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23:24 in Rostock Hude/Falkenburg schiebt nach Pleite reichlich Frust

Von Frederik Böckmann | 29.11.2015, 20:58 Uhr

Die 3.-Liga-Handballerinnen der HSG Hude/Falkenburg fühlen sich beim 23:24 (15:11) beim Rostocker HC in der Schlussphase von den Schiedsrichter klar benachteiligt und beklagen die nächste Verletzte: Franziska Bohlken scheidet mit Verdacht auf Kreuzbandriss aus.

Vor dem Auswärtsspiel beim Rostocker HC posierten sie beim Gruppenfoto noch gut gelaunt am Ostseestrand, wenige Stunden später traten die Handballerinnen der HSG Hude/Falkenburg mit reichlich Frust im Gepäck ihre Heimreise an: Im Kellerduell der 3. Liga zeigten die HSG-Spielerinnen eine über weite Strecken gute Leistung, hatten die Hand an einem Punkt und verließen nach der 23:24 (15:11)-Niederlage doch reichlich geknickt das Spielfeld. „Das ist einfach bitter. Total schade. Wir hätten ein Remis verdient gehabt“, meinte HSG-Trainer Thorsten Stürenburg.

Stürenburg schimpft auf die Schiedsrichter

Mindestens genau weh wie die siebte Niederlage im siebten Spiel tat dem Aufsteiger die Verletzung von Franziska Bohlken: Bereits nach wenigen Minuten musste die Rückraumspielerin das Feld mit Verdacht auf Kreuzbandriss verlassen. „Es war mal wieder ein Spiel, wo alles gegen uns lief“, fand Stürenburg, der nicht nur „Slapstick-Gegentreffer“ sah, sondern auch mit der Leistung der Schiedsrichter Jan Krüger und Björn Schmidt haderte: „Die haben uns in der Schlussphase klar benachteiligt und sieben, acht Minuten lang alles gegen uns gepfiffen, nachdem ich einmal vehement einen Siebenmeter gefordert hatte“, schimpfte der Coach. „Selbst die Rostocker Zuschauer haben über die Entscheidungen der Schiedsrichter nur noch gelacht.“

Nadja Wassrodt schließt sich wieder ihrem Ex-Klub an

Dabei lief für die HSG bis zur Pause (15:11) alles nach Plan. Obwohl fünf Spielerinnen fehlten, spielte sie in Hälfte eins „richtig gut“ (Stürenburg), machte vor allem in der Deckung vieles richtig und führte zwischenzeitlich schon mit fünf Toren. Das lag auch an Kreisläuferin Sonja Cordes, die laut Stürenburg „richtig ackerte“, Aushilfe Anja Wessels – und Neuzugang Nadja Wassrodt: Die 26-jährige Rückraumspielerin, die zuletzt beim VfL Oldenburg II und davor bei Werder Bremen spielte, hatte seit Januar wegen einer Fußverletzung pausiert und sich Donnerstag ihrem Ex-Klub wieder angeschlossen.

Hude/Falkenburg vergibt die mögliche Ausgleichschance per Siebenmeter

Nach der Pause hatte Hude/Falkenburg seinen obligatorischen Einbruch, der mit dem 16:16 (39.) bestraft wurde. Die Gäste fingen sich jedoch wieder, führten mit 19:16 (44.), ehe die Referees der HSG in den Folgeminuten laut Stürenburg „fünf klare Siebenmeter“ verwehrten. „Die Schiedsrichter haben mich spüren lassen, wie es ist, wenn man einmal meckert.“ In dieser Phase übernahm Rostock die Führung – auch, weil die Gäste im Angriff einige schlechte Enscheidungen trafen. Dennoch ließ sich die HSG nicht abschütteln. Die große Chance zum 24:24 vergab 92 Sekunden vor Schluss Svenja Stapoisky per Siebenmeter. Der Rest war Frust pur.