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18:33-Niederlage HSG Hude/Falkenburg geht beim TSV Nord-Harrislee unter

Von Lars Pingel | 11.10.2015, 17:17 Uhr

Die Drittliga-Handballerinnen der HSG Hude/Falkenburg waren in ihrem Auswärtsspiel beim TSV Nord-Harrislee chancenlos: Sie verloren mit 18:33 (8:14).

Als Thorsten Stürenburg, Trainer der Drittliga-Handballerinnen der HSG Hude/Falkenburg, die 18:33 (8:14)-Klatsche, die sich sein Team am Samstag beim TSV Nord Harrislee eingefangen hatte, Revue passieren ließ, war ihm eines besonders wichtig. „Wir haben viel zu viele Fehler gemacht“, sagte der Coach des Aufsteigers. „Das hat aber nichts mit der dritten Liga zu tun. Diese Patzer wären uns auch in der Oberliga ganz teuer zu stehen gekommen.“ Vor 169 Zuschauern in der Holmberghalle in Harrislee war die HSG, für die Kea Drewes und Kristin Schulze mit je vier Treffern die erfolgreichsten Werferinnen waren, von Beginn an einem Rückstand hinterhergelaufen, nicht einmal stand ein Unentschieden auf der Anzeigetafel. „Das war ganz schlecht. Wir haben von der ersten bis zur 60. Minute keine Einstellung zu diesem Spiel gefunden“, bilanzierte Stürenburg.

Auszeit nach fünf Minuten

Die HSG war durchaus zuversichtlich in die Stadt an der dänischen Grenze gereist. „Wir hatten uns mehr ausgerechnet“, bestätigte Stürenburg. Zu sehen war davon nichts. Bereits nach fünf Minuten versammelte Stürenburg sein Team während einer Auszeit, um es wachzurütteln. Es lag 0:3 zurück und hatte in der Offensive bereits einige Fehler gemacht. Die Ansprache verpuffte aber wirkungslos.

Ballverluste werden mit Kontertoren bestraft

Gegen eine gute 6:0-Abwehr der Gastgeberinnen kam die HSG-Offensive nicht in Schwung, auch weil die Entschlossenheit fehlte. „Wenn wir es denn einmal mit Eins-gegen-Eins-Aktionen versucht haben, war Gefahr da“, sagte Stürenburg. Doch viele der erarbeiteten Chancen wurden vergeben. Das und fast jeder andere Ballverlust nach Fehlpässen oder technischen Fehlern führte schnell zu einem Gegentor. „Nord Harrislee hat super Tempo gespielt“, lobte Stürenburg den TSV um die sechsfache Torschützin Janne Lotta Woch, von dem er glaubt, dass er nichts mit dem Kampf gegen den Abstieg zu tun haben wird.

Nord-Harrislee setzt sich bis auf 27:10 ab

Zur Pause (8:14) schien der Rückstand trotzdem nicht uneinholbar. Das änderte sich innerhalb von 10 Minuten und 48 Sekunden. Mit einem 8:0-Lauf beseitigte der TSV jeden noch so kleinen Zweifel daran, dass er die Halle als Sieger verlassen würde. Gegen eine HSG, die auch in der Defensive nicht an die bisher gezeigten Leistungen anschloss, zogen die Gastgeberinnen sogar bis auf 27:10 (49.) davon, ehe sie es etwas lockerer angehen ließen.

Sein Team habe den Ausfall einer Führungsspielerin nicht kompensieren können, merkte Stürenburg dann noch an. „Saskia Petersen hat vorne und hinten gefehlt.“ Das sei aber nicht der Grund für das Debakel gewesen. „Wir haben keinen Zweikampf gewonnen“, nannte Stürenburg den anderen neben der hohen Fehlerzahl.