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35:30 gegen TSV Bremervörde TV Neerstedt kommt erst spät auf Touren

Von Frederik Böckmann | 18.10.2015, 23:22 Uhr

Vierter Saisonerfolg für den TV Neerstedt: Der Handball-Oberligist hat sein Heimspiel gegen den TSV Bremervörde mit 35:30 (15:16) gewonnen – und untermauerte damit seinen Platz in der Verfolgergruppe hinter dem verlustpunktfreien Spitzentrio Schwanwede/Neuenkirchen, Barnstorf/Diepholz und Beckdorf.

Das Zusammenspiel von Adnan Salkic und Markus Hölling stoppen, gleichzeitig das Tempo hoch halten: Handball-Trainer Jörg Rademacher wusste vor dem Heimspiel seines TV Neerstedt gegen den TSV Bremervörde genau, wie seine Mannschaft die Oberliga-Partie gegen die Gäste aus dem Erholungsort gewinnen kann. Am Sonntagabend um kurz vor 19 Uhr war der Ex-Profi dann erleichtert, dass sein Team die Vorgaben erfolgreich umgesetzt hatte – wenn auch mit reichlich Verzögerung. Denn der TV Neerstedt gewann die Partie erst nach einer Leistungssteigerung in Hälfte zwei mit 35:30 (15:16).

So deutlich wie sich das Ergebnis am Ende liest, war die Auseinandersetzung in den ersten 40 Minuten jedoch nicht. Denn Bremervörde erwies sich als die von Rademacher im Vorfeld erkannte unbequeme Mannschaft. Dabei erwischte der TVN einen guten Start und führte nach sieben Minuten mit 6:3, um dann bis zum Ende der erste Halbzeit völlig den Faden zu verlieren. Vor allem die Zuspiele von Spielmacher Adnan Salkic an Kreisläufer Markus Hölling konnte der TVN kaum unterbinden, gleichzeitig nahm sie im Angriff nicht richtig Fahrt auf. Rademacher war daher froh, dass seine Mannschaft zur Pause nur mit 15:16 in Rückstand lag.

Ein 9:0-Lauf bringt dem TV Neerstedt die Wende

Auch nach der Pause lag Neerstedt mit 19:22 und 20:23 weiter im Hintertreffen. Doch mit der Hereinnahme von Tristan Depenbrock ins Tor (38./für Christoph Kuper) gewann die TVN-Abwehr allmählich mehr an Stabilität. Das Team erkämpfte sich viele Bälle, erzielte leichte Gegenstoßtore und machte so gegen die konditionell mehr und mehr abbauenden Gäste aus einem 21:24 (45.) per 9:0-Lauf das vorentscheidende 29:24.

Warum der TVN erst so spät auf Touren kam, erklärte Rademacher mit der besseren Physis seines Teams: „Wir haben Salkic und Hölling endlich besser in den Griff bekommen und gleichzeitig die Bremervörder ins Laufen gebracht. Die waren am Ende stehend K.o. und hatten praktisch gar keine Rückwärtsbewegung mehr.“