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22 Boote dabei Wettkampf und Geselligkeit bei der Ochtum-Regatta

Von Vera Benner, Vera Benner | 21.09.2017, 11:18 Uhr

Bei der Ochtum-Regatta steht der Sport nicht allein im Vordergrund. Die Teilnehmer pflegen auch die Geselligkeit nach dem Rennen.

Die Ochtum Regatta, ein Up-and-Down-Kurs von der Ochtum-Mündung bis nach Bremen-Vegesack, lockt seit mehreren Jahren nicht nur mit dem sportlichen Ehrgeiz. Auch die Regattatradition der Fahrtensegler und die Geselligkeit stehen im Vordergrund.

An der diesjährigen Regatta, ausgerichtet von der Ochtum-Jugend, nahmen insgesamt 22 Segelboote aus elf verschiedenen Vereinen mit ihren Booten teil. „Da es sich um eine offene Regatta handelte, konnten auch Segler von Vereinen teilnehmen, die nicht an der Ochtum beheimatet sind“, sagte Olaf Topp, Pressewart des SC Ochtum. Neben dem SCO nahmen unter anderem auch Segler des SC St. Veit und des Delmenhorster Wassersport-Vereins (DWV) teil – die drei Clubs bilden auch die Ochtum-Jugend.

Gesegelte Zeit vs. berechnete Zeit

Bei der Regatta wurde auf das Berechnungssystem Yardstick zurückgegriffen, da Boote aus unterschiedlichen Klassen antraten. Jeder Bootsklasse wurde eine Yardstickzahl zugeordnet, nach der die Zeit des Zieleinlaufes umgerechnet wurde. Was bedeutet: Ein schnelleres Boot konnte durchaus von einem langsameren geschlagen werden. „Durch einen Umrechnungsfaktor, der die individuelle Leistungsmöglichkeit der Boote berücksichtigt, hatten auch langsamere Boote die Chance auf vordere Plätze“, sagte Topp. „So unterscheiden sich die erreichten Platzierungen von den Zieldurchläufen.“

Gestartet wurde in den Klassen Dickschiffe und Jollen. „Beim letzten Vorbereitungssignal eine Minute vor dem Start herrschte bereits dichtes Gedränge an der Startlinie“, erzählte Topp. „Jeder wollte sich die dem Wind zugewandte Luvseite der Weser sichern.“ Genauso wollte aber auch niemand eine Kollision oder sogar eine Disqualifikation riskieren. Der Kurs, mit einer Wende kurz vor Vegesack, wurde insgesamt drei Mal von den Seglern durchfahren.

Anna Lang vom SC St. Veit schnell unterwegs

In der Gesamtwertung belegte Steuermann Dirk Gronewold vom Wassersportverein Woltmershausen in seinem Boot „Nobelhobel“ in einer berechneten Zeit von 1:45:32 Stunden den ersten Platz. Anna Lang vom Delmenhorster Segelclub St. Veit segelte mit „Knusperblümchen“ auf den vierten Platz. 1:49:28 Stunden war ihre berechnete Zeit, das reichte auch für Rang drei in der Gruppe Jollen, die Gronevold ebenfalls gewann. Lang war nach 1:52:45 Stunden eigentlich als Erste im Ziel gewesen, im Yardstick-Modus war Gronevold aber besser.

Thorge Casjens (DWV) wurde Zwölfter, gefolgt von Hans-Werner Bruns (SCO) auf Platz 13. Nadine Sawatzky (DWV) segelte auf Platz 14, Egon von Gösseln (SCO) wurde 17., Mareike Besekow (SC St. Veit) und Mathis Budzinski (SCO) segelten auf die Plätze 19 und 20 vor Jürgen Sawatzky (DWV). Casjens setzte sich in der berechneten Zeit von 2:01:54 Stunden in der Klasse der Jugendboote vor Besekow und Budzinski durch.

Bruns kam in der Gruppe der Dickschiffe mit seinem Schiff „Jann“ auf Rang sechs ins Ziel. Schnellster Segler, sowohl gesegelt (1:54:20 Stunden) als auch berechnet (1:47:52 Stunden), war hier Marcus Haake mit seiner „Leefke“. Er vertrat die Segler-Vereinigung der Hanseaten. Schnellste Lokalmatadorin in der Klasse Dickschiffe war Nadine Sawatzky vom Delmenhorster Wassersport-Verein. Sie belegte den fünften Platz nach einer gesegelten Zeit von 2:13:14 Stunden – 2:03:22 Stunden war ihre berechnete Zeit.

Regattaparty am Abend

Der Leistungsunterschied sei von Außen durchaus sichtbar gewesen, fand Topp. „Es wurde schnell klar, welche Boote zu den wirklichen Regattaseglern gehörten“, berichtete er. „Leichte Boote hatten bei den ruhigen Windverhältnissen klare Vorteile.“ Das Regattafeld habe sich nach der ersten Wende zwar immer weiter auseinandergezogen, dennoch habe jeder Segler weiter alles gegeben. „Die Preisverteilung fand im Anschluss an die Regatta statt und man konnte viele glückliche Segelhelden bei der Entgegennahme ihrer Pokale beobachten“, resümierte Topp und scherzte: „Bei der am Abend stattfindenden Regattaparty mit Lampionfest wurden die am Morgen vollbrachten Leistungen dann sehr genau analysiert und – wie in anderen Sportarten auch – immer herausragender, je später der Abend wurde.“

„ <p>Thi</p> “