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2. Runde im DHB-Pokal HSG Hude/Falkenburg empfängt SV Henstedt-Ulzburg

Von Lars Pingel | 01.10.2015, 19:00 Uhr

Die Drittliga-Handballerinnen der HSG Hude/Falkenburg kämpfen an diesem Sonntag ab 16 Uhr in der Halle am Huder Bach um den Einzug ins Achtelfinale des DHB-Pokals. Sie treffen in der Zweitrundenpartie auf ihren starken Ligarivalen SV Henstedt-Ulzburg. Die Gäste haben in der laufenden Saison 2015/2016 alle Pflichtspiele gewonnen.

Ein Pflichtspiel gegen einen Bundesligisten – davon träumen vermutlich alle Ober- und Drittliga-Mannschaften, die sich für den DHB-Pokal qualifiziert haben. Für die Handballerinnen der HSG Hude/Falkenburg ist dieser Traum noch nicht wahr geworden, obwohl sie schon die zweite Runde erreicht haben. Deshalb gehen sie diese mit gemischten Gefühlen an. Der Drittliga-Aufsteiger freut sich, dass er an diesem Sonntag ab 16.30 Uhr in eigener Halle am Huder Bach um den Einzug ins Achtelfinale kämpfen kann.

Statt der erhofften Erst- oder Zweitliga-Mannschaft hat die HSG dann aber einen ganz starken Ligarivalen zu Gast: den SV Henstedt/Ulzburg, der 2015/2016 alle Pflichtspiele gewonnen hat. „Das Team möchte gerne aufsteigen“, sagt HSG-Trainer Thorsten Stürenburg über den SVHU, der sich den Beinamen „Frogs Ladies“ gegeben hat, „deshalb ist die Aufgabe nicht viel leichter, als ein Spiel gegen einen Zweitligisten.“

Pokal ist die Kür

Stürenburg erklärt das Pokalspiel zur Kür. „Das ist für uns ein Zusatz“, sagt er. Er will es nutzen, um daraufhinzuarbeiten, in der Pflicht, den Partien um Punkte, zu bestehen. „Wir wollen uns weiter einspielen.“

Keine besondere Vorbereitung

Die „Frogs Ladies“ seien eine „rundum gute Mannschaft“, lobt Stürenburg, der Videos der erfolgreichen Punktspiele der Schleswig-Holsteinerinnen studiert hat. Er und sein Trainerkollege Werner Bokelmann hätten ihr Team nicht extra auf die Pokalpartie vorbereitet. In den Trainingseinheiten sei es vor allem darum gegangen, die Defizite, die in den ersten Punktspielen erkannt worden waren, abzustellen. Hude/Falkenburg hatte gegen den die HSG Hannover-Badenstedt (20:29) und den VfL Oldenburg II (22:24) – beides Anwärter auf den Spitzenplatz – verloren. In die zweite Pokalrunde war das Landkreis-Team durch einen 30:21 über die HSG Heidmark (Oberliga Niedersachsen) eingezogen.

HSG setzt auf ihre gute Moral

Den Traum, eine Erst- oder Zweitliga-Manschaft zu empfangen, müsse sein Team aber nicht aufgeben. „Wir wollen Henstedt schon ein bisschen ärgern“, bestätigt Stürenburg. Und wenn dann eine Chance entsteht, würden seine Spielerinnen alles dafür geben, sie zu nutzen. Das sei ein Charakterzug seines Teams: „Wer uns kennt und wer unsere ersten Spiele gesehen hat, weiß, dass wir nie aufgeben, sondern immer kämpfen.“ Die Runde der besten 16 soll am 7. und 8. November ausgetragen werden. Für diese dürften außer dem Sieger der Partie am Huder Bach nur noch Teams aus den beiden höchsten Staffeln im Lostopf sein.