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15. Bezirkstag in Großenkneten Dieter Ohls bleibt Chef des Fußball-Bezirks Weser-Ems

Von Sportredaktion | 28.06.2017, 17:04 Uhr

Dieter Ohls bleibt Vorsitzender des NFV-Bezirks Weser-Ems. Die 95 Delegierten bestätigten den 62-Jährigen beim 15. ordentlichen Bezirkstag im Saal des „Haaster Krug“ in Großenkneten einstimmig in seinem Amt.

Einen Wechsel gab es im Amt des Schatzmeisters (Jürgen Siegert für Ingo Herlitzius) und beim Vorsitzenden des Frauen- und Mädchenausschusses (Thomas Eilers für Sabine Lischewski). Herlitzius und Lischewski gehören künftig auf einstimmigen Beschluss der Versammlung dem NFV-Bezirk Weser-Ems als Ehrenmitglieder an. Die goldene Ehrennadel für ihre langjährige ehrenamtliche Tätigkeit erhielten Gundolf Kreiling, Karl-Heinz Moß und Kurt Rietenbach. DFB-Vizepräsident Eugen Gehlenborg überreichte dem Vorsitzenden des Bezirksschiedsrichterausschusses, Georg Winter (VfL Wildeshausen), die DFB-Verdienstnadel.

Rund 100 Minuten informierte der Bezirksvorstand die Delegierten und Ehrengäste des 15. ordentlichen Bezirkstages über die Arbeit in den vergangenen drei Jahren. Offenbar überzeugend: Im Eiltempo wurden danach sowohl der bisherige Bezirksvorsitzende Dieter Ohls wie anschließend auch der gesamte Vorstand einstimmig für eine weitere Amtsperiode gewählt. Auch auf dem weiteren Personaltableau in den einzelnen Ausschüssen ergaben sich nur wenige Änderungen, weshalb der NFV-Bezirk Weser-Ems zu einem großen Teil mit unverändertem Personal in die kommenden drei Jahre geht.

Leicht rückläufige Mannschaftszahlen

Ohls hatte zuvor in seinem Bericht auf die leicht rückläufigen Mannschaftszahlen hingewiesen. Ein Versuch, hier entgegenzuwirken, sei die bessere Qualifizierung der Trainer im Juniorenbereich. Zudem freute sich Ohls über die zahlreichen sportlichen Erfolge von Mannschaften aus dem Bezirk Weser-Ems: dem Aufstieg des SV Atlas Delmenhorst in die Oberliga, dem Aufstieg des TV Jahn in die Zweite Bundesliga der Frauen und dem Aufstieg des SSV Jeddeloh in die Regionalliga.

Kritische Worte fand Landrat Carsten Harings in seinem Grußwort. „Die finanziellen Entwicklungen im Spitzenfußball machen bisweilen sprachlos. Wo soll das noch hinführen? Wie lange akzeptieren die Leute das?“, fragte Harings. Eine weitere Entfernung von der Basis sei, dass die Champions League ab 2018 nur noch im Bezahlfernsehen zu sehen sei. „Jede Spirale verliert irgendwann ihre Fassung“, warnte der Landrat. „Hier vor Ort muss der Fußball gepflegt und gelebt werden. Die Grundlage dafür sind Sie“, wandte sich Harings direkt an die Delegierten. Fußball sei mehr als die 90 Minuten auf dem Platz. Vieles spiele sich daneben ab. „Bleiben Sie mit Spaß und Freude dabei“, forderte der Landrat.

Karl Rothmund, der im Herbst auf dem Verbandstag aus Altersgründen nicht erneut als NFV-Präsident kandidieren wird, betonte, der Markt gebe die Beträge im Spitzenfußball her. „Ohne den bezahlten Fußball würde es aber den Amateursport nicht geben“, verdeutlichte Rothmund. Gleichwohl müsse die Kommunikation mit den Vereinen verbessert werden, räumte der NFV-Präsident ein.

Lob für neuen Großkreis in Ostfriesland

„Wir müssen die Glaubwürdigkeit der Gesamtfinanzierung darstellen“, sagte Rothmund. Dafür werde auf NFV-Ebene eine Finanzkommission eingerichtet, welche die Akzeptanz für die Finanzierung herstellen solle. DFB-Vizepräsident Eugen Gehlenborg pflichtete ihm bei: „Der Deutsche Fußball-Bund weiß, wo die Basis des Fußballs ist.“

Gehlenborg mahnte in der Diskussion um bezahlte Polizeieinsätze bei Bundesligaspielen nicht zu vergessen, dass der Fußball in jedem Jahr mit rund einer Milliarde Euro am Steueraufkommen beitragen würde. Außerdem sei sich der Fußball als „Volkssport Nr. 1“ seiner Rolle bewusst. „Wir müssen dafür sorgen, dass auch alle anderen neben uns leben können. Unsere Kinder und Enkelkinder müssen auch weiterhin vor Ort andere Sportarten in der Breite bestreiten können“, sagte er.

Ein großes Lob sprach Rothmund für die Fusion der Kreise Wittmund, Aurich, Emden und Leer zum neuen Kreis Ostfriesland aus. „Alle personellen und sachlichen Entscheidungen wurden einstimmig getroffen, weil man von Anfang an alle Vereine mitgenommen hat“, sagte er.