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22-Jähriger beerbt Georg Zimmermann Hendrik Sandkuhl neuer Trainer beim TV Dötlingen

28.12.2015, 14:25 Uhr

Mit dem 61 Jahre alten Georg Zimmermann stand der Trainer-Oldie der Kreisliga bei ihnen an der Seitenlinie, für die kommende Rückrunde haben die Kreisliga-Fußballer des TV Dötlingen jetzt einen Trainer-Novizen installiert: Der erst 22-jährige Ex-Spieler Hendrik Sandkuhl übernimmt ab sofort den Posten von Zimmermann, der Ende November seinen Rücktritt zum Jahresende angekündigt hatte.

„Es ist natürlich schwer, mitten in der Saison einen adäquaten Trainer zu finden. Aber ich glaube, dass wir mit Hendrik die richtige Lösung gefunden haben“, erklärt TVD-Vorsitzende Rudi Zengler die überraschende Personalie, die zusammen mit dem Mannschaftsrat beschlossen wurde. „Hendrik traut sich die Aufgabe zu. Wir sind von ihm überzeugt.“

Sandkuhl wechselte 2013 vom SC Dünsen nach Dötlingen. Nachdem sich der Mittelfeldspieler im April zum zweiten Mal einen Meniskusriss zugezogen hatte, war der 22-Jährige zuletzt zum Zuschauen verdammt. Sandkuhls Vertrag läuft zunächst bis Saisonende, „dann werden wir sehen, wie es weitergeht“, kündigte Zengler an.

Niklas Hiegemann wechselt zum TSV Oldenburg

Sandkuhl besitzt die C-Lizenz, betreute während seines Freiwilligen Sozialen Jahres beim Harpstedter TB eine Jugendmannschaft des HTB und trainierte beim TV Dötlingen auch dann Einheiten, wenn Zimmermann mal verhindert war. Der Ex-Coach trainiert bekanntlich ab Januar den 1. Kreisklassisten TV Falkenburg. (Weiterlesen: Georg Zimmermann freut sich auf den TV Falkenburg) 

Vor Sandkuhl liegt eine nicht unbedingt einfache Aufgabe: Er soll den Tabellen-14., der vier Punkte vor einem Abstiegsrang liegt, zum Klassenerhalt führen. „Das Potential ist da in der Mannschaft, aber wir haben zuletzt natürlich starke Spieler verloren“, sagt Zengler mit Blick auf die Sommer-Abgänge Roman Seibel (Tur Abdin), Sebastian Bröcker (Wildeshausen) und Maximilan Welz (unbekannt).

Zu diesem Trio gesellt sich mit Niklas Hiegemann nun ein weiterer Leistungsträger: Der Angreifer (fünf Saisontore), der für Werder Bremen in der A-Jugend-Bundesliga das Tor hütete, wechselt zum ambitionierten Landesligisten TSV Oldenburg. Völlig unerwartet kam der Wechsel indes nicht. „Niklas hatte schon im Sommer angekündigt, dass er es sich noch ein halbes Jahr bei uns angucken will – und jetzt wollte er eben wechseln“, erklärte Zengler, der auch von „Zwist innerhalb der Mannschaft“ berichtete, ohne näher darauf einzugehen.