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25 Jahre in der Geschäftsstelle Astrid Regele – die gute Seele des DTV

Von Klaus Erdmann | 21.03.2015, 11:00 Uhr

Die Delmenhorsterin Astrid Regele blickt auf Meilensteine des vergangenen Vierteljahrhunderts beim Delmenhorster TV zurück.

Astrid Regele schüttelt den Kopf. Nein, Routine stelle sich nicht ein, auch nicht nach 25-jähriger Tätigkeit. „Es gibt ja immer wieder was Neues“, sagt sie. Der DTV unterbreite stets neue Angebote. „Und man muss auf neue Entwicklungen reagieren“, erklärt sie und nennt das Beispiel Zumba. Sie muss es wissen, denn sie ist seit dem 1. März 1990 als Geschäftsführerin für den Delmenhorster Turnverein tätig und gilt längst als „gute Seele“.

Die gebürtige Bremerin machte als Geräteturnerin (Worpswede) und Tischtennisspielerin (Scharmbeckstotel) Bekanntschaft mit dem Sport. 1979 folgte der Umzug nach Delmenhorst. „Ich wollte beim DTV Tischtennis spielen, aber es gab damals keine Abteilung“, sagt Regele. Also Jazzdance statt Tischtennis.

Die gelernte Bürokauffrau arbeitete seinerzeit bei einem Bremer Elektroinstallationsbetrieb. Als Tochter Sandra 1981 zur Welt kam, legte Regele eine Pause ein. Ende 1989 kehrte sie zu ihrem alten Arbeitgeber zurück. „Als der Chef sich gerade wieder an mich gewöhnt hatte, hieß es, ich solle mich auf einer Vorstandssitzung des DTV vorstellen“, erinnert sich die Gesprächspartnerin. Zuvor hatte sie der Geschäftsstelle einmal jährlich einen Besuch abgestattet, um Karten für den „Ball des Sports“ zu erwerben. Beim Vorstellungsgespräch habe die Chemie sofort gestimmt und ab dem 1. März 1990 bildeten sie und Brunhilde Kukemüller ein Duo.

Die 63-Jährige blickt auf Meilensteine der vergangenen 25 Jahre zurück. Sie berichtet von Karteikarten, die man 1990 für 2989 Mitglieder geführt habe. Sie spricht über das Hochwasser, das 1998 einen Schaden in Höhe von 20000 Mark verursacht habe: „Zusammen mit der damaligen Vorsitzenden Renate Bartschat habe ich Wasser geschippt.“ 2006 feierte der Verein 150-jähriges Bestehen – noch ein Meilenstein.

„Die Zeit rennt“, seufzt Regele, die seit einiger Zeit mit Tina Gellner ein erfolgreiches Gespann bildet. Und die Zeit bringt – wie gesagt – Neuerungen mit sich. Kurssysteme beispielsweise: „Viele Leute wollen zu einer bestimmten Zeit Sport machen und dann wieder aussteigen.“

Werbeblock. Warum sollte man Mitglied im DTV werden? Die Antwort kommt spontan: „Wir verfügen über qualifizierte Übungsleiter und viele geeignete Räume. Es gibt viele Angebote und man kann jederzeit in eine andere Sportart wechseln.“ Was wünscht sie dem Verein für die nächsten Jahre. Dass es so läuft wie bisher? „Das wäre schon viel“, erklärt Regele. Und sie wünsche sich, dass es genug Ehrenamtliche gebe, die die Angebote unterstützten.

Apropos Ehrenamtliche. Zu den Vorständlern habe sie stets ein tolles Verhältnis gehabt, sagt sie. Am 1. März, dem Tag des 25-jährigen Jubiläums, habe sie mit den Verantwortlichen und deren Angehörigen bei Kaffee und Kuchen einen netten Nachmittag verbracht. „Es ist mehr als ein normales Arbeitsverhältnis“, unterstreicht Astrid Regele. Karl-Heinz Meyer („Ich kenne Astrid seit gut 20 Jahren“) verweist auf das gute Vertrauensverhältnis. „Sie ist nicht nur Geschäftsstellenleiterin, sondern auch Bindeglied“, so der stellvertretende Vorsitzende. Zuweilen sei Astrid Regele auch „Kummerkasten“. Auch eine „Funktion“, die dafür sorgt, dass sich keine Routine einstellt.