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3. Liga Hude/Falkenburg geht gegen Hollenstedt mit 16:31 unter

Von Daniel Niebuhr | 14.02.2016, 22:31 Uhr

Das Drittliga-Schlusslicht HSG Hude/Falkenburg hat im Kellerduell keine Chance. Die Handballerinnen verloren gegen den Vorletzten Jahn-Hollenstedt mit 16:31 (9:15). Der neue Coach Dean Schmidt will sein missratenes Debüt möglichst schnell abhaken.

Dean Schmidt ist noch neu bei der HSG Hude/Falkenburg und auch in der 3. Liga, neu im Handball-Geschäft ist er aber keineswegs. Der 35-Jährige trainiert schon eine ganze Weile hochklassig und hat dabei offenbar gelernt, dass man Niederlagen nicht immer persönlich nehmen darf – auch wenn sie mal deftig ausfallen. Seine Spielerinnen kamen nach dem 16:31 (9:15)-Desaster am Samstag gegen den Vorletzten Jahn Hollenstedt-Wenzendorf vielleicht auch deshalb um eine Brandrede ihres neuen Trainers herum, Schmidt ließ das Team nach seinem völlig missratenen Debüt als alleinverantwortlicher Coach erst einmal in Ruhe. Sie seien ja alle schon gestraft genug mit diesem Spiel, meinte er: „Was soll ich da noch draufhauen?“

Die Analyse dieses unerfreulichen Abends ist freilich nur aufgeschoben, schon beim Training am Montag werde man intensiv besprechen, was da schiefgelaufen war. „Das kann ich keinem ersparen“, sagte Schmidt. „Aber dann haken wir das Spiel hoffentlich schnell ab.“

Schon zur Pause auf verlorenem Posten

Einfach wird das sicher nicht, denn das Debakel, wie selbst Schmidt es nannte, war eine der schwächsten Saisonleistungen der Huderinnen. Das Schlusslicht, das im Hinspiel vor vier Wochen noch mit 26:24 gewonnen hatte, war gegen den Mitkonkurrenten im immer aussichtsloser werdenden Abstiegskampf bedenklich unterlegen. Bis zum 4:4 nach 14 Minuten verlief das Kellerduell zumindest auf der Anzeigetafel ausgeglichen, aber nur dank der starken Huder Torhüterin Karen Tapkenhinrichs. Danach erzielte Hollenstedt vier Treffer in Serie und setzte sich immer weiter ab.

Schon zur Pause stand die HSG bei einem Sechs-Tore-Rückstand auf verlorenem Posten, nach dem Wechsel wurde die Verunsicherung größer und größer. Die harte Hollenstedter Deckung kaufte den Huderinnen den Schneid ab. Selten fanden sie gute Wurfpositionen, häufig wurden sie wegen Zeitspiels ermahnt und schlossen hektisch ab. „Vom Kopf her ging gar nichts mehr. Wir haben die Bälle einfach weggeworfen“, erklärte Schmidt.

Zetzmanns erstes Saisontor

14 Minuten nach der Pause zeichnete sich die HSG-Packung beim Stand von 10:23 endgültig ab, die Hollenstedterinnen zeigten keine Gnade und polierten ihr Torverhältnis auf. Einziger Lichtblick war das erste Saisontor der seit der Vorbereitung verletzten Rückraumschützin Mareike Zetzmann; sie kam für zwei Siebenmeter aufs Parkett und verwandelte einen davon. Natürlich stellte Schmidt trotzdem fest: „Ich hätte mir einen anderen Start gewünscht, was soll ich sonst sagen?“