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30:38 beim TV Cloppenburg HSG Delmenhorst hält lange gut mit – und verliert deutlich

Von Klaus Erdmann | 30.10.2016, 14:29 Uhr

Die Oberliga-Handballer der HSG Delmenhorst haben ihr Auswärtsspiel beim TV Cloppenburg mit 30:38 (15:16) verloren. Der Spitzenreiter entscheidet die Begegnung gegen den Tabellenletzten erst im Schlussspurt zu seinen Gunsten. Spielertrainer Andre Haake attestiert seinem Team eine gute Moral.

Mit dem 30:38 (15:16) haben die Handballer der HSG Delmenhorst beim TV Cloppenburg die befürchtete Niederlage kassiert. Das Schlusslicht hielt jedoch beim Favoriten lange mit. Der Spitzenreiter vermochte sich erst im Schlussspurt durchzusetzen. Der Gast kann dem Spiel trotz der Niederlage durchaus positive Aspekte abgewinnen.

Wie von Spielertrainer Andre Haake im Vorfeld der Partie gefordert, trat die HSG in Cloppenburg mutig auf. Durch Treffer von Bernjamin Janssens (2) und Stefan Timmermann hieß es nach drei Minuten 3:1. Die Gäste gaben auch anschließend den Ton an und kamen in der 11. Minute durch Timmermann zum 8:5. Wenige Sekunden später nahm Cloppenburg eine Auszeit. Nach dem 12:10 (20.) und 14:14 (27.) sorgte Meik Schäfer für den 16:15-Pausenstand.

HSG Delmenhorst verpasst höhere Halbzeitführung

„Wir haben eine gute erste Halbzeit gespielt und hätten zur Pause durchaus mit zwei oder drei Toren führen können“, berichtete Haake. In den ersten Minuten der zweiten Halbzeit habe seine Mannschaft „dumme Tore“ kassiert.

Mit einem Siebenmeter, den er in der 32. Minute zum 17:16 verwandelte, gelang Haake die letzte Führung der Delmenhorster. Anschließend vermochten sich die Hausherren, denen bis zur 36. Minute 7:2 Tore gelangen, etwas klarer abzusetzen. Die HSG ließ sich jedoch nicht abschütteln, kam in der 48. Minute durch Niclas Schanthöfer zum 25:28 und markierte später durch einen weiteren Haake-Siebenmeter das 27:31 (52.). Dann jedoch setzten die Cloppenburger zum Endspurt an und freuten sich am Ende vor „600 bis 700 Zuschauern“ (Haake) über ein deutliches Erfolgserlebnis.

HSG Delmenhorst kassiert einfache Gegentore in der Schlussphase

„In den letzten Minuten hat man gesehen, dass die oben und wir unten stehen“, meinte der Spielertrainer, der den Schiedsrichter Thoralf Becker/Elke Schumacher (Bremen) eine gute Leistung bescheinigte. Die HSG Delmenhorst habe während der Schlussphase einige einfache Tore hinnehmen müssen. 50 Minuten lang, so Haake, habe die HSG „super“ gespielt. Leider habe sie diese Leistung nicht über die gesamte Spielzeit durchhalten können. Man habe sich Selbstvertrauen können. Die Mannschaft habe gute Moral gezeigt und werde sich demnächst wieder belohnen.

Das ist auch unbedingt notwendig, denn die HSG Delmenhorst nimmt mit nunmehr 0:12 Punkten den letzten Platz ein. Interessant ist, dass die Teams, die die Positionen acht bis 14 einnehmen, Niederlagen einstecken mussten.