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3. Liga der Frauen. HSG Hude/Falkenburg verliert beim VfL Oldenburg II

Von Lars Pingel | 27.09.2015, 18:30 Uhr

Die Drittliga-Handballerinnen der HSG Hude/Falkenburg haben beim VfL Oldenburg II mit 22:24 (9:11) verloren. Thorsten Stürenburg, Trainer des Aufsteigers, lobte dennoch die starke Leistung seines Teams. Es kassierte in seiner einzigen Unterzahl die entscheidenden Gegentore.

Ausgepumpt standen elf Drittliga-Handballerinnen der HSG Hude/Falkenburg am späten Samstagnachmittag vor der Tribüne in der Halle der BBS-Wechloy in Oldenburg. Die Blicke gingen ins Leere, als sie sich mit Applaus für die Unterstützung bei ihren mitgereisten Fans unter den 150 Zuschauern bedankten. Die HSG-Anhänger wiederum beklatschten verdientermaßen lange die starke Leistung, die ihr Team beim Meisterschaftsmitfavoriten VfL Oldenburg II geboten hatte. Zum Leidwesen von Fans und Spielerinnen war diese nicht belohnt worden: Die HSG hatte eine umkämpfte Partie, die die Abwehrreihen dominierten, mit 22:24 (9:11) verloren. „Schade“, sagte HSG-Trainer Thorsten Stürenburg, „wir hätten einen Punkt verdient gehabt.“

VfL wirft in Überzahl vier Tore

Die Oldenburgerinnen sicherten sich den Erfolg letztlich innerhalb von 120 Sekunden. In der 51. Minute fing sich HSG-Spielerin Jessica Galle eine Zeitstrafe ein. Der VfL gewann diese zwei Minuten – es waren die einzigen, in denen er in Überzahl war – mit 4:0, weil dessen starke 6:0-Deckung und die sehr gute Torhüterin Madita Kohorst nicht zu überwinden waren und so Kontertore möglich machten. Aus einem 17:17 wurde ein 21:17.

Schon einige Minuten zuvor hatte es auf HSG-Seiten verdutzte Gesichter nach einer Schiedsrichter-Entscheidung gegeben. Sie übersahen vor dem 15:15 einen Schrittfehler der Oldenburgerin Joseffa Baumann (44. Minute). Stürenburg kommentierte das nach der Partie nicht.

Drei HSG-Treffer in Folge

Dem VfL gab der Ausgleich wieder Aufwind, nachdem er gegen ein stark auftrumpfendes HSG-Team sogar in Rückstand geraten war. Saskia Petersen (39.) und Kea Drewes (40., 41.) warfen die drei Treffer in Folge, die ihrem Team ein 15:13 einbrachten.

HSG-Torhüterin Katharina Woltjen überzeugt

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Die HSG hatte sich den Vorsprung mit ihrer offensiv interpretierten 3-2-1-Abwehr erkämpft, die den VfL-Angriff oft in Verlegenheit brachte. Diese Formation, in der die Spielerinnen auf den Halbpositionen und eine Vorgezogene weit vor der Neunmeter-Linie das Aufbauspiel des Konkurrenten stören, verlangt große Einsatzbereitschaft, wenn sie funktionieren soll. Die zeigte das HSG-Team. Da zudem Torhüterin Katharina Woltjen eine glänzende Leistung bot, blieben viele Oldenburger Angriffe erfolglos.

HSG beweist gute Moral

„Wir betreiben einen Riesenaufwand, alle haben gekämpft. Das war richtig toll“, lobte Stürenburg. Er hatte seine Abwehr in der 6:0-Aufstellung beginnen lassen, ihr dann aber, als sein Team mit 3:6 (13.) hinten lag, während einer Auszeit die Umstellung verordnet. Das wirkte sich positiv aus, denn mit jedem Ballgewinn, wuchs das Selbstvertrauen seiner Spielerinnen. Das wiederum zeigte sich dann im Angriff. Dort wurde das Aufbauspiel immer sicherer, die Aktionen zielstrebiger. Nach dem 3:9 (17.) lief der HSG-Motor richtig rund. Zur Pause (9:11) war das Team zurück im Spiel; danach war es, angeführt von Zugang Kea Drewes, die an alter Wirkungsstätte sieben ihrer acht Tore nach dem Seitenwechsel erzielte, lange mehr als nur mittendrin.

„Ich bin stolz auf die Mannschaft“, sprach Stürenburg dann noch das aus, was vermutlich viele der applaudierenden HSG-Fans dachten.