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3. Liga der Frauen HSG Hude/Falkenburg verabschiedet sich mit Niederlage

Von Lars Pingel | 24.04.2016, 21:59 Uhr

Die Drittliga-Handballerinnen der HSG Hude/Falkenburg haben am Sonntag ihr letztes Saisonspiel verloren. Das Team, das bereits zuvor als Absteiger feststand, unterlag dem TSV Travemünde in der Halle Am Huder Bach mit 19:26.

Als die Saison dann endgültig vorbei war, wurde es emotional. Die Handballerinnen der HSG Hude/Falkenburg hatten sich am Sonntag mit einer 19:26 (8:12)-Heimniederlage aus der 3. Liga verabschiedet. Dass das zweite Gastspiel in dieser Klasse schon nach einer Saison wieder beendet sein würde, stand schon lange fest. Doch dann galt es, in Franziska Bohlken (Laufbahnende), Kea Drewes (zum TV Oythen), Sonja Cordes (HSG II), Nadja Albes und Pia-Manuela Möller (beide legen Pausen ein) fünf Spielerinnen zu verabschieden. Das tat per Mikrofon Janna Müller, das Team überreichte Geschenke. Es wurde klar, dass die HSG ihre nun Ex-Mitspielerinnen vermissen wird. Verabschiedet wurden sie dann mit einer kleinen Feier, zu der das Team auch Fans, Helfer und Sponsoren eingeladen hatte.

Müller nutzte vor 100 Zuschauern noch auf dem Spielfeld der Halle Am Huder Bach die Gelegenheit, „allen, die irgendwie dabei mitgeholfen haben, dass wir in der Dritten Liga spielen konnten, zu danken“. Das galt ganz besonders für die Spielerinnen, die immer wieder eingesprungen waren, um in dem permanent von großen Verletzungsproblemen geplagten Team auszuhelfen. „Suboptimal“, nannte Müller deshalb die zu Ende gegangene Saison. „Wenn wir zwei oder drei mehr gewesen wären, wäre sie bestimmt anders gelaufen.“

HSG macht zu viele technische Fehler

Großen Team- und Kampfgeist hatte die HSG auch in der Partie gegen Travemünde gezeigt. „Mangelnden Einsatz konnte man dem Team nie vorwerfen, der stimmte in der ganzen Saison“, sagte Trainer Dean Schmidt. „Es fehlte halt oft der Mut, und wir waren nicht immer zu 100 Prozent konzentriert.“ Letzteres war auch einer der Gründe für die Niederlage gegen Travemünde. „Unerklärliche Fehler“, sah Schmidt im Angriffsspiel seines Teams. Diese Ballverluste ohne vorangegangenen Wurfversuch wurden von den Gästen mit Tempogegenstößen bestraft. Diese so genannten einfachen Tore brachten dem TSV Mitte der zweiten Halbzeit den entscheidenden Vorsprung.

Hude/Falkenburg überzeugt in der Abwehr

Beide Teams gingen die letzte Partie der Saison 2015/2016 ziemlich ehrgeizig an. Es ging eigentlich um nichts – der TSV hatte den Ligaverbleib bereits sicher – und doch wurde mit sehr großem Einsatz um Tore und Ballgewinne gekämpft. Wie so oft überzeugte die HSG auch gegen Travemünde in der Abwehr. In einer 3-2-1-Aufstellung machten sie dem TSV das Torewerfen schwer, weil jede HSG-Spielerin viel Laufarbeit verrichtete. Schmidt monierte, dass die Unparteiischen sein Team einige Male um den Lohn seiner Defensivarbeit brachten, weil sie Schrittfehler übersehen hätten. Der HSG-Trainer wusste aber auch: „Die Schuld für die Niederlage müssen wir bei uns selber suchen.“

Viele Fehlwürfe

Es waren die technischen Fehler und die schlechte Trefferquote, die die HSG um einen möglichen Erfolg brachten. Schon der 8:12 Pausenrückstand, den sich die Gastgeberinnen über ein 2:3 (8.) und ein 4:7 (16.) eingehandelt hatten, war so zu erklären. Nach dem Seitenwechsel steckte die HSG zwar nie auf, geringer als drei Tore (14:17, 44.) wurde ihr Rückstand aber nicht mehr, weil weiterhin klare Chancen ungenutzt blieben.