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2:6 gegen Zweitligisten TV Jahn Delmenhorst hält gegen SV Meppen lange mit

Von Klaus Erdmann | 18.08.2016, 18:03 Uhr

Die Regionalliga-Fußballerinnen des TV Jahn Delmenhorst sammeln beim 2:6 im Testspiel gegen den SV Meppen wichtige Erkenntnisse für die Saison.

Die Fußballerinnen des Zweitligisten SV Meppen und des klassentieferen Gastgebers TV Jahn haben 50 Zuschauern im Stadion am Mittwochabend ein kurzweiliges Vorbereitungsspiel präsentiert. Die Delmenhorsterinnen hielten eine Stunde lang gut mit, mussten dann jedoch die spielerische und konditionelle Überlegenheit des Favoriten anerkennen und ein 2:6 (1:2) hinnehmen. Für den TVJ traf Nahrin Uyar.

19 Aktive standen Claus-Dieter Meier während der letzten Testpartie zur Verfügung. 17 von ihnen setzte Jahns Cheftrainer ein.

Der SVM, der in der letzten Spielzeit in der 2. Bundesliga Platz sechs belegt hatte, gab von Anfang an den Ton an. Bereits in der 1. Minute vergab Elisa Senß die erste Chance. Drei Minuten später verfehlte ein Fernschuss von Lisa-Marie Weiß das Ziel. In der 26. Minute ging Jahn überraschend in Führung. Nachdem Nathalie Heeren nach einem Konter am Pfosten scheiterte, staubte Uyar zum 1:0 ab. Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten. In der 30. Minute markierte die freistehende Velislava Dimitrova das 1:1. Vier Minuten später meisterte TVJ-Schlussfrau Magdalena Flug einen Schuss von Dimitrova, ehe Pia-Elisabeth Liening-Ewert eine Flanke von Weiß zum 1:2 einköpfte.

In der 47. Minute parierte die herausragende Flug gegen Franziska Gieseke glänzend. Nach einer Gelegenheit für Meppens Denise Franjkovic (50.) fiel das 2:2. Die nach der Pause eingewechselte Neele Detken, die für frischen Wind sorgte, startete auf der rechten Angriffsseite einen glänzenden Sololauf, flankte präzise auf Uyar und diese traf per Direktabnahme. Nach einer Stunde ließen bei Jahn mehr und mehr die Kräfte nach. „Das war klar“, meinte Meier, der in der 71. Minute gleich fünf neue Spielerinnen brachte. Gieseke (55.), Vildan Kardesler (64.), Finja Sasse (85.) und Dimitrova (90. +2) schraubten das Ergebnis auf 2:6.

„Wir wollten sehen, wie lange wir mithalten können“, meinte Meier. Die erste Halbzeit sei „okay“ gewesen. „Wir haben nach vorne gut gespielt“, unterstrich Meppens Cheftrainer Wulf-Rüdiger Müller. Allerdings habe sein Team zu wenig Tore erzielt. Ein Sonderlob verdiente sich seine Spielerin Elisa Senß: Die quirlige 18-Jährige, die das Fußballspielen einst beim Ahlhorner SV und VfL Wildeshauen gelernt hat, absolvierte ein großes Laufpensum und drückte dem Spiel ihren Stempel auf.