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2:0 beim SV Tur Abdin Tramitzke und Feldhus köpfen Wildeshausen eine Runde weiter

Von Frederik Böckmann, Frederik Böckmann | 18.08.2016, 00:19 Uhr

Mit zwei Kopfball-Treffern von Rene Tramitzke und Lennart Feldhus ist der VfL Wildeshausen beim 2:0 beim SV Tur Abdin Delmenhorst in die nächste Runde des Fußball-Bezirkspokals eingezogen. In Runde 3 trifft Wildeshausen am kommenden Mittwoch auf den SV Atlas

Das 0:7 in der Bezirksliga gegen den Heidmühler FC tat dem SV Tur Abdin am vergangenen Sonntag richtig weh. Wiedergutmachung für dieses Spiel betreiben und neues Selbstvertrauen für die Liga tanken: Diese Vorgabe gab Paul Leis seinen Spielern vor dem Anpfiff im Bezirkspokalspiel gegen den VfL Wildeshausen mit auf den Weg. 90 Spielminuten später stand der Co-Trainer der Aramäer auf einem Nebenplatz im Delmenhorster Stadion und zog ein zufriedenes Fazit – trotz einer 0:2 (0:1)-Niederlage und dem Ausscheiden aus dem Fußball-Bezirkspokal.

„Das war mehr Einsatz, viel mehr Entschlossenheit in den Zweikämpfen“, sagte Leis. Auf acht Positionen hatte er seine Startelf im Vergleich zum Sonntag ausgetauscht und war mit den Leistungen von den meisten seiner neu in die Starformation gerutschten Spieler zufrieden. „Einige haben sich wirklich empfohlen und werden am Sonntag in Wiefelstede von Anfang spielen.“ Eine Einsatzgarantie gab er jetzt schon dem umsichtigen Innenverteidiger Simon Tezel. Nichtsdestotrotz räumte Leis den Sieg der Gäste korrekterweise als verdient ein. „Wildeshausen hat das souverän runtergespielt. Wir hatten leider kaum klare Gelegenheiten.“

Wildeshausens Trainer Bragula nur bedingt zufrieden

Gäste-Trainer Marcel Bragula hatte seine Mannschaft ebenfalls kräftig umgebaut. Aus verschiedensten Gründen fehlten in der Startelf sieben Stammspieler. Wegen der Personallage und angesichts der Qualität des Stadion-Nebenplatzes hatte Bragula schon vor dem Anpfiff geahnt, „dass das heute nichts für Fußball-Feinschmecker wird“. Mit der Leistung seiner Elf war er in „großen Teilen, aber dennoch nicht mit allem, zufrieden“.

Positiv sah er die gefährlichen eigenen Standards des Landesligisten. Nicht umsonst fielen beide Treffer nach ruhenden Bällen: Erst rammte Mittelstürmer Rene Tramitzke einen Schneider-Freistoß per Kopf an die Unterkante der Latte – 1:0 (16.). Dann köpfte Sturmkollege Lennart Feldhaus eine Schneider-Ecke zur Entscheidung ins Abdin-Tor – 2:0 (75.).

Wildeshausen jetzt gegen den SV Atlas

In der 3. Runde erwartet Wildeshausen am kommenden Mittwoch (24. August) nun den SV Atlas Delmenhorst. Beide Vereine einigten sich kurz nach Spielschluss auf eine neue Anstoßzeit: 19.30 Uhr auf einem Nebenplatz. „Das wird doch ein schönes Spiel für die Zuschauer und den Verein“, findet Bragula.

Vor 95 Zuschauern besaß Wildeshausen von Beginn an mehr Spielanteile. Immer dann, wenn der Innenverteidiger Schneider über halblinks das Spiel aufbaute, oder wenn der starke Mittelfeldspieler Bastian Stuckenschmidt an den Ball kam, wurde es gefährlich. Vor und nach Wildeshausens erstem Tor besaß Tur Abdin allerdings ebenfalls zwei gute Möglichkeiten. Ein Fernschuss von Johannes Artan senkte sich gefährlich (8.), dazu köpfte Daniel Eckert einen Kopfball auf die Latte (37.).

Eine Szene, die Bragula ärgerte. „Es stand auf unserer To-do-Liste, dass wir bei gegnerischen Standards besser verteidigen wollen. Das haben wir heute nicht ganz geschafft.“ Auf der Gegenseite waren die eigenen ruhenden Bälle wie erwähnt häufig gefährlich. Schneider mit einem Freistoß und Tim Albus mit dem Abpraller hätten noch vor der Pause für Wildeshausen auf 2:0 erhöhen können (26.).

Tur Abdin in der Offensive nicht zwingend genug

Nach der Pause gab es auf beiden Seiten – auch aufgrund vieler Wechsel und positionsbedingten Umstellungen – viel Leerlauf. Für Wildeshausen vergab Lukas Schneider zwei Kopfbälle knapp (60./66.) Mit den Einwechslungen von Roman Seibel und Manuel Celik wurde Tur Abdin zwar etwas agiler im Spiel nach vorne, aber richtig zwingend wurden die Offensiv-Bemühungen der Delmenhorster dennoch nicht. Einzige gefährliche Chance war ein Fernschuss von Marcel Maus, den VfL-Torwart Lauren Riedel parierte (81.). Da war die Begegnung gefühlt allerdings schon fast entschieden.