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24:31 gegen TSG Wismar Handballerinnen der HSG Hude/Falkenburg enttäuschen

Von Richard Schmid | 01.11.2015, 22:11 Uhr

Die Drittliga-Handballerinnen der HSG Hude/Falkenburg haben ihr Heimspiel gegen die TSG Wismar mit 24:31 verloren. HSG-Trainer Thorsten Stürenburg ärgerte sich über schlechtes Zweikampfverhalten. Nach der Pause (13:16) gelang seinem Team fast nichts.

Die Hoffnung der bisher punktlosen Handballerinnen der HSG Hude/Falkenburg, gegen die mit lediglich einem Sieg ebenfalls nicht sehr erfolgreich in die Saison gestartete TSG Wismar punkten zu können, hat sich nicht erfüllt. Der Drittligist kassierte an diesem Sonntag in Ganderkesee eine verdiente 24:31 (13:16)-Niederlage gegen das Gästeteam aus Mecklenburg-Vorpommern. Entsprechend angefasst reagierte HSG-Trainer Thorsten Stürenburg. „Das war einfach ein ganz schlechtes Spiel von uns. Wir gehen nicht richtig in die Zweikämpfe, ich weiß nicht wovor wir Angst haben in dieser Liga“, sagte er enttäuscht.

Schwache Angriffsleistung

In der Tat zeigte die HSG vor allem in der zweiten Hälfte die bisher schlechteste Saisonleistung. Die gut 100 Zuschauer, die beim Pausenstand von 13:16 noch ein wenig die Hoffnung hegten, die Huderinnen könnten das Spiel noch drehen, sahen sich angesichts teilweise erschreckend schwacher Angriffsleistungen schnell eines Besseren belehrt. Innerhalb weniger Minuten bauten die keineswegs übermächtigen Gäste ihren Vorsprung bis auf acht Tore aus (23:15/39.). Eine Führung, die die Spielerinnen von TSG-Trainer Ronald Frank bis zum Ende nur noch verwalten mussten.

In der Anfangsphase hatte sich durchaus ein Spiel auf Augenhöhe entwickelt. Vor allem die 3-2-1-Abwehr der HSG stellte die Gäste vor einige Probleme. Doch bereits Mitte der ersten Halbzeit riss bei den Gastgeberinnen der Faden. Die TSG Wismar spielte bis zur 19. Minute einen Sechs-Tore Vorsprung heraus. Vor allem im Spielaufbau machten die unkonzentrierten HSG-Handballerinnen immer mehr Fehler. Zahlreiche Angriffe, die mit Fehlwürfen endeten, waren die Folge.

Treffer wird nicht anerkannt

Gegen Ende der ersten Hälfte gelang es dem Heimteam, sich mit einer Energieleistung wieder heranzukämpfen und den Rückstand bis auf drei Tore zu verkürzen. Fast wäre der besten Spielerin der HSG Hude/Falkenburg, Jessica Galle, kurz vor dem Halbzeitpfiff noch das 14:16 gelungen, doch der Treffer wurde von den nicht immer souverän leitenden Schiedsrichterrinnen nicht gegeben. Beim Spielstand von 13:16 wurden somit die Seiten gewechselt.

Wismar setzt sich locker ab

In der zweiten Hälfte entglitt der HSG das Spiel immer mehr. Keine Spielerin fand zu ihrer Normalform. „Das, was uns jahrelang ausgezeichnet hat, unser Zweikampfverhalten, fehlte völlig“, befand Stürenburg. Das Team aus Wismar baute seinen Vorsprung Tor um Tor aus. Viel hätte nicht gefehlt und das Spiel wäre für die Gastgeberinnen in einem Debakel geendet. Immer weniger gelang, selbst die einfachsten Spielzüge gingen schief. Über die Außenpositionen kam so gut wie nichts. Das Spiel der Gastgeberinnen wurde immer ausrechenbarer, sodass die TSG wenig Mühe hatte, das Geschehen zu kontrollieren.

Gegen Ende des Matches passten sich die Gäste dem Niveau des Heimteams an. Hude/Falkenburg konnte nicht mehr – und Wismar wollte nicht mehr. Dementsprechend häuften sich auf beiden Seiten Ballverluste und Fehlwürfe; die Partie hatte in den letzten Minuten kaum noch Drittliga-Niveau.

So bleibt als Fazit eine bittere Erkenntnis: Sollten sich die HSG-Handballerinnen in den nächsten Partien nicht deutlich steigern, wird es sehr schwer dem Abstiegsstrudel zu entkommen. Gegen die Gäste aus Mecklenburg Vorpommern, die man auf Augenhöhe wähnte, präsentierte sich Hude/Falkenburg wie ein potenzieller Absteiger.