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3:1 bei GVO Oldenburg SV Baris feiert historischen ersten Bezirksliga-Sieg

Von Daniel Niebuhr | 13.08.2017, 23:29 Uhr

Aufsteiger SV Baris Delmenhorst düpiert GVO Oldenburg und feiert den ersten Bezirksliga-Sieg seiner Vereinsgeschichte.

Wenn man zum ersten Mal in die Fußball-Bezirksliga aufgestiegen ist, kann man als Verein ziemlich schnell ziemlich viele Premieren feiern. Der SV Baris hatte es am Sonntag eilig mit dem Abarbeiten seiner Liste: Das erste Tor bei GVO Oldenburg war nach nicht einmal 20 Minuten erledigt, der erste Sieg rund anderthalb Stunden später und bis zum ersten Siegerlachen des Trainers dauerte es dann auch nicht mehr lange. Önder Caki war nach dem 3:1 (3:0) in Oldenburg-Osternburg so gut drauf, dass er den Erfolg gar nicht größer reden musste, als er war. „In der zweiten Halbzeit war es kaum noch ein Fußballspiel, da waren wir platt“, erklärte er offen. „Aber da haben wir auch schon 3:0 geführt.“

Blümel bring Baris auf Kurs

Der Auftaktsieg des Neulings ist nach der pannenreichen Vorbereitung mit vielen Ausfällen und teilweise katastrophalen Testspielen eine kleine Sensation, der Weg dahin war allerdings simpel. Baris versuchte es mit dem Klassiker unter den Aufsteiger-Strategien und setzte auf eine dichte Defensive und schnelle Konter – was Oldenburg dennoch überraschte. Baris arbeitete gut gegen den Ball und traf immer zum richtigen Zeitpunkt. In der 19. Minute trug sich Neuzugang Mikael Blümel mit einem sehenswert verwandelten Freistoß als erster Bezirksliga-Torschütze in die Vereinsannalen ein, den zweiten Treffer machte er zwölf Minuten später gleich auch noch, glänzend bedient von Devin Isik und Justin Lentz. „Das war eine tolle Kombination“, fand Caki. „Die erste Halbzeit war ohnehin super, wir hatten viele gute Angriffe.“

Kräfte schwinden nach dem Wechsel

Einen davon verwertete Isik in der 39. Minute, erneut eingesetzt von Lentz, der sich in der eigenen Hälfte den Ball holte und nach einem Sololauf passgenau querlegte. „Wir haben kaum Fehler gemacht und Oldenburg nichts angeboten“, sagte Caki.

Nach einer guten Stunde hätte Baris sogar einen Elfmeter bekommen können, als Blümel und Dennis Kuhn in der selben Aktion zu Fall kamen, Strafstoß gab es aber keinen. Danach wurde Oldenburg immer stärker und verkürzte in der 71. Minute durch Abdoulaye Cisse. Baris verließ mehr und mehr die Kraft, aber nicht der Kampfgeist.

Schlechte Vorbereitung schon vergessen

„Wir haben uns weiter gewehrt und hatten Glück, dass GVO im Abschluss unpräzise war“, befand Caki, dessen Ärger über die Vorbereitung mit dem Schlusspfiff verflogen war. „Wir haben die richtigen Lehren gezogen. Die Jungs haben ihre Defizite erkannt und nicht wieder die selben Fehler gemacht. Wir haben pünktlich zum Ligastart ein richtig gutes Spiel gemacht“, sagte der Baris-Coach. Er hat nun noch mindestens 29 Spiele Zeit, um mit seinem Team die restlichen Bezirksliga-Premieren abzuarbeiten.