Ein Angebot der NOZ

4:0 im Spitzenspiel der 1. Kreisklasse gegen SV Atlas II Delmenhorster TB im Abschluss mal wieder eiskalt

Von Andreas Bahlmann | 05.12.2016, 18:12 Uhr

Der Delmenhorster TB wird so langsam, aber sicher zum Angstgegner des SV Atlas Delmenhorst II. Im vierten Aufeinandertreffen der beiden Vereine in den vergangenen beiden Jahren in der 1. Fußball-Kreisklasse gewannen die Turnerbündler zum dritten Mal in Folge, zudem gab ein 1:1.Auch der TuS Hasbergen ist weiter voll im Aufstiegsrennen. Er quälte sich zwar zu einem 4:1 gegen Harpstedter TB II, überholte in der Tabelle aber nun den SV Atlas II.

 Delmenhorster TB - SVA Delmenhorst II 4:0. In einem temporeichen Spitzenspiel reichte dem SV Atlas Delmenhorst II seine optische Überlegenheit nicht aus, um zumindest einen Punkt mitzunehmen. Die fehlende Kaltschnäuzigkeit im Abschluss gab den Ausschlag zugunsten des Delmenhorster TB. „Wir waren die bessere Mannschaft, hatten mehr Ballbesitz und haben das Spiel dominiert. Leider wurden wir nicht dafür belohnt“, haderte Atlas-Trainer Steven Herrmann und erkannte an: „Der DTB hat nach vorne eine brutale Qualität. Die bestrafen jeden Fehler eiskalt. Da kann man schwer dagegenhalten.“ Die Gastgeber standen tief und lauerten im Vertrauen auf ihre Defensive und die Treffsicherheit ihrer Stürmer auf Konterchancen, was sich bereits in der 17. Minute auszahlte: Torjäger Daniel Fastenau wurde nach Balleroberung mit einem langen Ball in die Spitze freigespielt, lief alleine auf SVA-Torhüter Florian Urbainski zu und verwandelte eiskalt zur 1:0-Führung. Es war bereits das 27. Saisontor des DTB-Goalgetters.

Nach der Pause drehte der DTB auf und schoss den SVA innerhalb einer Viertelstunde regelrecht ab. Der frühere Atlas-Angreifer Christian Stark erzielte mit einem Hattrick in der 47., 48. und 58. Minute die Treffer zum 4:0. Damit war das Spiel entschieden und der DTB verwaltete das Ergebnis geschickt. „In der ersten Halbzeit war Atlas besser, aber wir haben einfach unsere Torchance genutzt. In der ersten Viertelstunde nach der Pause bekam Atlas aber kein Bein auf den Boden, weil wir Druck gemacht und die Partie entschieden haben“, jubelte DTB-Trainer Andre Tiedemann. Aufregung gab es nach dem 3:0 wegen einer Rudelbildung am Spielfeldrand, die mit einer Roten Karte für DTB-Ersatzspieler Murat Tan wegen Beleidigung endete. „Der Platzverweis geht in Ordnung“, sagte Tiedemann. Schiedsrichter Tom Adler (TSV Ganderkesee) habe gut gepfiffen.

 TuS Hasbergen –- Harpstedter TB II 4:1. Dank der Atlas-Niederlage ist der TuS Hasbergen auf Rang drei vorgerückt, der zum Aufstieg berechtigt, wenn der aktuell Zweite, TSV Ganderkesee II, nicht aufsteigen darf. Für den Sieg gegen Harpstedt brauchte Hasbergen allerdings einen längeren Anlauf – und das gegen einen Gegner, der personelle arg gehandicapt war.

Die Gäste waren nur mit elf Spielern und ohne ihren verhinderten Trainer Uwe Buchmeier angereist. Zu allem Überfluss agierte Harpstedt ab Minute 15 in Unterzahl, weil sich ein Akteur verletzt hatte. Der HTB zeiget aber eine starke kämpferische Moral – und führte nach 55 Minuten nach einem Konter durch Lennart Lange sogar mit 1:0. Dieser Gegentreffer schien ein Weckruf für die pomadigen Hausherren gewesen zu sein. Denn nur eine Minute nach dem Rückstand folgte der Ausgleich durch Cem Oflazoglu, der in der 65. Minute auch das 2:1 nachlegte. Harpstedt kämpfte zwar mutig weiter, doch die Kräfte schwanden zusehends, während der TuS die Überzahl nutzte und am Drücker blieb. Cedric Pascual-Fernandez traf per Doppelschlag in der 82. und 85. Minute zum 4:1. Trainer Andreas Lersch meinte: „Die erste Halbzeit haben wir voll verpennt. Vielleicht waren wir uns auch zu sicher, weil wir ein Mann mehr waren. Nach dem 0:1 haben wir dann endlich Druck ausgeübt.“