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25. Schwimmfestival SV Ganderkesee zieht positive Bilanz

Von Lars Pingel | 29.06.2015, 00:30 Uhr

20 Vereine hatten 480 Aktive für das Schwimmfestival 2015 des SV Ganderkesee, das am Sonntag zu Ende ging, gemeldet. Das Organisationsteam zog nach der 25. Auflage eine positive Bilanz und lobte seine vielen ehrenamtlichen Helfer.

Am Ende wurde es noch einmal spannend und hochklassig. Die 8x50-Meter-Mixed-Freistilstaffeln bestritten am Sonntag den letzten Wettkampf des Schwimmfestivals des SV Ganderkesee. Die ersten Drei unterboten den alten Veranstaltungsrekord. Neuer Inhaber wurde der TSV Achim, der in 3:41,75 Minuten vor der SG Region Oldenburg (3:44,07) und der SG Hamburg-West (3:46,45) gewann. Die neunte Festival-Bestleistung rundete die 25. Auflage perfekt ab. „Sie war ein Erfolg“, sagte Neele van den Bongardt aus dem Organisationsteam. „Es lief wirklich gut.“

Tatjana Barke gewinnt Mehrkampfwertung

Dem stimmte eine der erfolgreichsten Schwimmerinnen zu. „Das ist immer ein richtig cooler Saisonabschluss“, sagte Tatjana Barke vom Delmenhorster SV, Stammgast in Ganderkesee. Sie war für zwei der anderen Veranstaltungsrekorde (mit-)verantwortlich: Sie schwamm die 100 Meter Schmetterling in 1:08,13 Minuten. Und sie gewann mit Julienne Zeigler, Larissa Engelbart und Charleen Kölling die 4x100-Meter-Lagenstaffel in 4:46,70. Barke, die fünfmal in ihrem Jahrgang (1995 und älter) und zweimal in offenen Wertungen siegte, nahm gestern bei der abschließenden Ehrung zwei Siegerpokale in Empfang. Sie hatte die beste Einzelleistung (nach FINA-Tabelle) in ihrem Jahrgang aufgestellt: Mit den 29,67 Sekunden über 50 Meter Schmetterling kam sie auf 631 Punkte. Außerdem wurde die Delmenhorsterin mit dem Wanderpokal für die beste Mehrkämpferin ausgezeichnet. Sie erzielte mit ihren drei besten Zeiten auf 100-Meter-Strecken 1560 Punkte. Zweite wurde Alida Mühlenhort (SC Delmenhorst, 1379) vor Charleen Kölling (DSV, 1322).

Nächstes Ziel ist die DM-Qualifikation

„Ich bin zufrieden“, sagte Barke über Leistungen, die sie aus dem vollen Training heraus geboten hatte. „Das hatte ich so gar nicht erwartet.“ Und was steht als Nächstes an? „Erst mal die Sommerferien.“ Dann wolle sie versuchen, sich für die deutschen Meisterschaften zu qualifizieren.

Jeremy Engelken zeigt starke Leistung

Kölling erschwamm für den DSV den ersten Platz in der Wertung der besten Einzelleistung der Jahrgänge 2002/2003. Für ihre 1:05,29 Minuten über 200 Meter Schmetterling bekam sie 599 Punkte – und die Prämie für einen Veranstaltungsrekord. Jeremy Engelken (DSV) erzielte die beste Leistung im Jahrgang 2006/2007. 132 Punkte bekam er über 100 Meter Brust (1:55,53).

SG Hamburg-West erhält Wanderpokal

Trotzdem ging die Siegesserie des DSV im Vereinswettbewerb zu Ende. Dreimal in Folge war der Klub dort zuletzt Erster geworden. Am Ende der 45 Wettkämpfe, die am Samstag und Sonntag ausgetragen worden waren, belegte er Rang drei mit 440 Punkten. Zweiter wurde die SG Region Oldenburg (453). Den Wanderpokal für den besten Verein nahm zum ersten Mal die SG Hamburg-West in Empfang, die auf 514 Zähler kam.

Der SC Delmenhorst belegte Platz vier (243). Das Team des SV Ganderkesee sammelte 102 Punkte und wurde damit Siebter.

Jugendwarte organisieren Rahmenprogamm

20 Vereine hatten 480 Aktive gemeldet. Sie absolvierten 2454 Einzel- und 108 Staffelstarts. „Das ist schon eine sehr große Veranstaltung, die jedes Jahr eine Herausforderung für uns ist“, sagte van den Bongardt. Dank eines eingespielten Organisationsteams und vieler sehr engagierter ehrenamtlicher Helfer sei diese aber zu meistern. Darunter seien alle Wettkampfschwimmer, erzählte van den Bongart. Auf dem Sport liege beim SVG am Festival-Wochenende „nicht ganz der Fokus“.

Der SVG bietet seinen Gästen daher eine Veranstaltung, die mehr ist als eine Aneinanderreihung von Wettbewerben. Die Jugendwarte Inken Mönning und Jannis Baramsky organisierten ein attraktives Rahmenprogramm. Dazu gehörte unter anderem ein „Spielzelt“ mit Tischkicker.

Premiere für Elimination-Schwimmen

Außerdem stehen immer einige Spezial-Wettbewerbe auf dem Festival-Programm: Fast schon Tradition sind ein Stundenschwimmen, das in der Nacht zu Sonntag um 0.30 Uhr mit dem Sieg der SG Region Oldenburg (5525 Meter) zu Ende ging, ein Wasserball-Turnier und die Familienstaffel.

Zum ersten Mal wurde ein Elimination-Schwimmen ausgetragen. Die acht besten Männer und Frauen traten – in den Altersklassen jünger und älter als Jahrgang 2000 – über 50 Meter Freistil an. Nach jedem Lauf schieden die Langsamsten aus. Sieger wurden in der Wertungsgruppe 2001 und jünger Viktoria Dietz (DSV) und Nicholas Grillo (Hamburg-West), in der Gruppe 2000 und älter Lena Großklaus (SG Region Oldenburg) und in der Gruppe 1999 und älter Philip Drews (SG Oldenburg). „Dort war viel Publikum, die Schwimmer wurden super angefeuert“, sagte van den Bongardt. Und so könnte es sein, dass in der Manöverkritik, die aber erst in ein paar Tagen ansteht, eine Wiederholung beschlossen wird.