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2. Basketball-Regionalliga Devils verlieren in der Schlussphase

Von Frederik Böckmann | 26.01.2015, 12:50 Uhr

Auch am Tag nach der zwölften Saisonniederlage in der 2. Regionalliga war Stacy Sillektis geknickt. „Das ist bitter. Sehr bitter“, beschrieb der Basketball-Trainer des Delmenhorster TV seine Gefühlslage nach der Fortsetzung der Pleitenserie. Im Auswärtsspiel bei der Baskets Akademie Weser Ems II machten die Devils ein ordentliches Spiel, führten drei Viertel lang und standen am Ende nach dem 71:77 (35:34) doch mit leeren Händen da. Mal wieder.

„Das ist schon sehr enttäuschend“, meinte Sillektis und erinnerte sich auch an das Hinspiel, das die Devils nach einer katastrophalen Verlängerung mit 89:102 verloren hatten. „Wir hätten gegen die Baskets beide Spiele gewinnen können, vielleicht sogar müssen“, meinte Sillektis. Doch statt der möglichen vier Punkte, die dem Schlusslicht auch Hoffnung im Abstiegskampf geben würden, fuhren die Delmenhorster gegen die Baskets keinen Zähler ein.

In Oldenburg standen den Devils nach den kurzfristigen Absagen von Marius Ammermann und Ahmet Ildem doch nur sieben Spieler zur Verfügung, weshalb Coach Sillektis wieder selber mitspielte. Trotzdem kam der DTV auch im Rückspiel gegen die Oldenburger gut in Schwung. Die Devils führten nach dem ersten Viertel (21:16), zur Pause (35:34) und nach dem dritten Viertel (48:47) immer knapp. „Die Baskets sind vor allem mit unser Zonenverteidigung nicht zurecht gekommen“, sagte Sillektis. „Wir hätten uns richtig absetzen können.“ Taten die Devils aber nicht.

Eine kleine Schwächephase nach einer 63:62-Führung (35.) wurde dem DTV am Ende zum Verhängnis. Die Baskets zogen mit einer 7:0-Serie auf 69:63 davon. Die Devils ließen sich jedoch nicht abschütteln. Nach einem erfolgreichen Dreier verkürzten die Gäste 20 Sekunden vor Schluss auf 71:73.

Die Gäste foulten schnell – doch nach Meinung der Schiedsrichter zu hart: Sie gaben ein technisches Foul. Diese Entscheidung ärgerte Sillektis so sehr, dass sich der Spielertrainer wegen Meckerns ebenfalls ein technisches Foul einhandelte. „Da mussten meine Emotionen einfach raus“, sagte Sillektis. Die Folge: vier Freiwürfe plus Ballbesitz für die Baskets, die schließlich mit vier Punkten in Folge ihren 77:71-Erfolg eintüteten.

„Das ist verdammt ärgerlich, wenn man wegen so einer Schiedsrichter-Entscheidung das Spiel nicht mehr drehen kann“, schimpfte Sillektis. Aber: die Niederlage hatte für den Spielertrainer noch zwei weitere Gründe. Punkt eins: die schlechte Quote an der Freiwurf-Linie (57 Prozent). Punkt zwei: Mit Ali Akkurt (14 Punkte) und Sillektis (12) scorten nur zwei Spieler regelmäßig. Zu wenig, um in Oldenburg zu gewinnen.