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31. Friedensturnier des SV Baris Blümel-Auswahl holt sich den Siegerpokal

26.12.2016, 21:22 Uhr

Sie brauchten etwas Anlaufzeit, am Ende gab es an ihrem verdienten Sieg aber nichts zu rütteln: Eine von Atlas-Akteur Can Blümel zusammengestellte Auswahl hat das Fußball-Hallenturnier des SV Baris Delmenhorst gewonnen. Sie setzte sich im Finale mit 5:2 gegen den SV Hemelingen durch. Rang drei sicherte sich Gastgeber Baris mit einem 5:4 nach Neunmeterschießen gegen den SV Tur Abdin. Organisator Önder Caki war mit dem Ablauf und der Zuschauerresonanz des 31. Freundschafts- und Friedensturniers zufrieden.

In ihrer Freizeit treffen sie sich in Bars, Cafes und machen zusammen Party, doch auch auf dem Fußballfeld geben sie zusammen eine starke Einheit ab: Die Auswahl-Mannschaft von Atlas-Aktuer Can Blümel hat am Zweiten Weihnachtstag das 31. Freundschafts- und Friedensturnier des SV Baris Delmenhorst gewonnen. Die Truppe um viele bekannte Kicker aus Delmenhorst und Bremen wie Marvin Osei, Zinar Sevimli, Besart Lugoli, Sinan Uygun oder die Blümel-Brüder gewann das Hallenturnier im Finale mit 5:2 gegen den Landesligisten SV Hemelingen. Die Tore zum Sieg erzielten Aras Basoglu (2x), Osei, Lugoli und Mikael Blümel. Rang drei sicherte sich der SV Baris nach einem 5:4 im Neunmeterschießen gegen Tur Abdin.

„Ich denke, wir haben das Turnier verdient gewonnen. Wir brauchten am Anfang ein bisschen Eingewöhnung, aber als wir unsere Laufwege und die Aufstellung besser abgestimmt haben, lief es bei uns rund“, sagte Blümel und lächte über das ganze Gesicht. Dass es für seine Clique so gut laufen würde, hatte er im Vorfeld nicht gedacht. „Wir haben vorher noch nie zusammen Fußball gespielt“, erzählt Blümel. Das Besondere: Seine Truppe bestand aus Spielern, die von der 1. Kreisklasse (wie Stürmer Aras Basoglu) bis zur Oberliga (wie Marvin Osei) in allen Ligen vertreten ist.

Starker Torhüter-Leistungen

Neben dem Pokal für den Turniersieg gab es noch zwei weitere Trophäen für die Auswahl: Mikael Blümel war mit fünf Treffern bester Torschütze, Harun Uzun erhielt den Pokal für den besten Torwart. Apropos Torwart: Fast alle Keeper zeigten starke Leistungen. Diesen Pokal hätte beispielsweise auch Tur Abdins Routinier Aslan Yüksel ebenso verdient gehabt wie Hemelingens Schlussmann Burak Arimann oder SVB-Keeper Orhan-Can Karakaya.

Landesligist Hemelingen konnte mit seinem zweiten Platz in der Endabrechnung gut leben. „Klar, wir hätten gerne gewonnen, aber Rang zwei ist auch völlig okay“, sagte Spielertrainer Feyhat Tuncel. Seine Truppe war auf Grund von kurzfristigen Erkrankungen und privaten Absagen wegen des Feiertages nur mit fünf Feldspielern nach Delmenhorst gereist. Der kleine Kader machte seine Sache aber außerordentlich gut. „Das 2:5 im Endspiel spiegelt den Spielverlauf nicht wider“, fand Tuncel. „Wir hatten zwischenzeitlich ja ein paar Mal den Ausgleich auf dem Fuß.“ Mit seiner abgezockten Spielweise machte es der Landesligist der Auswahl schon im direkten Duell in der Vorrunde (1:1) schwer und konterte im Halbfinale den SV Baris beim 3:1 clever aus.

Baris und Tur Abdin mit Leistungen grundsätzlich zufrieden, aber...

Die Gastgeber waren mit ihrem dritten Platz in der Endabrechnung durchaus zufrieden, wenngleich sich Baris beim besagten Halbfinal-Aus gegen Hemelingen nicht unbedingt clever verhielt. Spieler und Mit-Organisator Baris Caki stellte deshalb ebenso verärgert wie treffend fest: „Wir halten den Ball viel zu lange.“

Auch Tur Abdins Co-Trainer Daniel Yousef zeigte sich mit der Leistung seiner Mannschaft im Großen und Ganzen zufrieden. „Das war wesentlich besser als noch vergangene Woche bei der Futsal-Kreismeismeisterschaft. Wir haben eine gute Leistung gezeigt, die mehr verdient gehabt hätte als Rang vier.“

Sonderpokal für RW Hürriyet und Hemelingens Spieler

Baris-Trainer Önder Caki, der das Turnier mit seiner Mannschaft organisiert hatte, war mit dem Ablauf und der Zuschauer-Resonanz „zufrieden. Dafür, dass der Termin nicht gerade perfekt war, waren die Ränge doch gut gefüllt.“ Im kommenden Jahr werde man aber versuchen, einen besseren Termin zu finden, erklärte Caki. Obwohl in einigen Partien die Emotionen doch ein bisschen mehr hochkochten, freute sich Caki, dass die Teams dennoch den Freundschaftsgedanken verfolgten. Das lag auch an der umsichtigen Spielleitung der Referees Öztan Tan (VfL Stenum) und Frank Dobroschke (DBV), die schon seit Jahren beim Turnier des SV Baris pfeifen.

Sie vergaben in Abstimmung mit der Turnierleitung noch zwei weitere Pokale: Fairste Mannschaft wurde der sportlich chancenlose Kreisklassist RW Hürriyet. Den zum ersten Mal ausgelobten Pokal als Fairster Spieler erhielt Baver Kaya (Hemelingen). In einer Turnierpause beeindruckten die jungen Tänzer von First Attack aus Ganderkesee und Hude mit ihrer kurzen Showeinlage.