agierte oftmals zu umständlich.

DFB mit Zweitliga-Bewerbung des TV Jahn „so weit zufrieden“

In der 66. Minute verwandelte Jahns Julia Hechtenberg einen Elfmeter, den Annalena Otto an Nathalie Heeren verschuldet hatte. In der 77. Minute verwertete Heins ein Zuspiel von Nadia Papist zum Ausgleich. Nur eine Minute später wechselte der VfL die routinierte Fabienne Stejskal ein, die Jahns Trainer Claus-Dieter Meier als „eine der besten Stürmerinnen der Liga“ bezeichnet hatte. Die eingewechselte und angeschlagene Anna Mirbach (79.) und Hechtenberg (80.) scheiterten an VfL-Torhüterin Laura Jungblut, ehe Stejskal mit einem Flankenball, der sich über Flug ins Netz senkte, das 1:2 gelang (81.).

„Das ist ein gebrauchter Tag“, sagte Jahns Cheftrainer Meier. „Wir sind nicht an 100 Prozent gegangen.“ Es habe das „gewisse Etwas“ gefehlt. Abteilungsleiter Bernd Hannemann berichtete, dass der DFB mit der Jahn-Bewerbung bezüglich des Aufstiegs in die 2. Bundesliga „so weit zufrieden“ sei. Das eine oder andere müsse man im Stadion nachbessern. Hannemann: „Darüber reden wir mit der Stadt.“