Ein Angebot der NOZ

1:3-Niederlage in Wiefelstede TSV Ganderkesee klagt über Schiedsrichter-Leistung

Von Klaus Erdmann | 08.05.2016, 23:24 Uhr

„Wir hatten keine Chance, das Spiel für uns zu entscheiden, weil der Schiedsrichter so massiv Einfluss genommen hat.“ Daniel Lachmund, Trainer des Fußball-Bezirksligisten TSV Ganderkesee, war noch lange nach dem Ende einer nicht alltäglichen Partie außer sich. Gastgeber Eintracht Wiefelstede siegte mit 3:1 (0:0) und verbesserte sich auf Rang zwölf. Der TSV fiel auf den 14. und ersten Abstiegsplatz zurück.

In den ersten 20 Minuten gab der Gast den Ton an und verpasste das 0:1. In der 19. Minute schied Wiefelstedes Nicolas Heibült mit einer Verletzung aus und und wurde ins Krankenhaus transportiert. „Ich glaube, er hat sich an der Schulter verletzt“, meinte Lachmund. Nach 45-minütiger Unterbrechung wurde das Treffen fortgesetzt. Man habe weiter das Spiel bestimmt. Christoph Štolle vergab eine gute Chance.

In der 55. Minute gelang Marko Schrank nach Vorarbeit von Dariusch Azadzoy das 0:1. Michael Eberle hatte mit einem Lattentreffer Pech. In der 74. Minute sah der Schiedsrichter ein Handspiel von Marc Rässler. „Er wurde aus zwei Metern Entfernung angeschossen und konnte nicht reagieren“, sagte der Trainer. Doch damit nicht genug: Der junge Spielleiter habe auf Vereitelung einer klaren Torchance entschieden und Rässler die Rote Karte gezeigt. Maik Ebeling verwandelte den Elfmeter zum 1:1. „Es war Eintrachts erste Chance“, so Lachmund. Julian Hellbusch (83.) und Kilian-Christian Kreye (90.) trafen zum 3:1.

„Die Mannschaft war engagiert, hat aber ihre Chancen nicht genutzt“, betonte Lachmund. Der Schiedsrichter habe ihm gesagt, dass er die Situationen so gesehen und darum so entschieden habe. Der Coach: „Ich bin seit 32 Jahren auf dem Fußballplatz, aber eine solche Leistung habe ich noch nicht erlebt.“