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3. Handball-Liga HSG Hude/Falkenburg verliert im Last-Minute-Drama

Von Daniel Niebuhr | 06.03.2016, 15:04 Uhr

Die Drittliga-Handballerinnen HSG Hude/Falkenburg unterliegen vor 560 Zuschauern in letzter Minute mit 21:22 bei der TSG Wismar.

Der Samstagabend, das darf man wohl behaupten, wirkte bei Dean Schmidt am Sonntag noch nach. Der Trainer der HSG Hude/Falkenburg war mit seinen Drittliga-Handballerinnen nach dem 21:22 (10:14)-Drama bei der TSG Wismar zur Spielaufarbeitung noch in einer Oldenburger Diskothek unterwegs gewesen und berichtete am Sonntagmittag, davon „etwas angeschlagen zu sein“. Wahrscheinlich nervlich ebenso wie körperlich, denn schon die 16. Saisonniederlage hatte ihn zuvor ohne Zweifel wieder um Jahre altern lassen. „Ich bin stolz“, erklärte Schmidt zwar, ein wenig Ärger über die vergebene Chance schwang aber auch mit.

Gegentor acht Sekunden vor Schluss

Die Huderinnen, bei denen Mareike Zetzmann erstmals wieder über einen längeren Zeitraum mitwirkte, hatten vor 560 lautstarken Zuschauern in Wismar einen großen Kampf abgeliefert und hätten nach zwischenzeitlich aussichtslosem Rückstand fast noch gewonnen. Nach mäßig spannender erster Halbzeit schien nach 39 Minuten schon alles verloren. Schmidt nahm beim Stand von 19:11 für Wismar eine Auszeit. Danach lief es plötzlich. Nach einer unwiderstehlichen Aufholjagd gelang 75 Sekunden vor Schluss der 21:21-Ausgleich. Dann klaute Hudes Kristin Schulze den Ball in der Abwehr, scheiterte bei ihrem Gegenstoß aber an Wismars Torhüterin Justine Steiner. Johanna Brinkies erzielte acht Sekunden vor der Sirene das 22:21 für die Gastgeberinnen, danach hatte Müller von Linksaußen sogar noch die Ausgleichschance, warf aber am Tor vorbei. „So wie es gelaufen ist, ist es ärgerlich“, fand Schmidt, „aber unsere Köpfe sind oben.“