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3:0 gegen TSV Dennach Ahlhorner SV gewinnt die Hallenfaustball-DM der Frauen

Von Sportredaktion, Sportredaktion | 05.03.2017, 18:01 Uhr

Das war deutlich, aber auch überraschend: Mit einem 3:0 (11:9, 11:4, 11:8) haben die Faustballerinnen des Ahlhorner SV in Stammheim den TSV Dennach im Finale der Hallenfaustball-DM der Frauen entthront.

Mit dem Duell des Ersten der Nord-Bundesliga aus Ahlhorn gegen den Süd-Meister und Europapokalssieger Dennach hat die DM das bestmögliche Finale erhalten. Gleich fünf aktuelle und ehemalige Weltmeisterinnen stehen zu Beginn auf dem Platz – drei bei Dennach und zwei bei Ahlhorn.

ASV-Angreiferin Pia Neuefeind meinte nach dem insgesamt 18. DM-Titel für den ASV. „Wir hatten noch eine Rechnung aus dem Europacup offen, als wir hinter Dennach Zweiter geworden sind. Es war unser Ziel, hier das Finale zu erreichen, um die damalige Niederlage geradezurücken – dass uns das gelungen ist, ist natürlich super.“

Ahlhorner SV gewinnt Satz eins nach 6:9 noch 11:19

Den ersten Finalpunkt setzt der Titelverteidiger und Europacupsieger aus dem Schwarzwald. Taktisch starten beide mit demselben Konzept, nehmen die jeweils gegnerische Schlagfrau aus dem Spiel. Das klappt besser bei Dennach, das Team führt mit 4:1. Diese 3-Punkte-Führung hat lange Bestand, bei 9:6 steht Dennach kurz vorm Satzgewinn. Dann trifft Sonja Pfrommer doppelt das Netz und der ASV kann ausgleichen – 9:9. Noch ein Pfrommer-Fehler in der Annahme bringt Ahlhorn den ersten Satzball der Partie. Und das Team von Trainerin Edda Meiners holt sich den Satz – Pfrommer wird ein Fußfehler abgepfiffen – 11:9 für Ahlhorn nach 6:9-Rückstand.

Ahhorner SV gewinnt Satz zwei deutlich 11:4

Dennach wechselt defensiv. Weltmeisterin Sophia Scheidt kommt für die angeschlagene Christina Grüneberg. Für Scheidt wird es der letzte Auftritt für die „Pink Ladies“ sein, denn sie verlässt den Verein studienbedingt nach dieser DM. Dennach damit mit vier Abwehrspielerin auf dem Platz, Scheidt rückt nach vorne. Ahlhorn holt sich gleich wieder einen Vorsprung, zieht auf 4:0 davon und dann auf 7:1. Bei Dennach läuft in dieser Phase gar nichts zusammen. Pfrommer serviert weitere Fehler, die dem ASV das für diesen Satz vorentscheidende 9:1 bringen. Dann das 10:1, das von Dennach noch verschönt werden kann. Bei 10:4 unterläuft Pfrommer dann aber der entscheidende Annahmefehler und der Ahlhorn holt sich die 2:0-Satzführung.

Pia Neuefeind macht Ahlhoner Titelgewinn perfekt

Dennach bleibt auch im dritten Satz bei seinem Konzept, Angreiferin Grüneberg bleibt weiter draußen, von einer Blessur an der Hand gehandicapt. Ahlhorn nutzt das mit all seiner Erfahrung aus, profitiert auch von einer verunsichert wirkenden Weltmeisterin Sonja Pfrommer. Dennoch punktet Dennach nun das eine oder andere Mal, führt zur Satzmitte mit 5:2. Dann meldet sich die Mannschaft des weltgrößten Faustballklubs aus dem Oldenburger Land zurück, verkürzt, punktet dreifach und gleich aus. Auch die nächsten Punkte gehen in den Norden, Pfrommer serviert in die Leine zum 7:5 für den ASV. Mittlerweile hat Sarah Reinecke in der Abwehr Jacky Zaddach ersetzt. Doch noch ist Dennach nicht geschlagen – nach Leinenball Imke Schröder ist der 8:8-Ausgleich da. Das ist dann jedoch der letzte Punkt des Titelverteidigers – die nächsten drei gehören dem ASV. Den entscheidenden macht Pia Neuefeind zum 11:8 und 3:0-Erfolg und damit zum Deutschen Meistertitel 2017.