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2. Fussball-Bundesliga der Frauen TV Jahn Delmenhorst bereitet sich auf Heimspiel vor

Von Klaus Erdmann | 07.09.2017, 12:19 Uhr

Die Zweitliga-Fußballerinnen des TV Jahn Delmenhorst bereiten sich auf ihr erstes Heimspiel vor: Am Sonntag, 10. September, empfangen sie den Herforder SV. Der Aufsteiger kann einen größeren Kader aufbieten als beim 0:0 in der Auftaktpartie beim USV Jena.

Nur 0:0 gegen Mitaufsteiger TV Jahn und Rote Karte für Mannschaftsführerin Tina Kremlitschka – nach dem ersten Spiel in der 2. Fußball-Bundesliga der Frauen musste sich Christian Kucharz beruhigen. „Ich bin erst mal 50 Minuten lang gelaufen“, berichtete der Coach des FF USV Jena II. Dessen Kollege Claus-Dieter Meier, Cheftrainer der Delmenhorsterinnen, zeigte sich hingegen entspannt und zufrieden. Schließlich trägt das Unentschieden das Etikett „überraschend“. Bei Jahn ordnen sie dieses Ergebnis jedoch richtig ein. Meier: „Wir wissen, dass auch der FF USV Jena II ein Aufsteiger ist.“

Heimspiel gegen Herforder SV

Soll heißen: Die kommenden Aufgaben werden schwerer. Das trifft bereits auf den Herforder SV Borussia Friedenstal zu. Gegen das Team aus Nordrhein-Westfalen, das sich von BW Hohen Neuendorf ebenfalls mit einem 0:0 trennte, bestreitet Jahn am Sonntag, 14 Uhr, im Stadion das erste Heimspiel.

Die personelle Lage beim Neuling entspannt sich etwas. Kira Grotheer kehrt aus dem Urlaub zurück und Malin Knodel, die im Einzelhandel tätig ist und während Jahns Ausflug nach Jena arbeiten musste, steht auch wieder zur Verfügung. Beim Auftaktspiel bestand das Aufgebot lediglich aus 14 Spielerinnen. Neben Grotheer und Knodel fehlten dem TVJ die verletzten Nahrin Uyar (Kreuzbandriss), Nadine Poppen (Ellenbogen) und Aileen Fahlbusch (Knie) sowie die gesperrte Denise Hasselbring. Ersatztorhüterin Jannika Ehlers kam während der letztern Viertelstunde als Feldspielerin zum Einsatz. Mit Neuzugang Stefanie Herzberg und Laura D‘Elia standen zwei Aktive in der Starformation, die bei Jahns 1:4-Pokalniederlage beim Magdeburger FFC nur während der letzten Minuten mitwirkten.

860 Zuschauer verfolgen die sechs Zweitligaspiele

Apropos: Das 1:4 beim Vizemeister der Regionalliga Nordost verlangt nach einer neuen Betrachtung. Die Mannschaft von Rasenballsport Leipzig, die als großer Meisterschaftsfavorit gehandelt wird (wurde?), verlor das erste Punktspiel gegen die Magdeburgerinnen mit 0:6. Die Begegnung lockte 402 Zuschauer an.

Eine Zahl, die am Sonntag in der Zweiten Liga nicht annähernd erreicht wurde. Den Jahn-Auftritt verfolgten 120 Fußballfreunde. Mit 213 Besuchern erlebte die Partie FSV Gütersloh gegen BV Cloppenburg den stärksten Zuspruch. Insgesamt registrierte man bei den sechs Spielen 860 Zuschauer (Schnitt; 143). Immerhin bewegten sich alle Zahlen im dreistelligen Bereich. Die meisten Tore fielen bei der Begegnung der Gütersloherinnen mit Cloppenburg. Beim 4:3 gelang Marie Pollmann der entscheidende Treffer in der Nachspielzeit (90. +2).

Zurück zum TV Jahn: Meier bittet seine Schützlinge auch während dieser Woche viermal zum Training. Drei Einheiten finden in Adelheide statt, am Freitag trifft man sich auf der Jahn-Anlage. Meier: „Am Montag haben alle, die mehr als 75 Minuten lang gespielt haben, Regenerationsläufe absolviert.“ Heute und am Freitag, sagt der Cheftrainer ferner, bereite man sich auf die nächste Aufgabe vor. Auf Herford also. Vielleicht startet am Sonntag ja HSV-Trainer Ralf Lietz nach dem Abpfiff zu einem 50-Minuten-Lauf...