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3 Handball-Liga HSG Hude/Falkenburg bricht nach der Pause ein

Von Daniel Niebuhr | 24.01.2016, 23:42 Uhr

Die Drittliga-Handballerinnen der HSG Hude/Falkenburg ärgern Spitzenreiter Hannover-Badenstedt beim 19:26 nicht lange genug.

Wenn man Werner Bokelmann nach dem Spiel am Sonntagabend bei der HSG Hannover-Badenstedt so reden hörte, wäre man nicht darauf gekommen, dass er der Interimstrainer des Tabellenletzten ist. Mit 19:26 (10:12) hatten seine Drittliga-Handballerinnen der HSG Hude/Falkenburg beim Tabellenführer HSG Hannover-Badenstedt verloren, ein achtbares Ergebnis sollte man meinen. Bokelmann allerdings war ob der Leistung „schwer enttäuscht“. Die Chance sei da gewesen, einen ganz Großen zu ärgern: „Aber dafür hat uns in der zweiten Halbzeit der Mumm gefehlt.“

Starke erste Hälfte

Es war eine bemerkenswerte Stimmung im Huder Lager nach der eigentlich erwarteten Niederlage. Auch Dean Schmidt, der momentan probeweise mit auf der HSG-Bank sitzt und das Team nach Wunsch der Vereinsführung in Kürze auch offiziell übernehmen soll, kritisierte den Auftritt in der zweiten Hälfte: „Die Mädels sind zu brav. Da fehlt die Wucht.“

Er sprach besonders die Phase zu Beginn der zweiten Halbzeit an, die den Gästen das Genick brach. Lange Zeit hatte Hude/Falkenburg den Spitzenreiter mit guter 6:0-Deckung und durchdachten Angriffen gepiesakt. In der Anfangsphase führten die Huderinnen mit 2:1, nach einer Schwächeperiode gerieten sie in Rückstand, blieben aber immer dran. Nach zwischenzeitlichem 7:11 gelang Sonja Cordes der letzte Treffer vor der Pause zum 10:12. Karen Tapkenhinrichs, die im Tor durchspielte, zeigte besonders in den ersten 30 Minuten eine hervorragende Leistung.

„Da kannst du dein Lehrbuch wegschmeißen“

Nach dem 11:13, das die zehnfache Torschützin Jessica Galle in der 32. Minute erzielte, gelang in den folgenden 17 Minuten nur ein Treffer durch Cordes. Hannover zog in dieser Phase auf 21:12 davon und hatte den elften Sieg im zwölften Spiel praktisch gesichert. Hude, das war da schon klar, würde der zweite Saisonerfolg verwehrt bleiben. Das Schlusslicht verkürzte den Abstand bis zur 59. Minute auf 19:24, zwei leichte Fehler nutzte Hannover noch zu Treffern, die Bokelmann mächtig fuchsten: „Da kannst du nur noch dein Lehrbuch wegschmeißen. Das ist indiskutabel.“

Durch die Niederlage wuchs der Rückstand von Hude/Falkenburg auf das rettende Ufer auf zehn Punkte an. „Auf die Tabelle müssen wir aber gar nicht schauen“, meinte Bokelmann.