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4:2 gegen KSV Hicretspor FC Hude freut sich über glücklichen Heimsieg

Von Manfred Nolte, Manfred Nolte | 13.03.2016, 20:14 Uhr

Mit einem 4:2 über den KSV Hicretspor haben sich die Kreisliga-Fußballer des FC Hude hinter dem VfR Wardenburg auf Platz zwei verbessert und dürfen weiter von der Meisterschaft träumen. Für Kellerkind RW Hürriyet gehen nach einem 2:3 gegen den TSV Großenkneten so langsam die Lichter aus. Der TSV Ganderkesee II gewann beim SV Baris mit 4:2.

Hude - Hicretspor 4:2 (0:1)

Ein glücklicher Erfolg für den Aufstiegskandidaten. Ein Eigentor von Torben Hellemann (4.) brachte dem Gast die Pausenführung. Der FCH hatte Glück, dass die Delmenhorster einige Chancen vergaben. Zum 1:1 verwandelte Cüneyt Yildiz (47.) eine Ecke direkt. Ein Doppelschlag von Sven Hörnlein (69./75.) ließ die Huder bis auf 3:1 davonziehen. Nach dem 2:3 von Üzeyir Kanli (82.)wurde es noch einmal eng, doch in der vierten Minute der Nachspielzeit erlöste Yildiz den Huder Anhang mit seinem zweiten Treffer – wieder mit einer direkt verwandelten Ecke. Zu diesem Zeitpunkt spielte Hicret bereits in Unterzahl, da Artem Böhm nach 80 Minuten wegen einer Tätlichkeit mit der Roten Karte bedacht worden war. Hudes Trainer Thorsten Voigt war lediglich mit dem Dreier zufrieden, wies aber auch auf die schlechten Platzverhältnisse hin. „Wir sind in der zweiten Halbzeit über den Kampf zum Sieg gekommen, dafür gebührt meinem Team ein Lob“, sagte Voigt. Gästecoach Chawkat El-Hourani trauerte einem seiner Meinung nach verdienten Remis hinterher. „Wir haben drei Tore nach Standards eingefangen und zudem klarste Torchancen leichtfertig versiebt. Meine Mannschaft hat aber stark gespielt und das macht mir Mut für die Zukunft. Beim Platzverweis von Artem Böhm lag keine Tätlichkeit vor, sondern nur ein Schubser“, sagte er. Er sei vom Klassenverbleib seines Teams fest überzeugt.

Baris - Ganderkesee II 2:4 (1:3)

Die Gäste legten durch Massimo Neumann (10.) und Arne Bremermann (24.) ein 2:0 vor, das Ümit Igde (25.) aber verkürzte. Marko Schrank erhöhte zum Pausenstand, doch nach dem Anschlusstreffer von Cumali Tuner (50.) schien wieder alles offen. Sechs Minuten vor dem Abpfiff sorgte Neumann mit seinem zweiten Treffer für die Entscheidung. Baris-Kicker Irfan Gök erhielt kurz darauf eine Matchstrafe. „Wir haben uns auf die schweren Platzverhältnisse eingestellt und mit langen Bällen operiert. Die Taktik ist bestens aufgegangen. Nach der langen Pause müssen einfach Abstriche gemacht werden“, freute sich TSV-Coach Andreas Dietrich über den Dreier. Gegenüber Önder Caki war hingegen enttäuscht, auch wenn es für seine Mannen das erste Punktspiel nach der Winterpause war. „Ganderkesee stand hinten drin und hat auf lange Bälle gesetzt. Dazu war bei den Gästen jeder Schuss ein Treffer. Wir hatten mehr Ballbesitz, waren im Abschluss aber nicht gefährlich genug“, lautete sein Fazit.

Hürriyet - Großenkneten 2:3 (1:2)

Die Delmenhorster kann nach der erneuten Niederlage nur noch ein kleines Wunder retten. Die Mannschaft gab alles und ließ sich auch durch ein 0:2 nicht aus der Fassung bringen. Nach dem verdienten Ausgleich führte ein Konzentrationsfehler zur unglücklichen Niederlage. Tobias Schönbohm (2) und Timo Pöthig für den Sieger sowie Cüneyt Ekiz (2) auf der Gegenseite erzielten die Tore. TSV-Trainer Klaus Delbanco war zufrieden, denn er war mit einer Rumpftruppe angereist. „Am Samstag wollte ich die Partie noch absagen, denn aus meinem 21er-Kader standen mir nur neun Akteure zur Verfügung. Die Jungs haben den Kampf angenommen und gegen eine gleichwertigen Gegner einen etwas glücklichen Erfolg eingefahren“, sagte er. Gegenüber Mete Döner trauerte einem Sieg hinterher. „Wir waren über weite Strecken das deutlich bessere Team, haben bei den Gegentoren aber gepennt. Wir hätten zumindest ein Unentschieden verdient gehabt.“