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4:0 krönt souveränen Auftritt SV Tur Abdin bezwingt harmlosen SVE Wiefelstede

Von Klaus Erdmann | 08.10.2017, 23:51 Uhr

Nach dem 0:0 gegen den SV Wilhelmshaven und dem 2:4 beim SV Baris sind die Bezirksliga-Fußballer des SV Tur Abdin mit einem souveränen Auftritt gegen den SV Eintracht Wiefelstede in die Erfolgsspur zurückgekehrt. Am Ende stand ein 4:0 (2:0). 120 Zuschauer erlebten im Stadion einen Sieg, der auch in dieser Deutlichkeit verdient war und der den Delmenhorstern zum Sprung auf den fünften Tabellenplatz verhalf.

„Ich mit sehr zufrieden“ teilte Trainer Christian Kaya mit. „In den letzten beiden Spielen haben wir die Anfangsphase jeweils verpennt. Heute war das Gegenteil der Fall.“

Das kann man wohl sagen. Wiefelstede, das die siebte Niederlage im neunten Spiel beklagte, befand sich noch in der Findungsphase, als der quirlige Eugen Plushnikow das 1:0 erzielte (4.). Zwei Minuten später stand Andreas Lorer dicht vor der Resultatsverbesserung, doch er scheiterte aus kurzer Distanz an SVE-Torwart Sascha Miks. In der 21. Minute verfehlte Can Blümel das Ziel. Den Gästen bot sich die erste Gelegenheit in der 24. Minute: Einen Schuss von Julian Hellbusch klärte Keeper Ehsan Ehsani Tabar zur Ecke. In der 28. Minute erhöhte Lorer auf 2:0, wobei der Routinier von einem groben Abwehrschnitzer des Kellerkindes profitierte.

Eintacht Wiefelstede zu harmlos

Der Gastgeber führte stets Regie und stand vor einer noch klareren Pausenführung. Einigen guten Kombinationen fehlte allerdings der Abschluss. Die Wiefelsteder zeigten in der ersten Hälfte, warum sie mit acht Treffern die zweitschwächste Offensivabteilung der Liga aufbieten. Zur fehlenden Durchschlagskraft im Angriff gesellte sich eine hohe Fehlerquote in der Defensive.

In der 49. Minute stand dem SV Tur Abdin bei einem Schuss von Lorer der Pfosten im Wege. Das war scheinbar ein Weckruf für den Gast, der sich im Rahmen seiner bescheidenen Mittel um den Anschluss bemühte. Das wäre Christoph Oltmanns in der 55. Minute beinahe gelungen, er scheiterte am Pfosten. Anschließend verpasste Lorer den dritten Treffer der Hausherren (58.). In der 65. Minute köpfte Oltmanns, auffälligster Akteur der Eintracht, das Spielgerät an den Außenpfosten. Er beendete damit eine Phase, in der Delmenhorst das Glück des Tüchtigen hatte.

Trainer Kaya lobt Angreifer Lorer

In den letzten zehn Minuten kam der SVT dann doch noch zu einem Sieg, der die Spielanteile widerspiegelt. Nachdem Kopfbälle von Lorer (80.) und David Uyar (82.) noch nicht den Weg ins Netz fanden, erhöhte Lorer nach exakter Vorarbeit von Uyar auf 3:0 (83.). In der 86. Minute nutzte Blümel einen Elfmeter zum 4:0. Vorausgegangen war ein Foul von Fabian Laue an Danyel Akyol. „Zehn Minuten lang hatten wir Probleme, aber der Sieg ist in der Höhe verdient“, unterstrich Kaya. Ein Sonderlob richtete der Coach an die Adresse des zweifachen Torschützen Lorer: „Andreas hat in den letzten zwei Wochen nicht wirklich trainieren können. Er hat ein starkes Spiel gemacht.“