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42:19-Heimsieg über Elsfleth HSG Hude/Falkenburg ist Tabellenführer der Handball-Oberliga

Von Lars Pingel | 15.03.2015, 22:13 Uhr

Die Oberliga-Handballerinnen der HSG Hude/Falkenburg haben am Sonntag ihr Heimspiel gegen den Elsflether TB mit 42:19 (16:10) gewonnen. Sie übernahmen die Tabellenführung. Das Team profitierte vom Punktverlust des VfL Stade gegen den ATSV Habenhausen.

Natürlich hatten die Oberliga-Handballerinnen der HSG Hude/Falkenburg am Samstag nachgeschaut, wie die Partie des VfL Stade, ihr Konkurrent im Rennen um die Meisterschaft, gegen den ATSV Habenhausen ausgegangen war. 29:29. „Das pusht“, erklärte die HSG-Rückraumspielerin Kristin Schulze, wie sich ein Patzer des Mitbewerbers auswirkt, wenn das eigene Spiel erst einen Tag später angesetzt ist. „Du willst zeigen: Wir sind da, wenn ihr einen Punkt verliert.“ Wie es laufen kann, wenn das HSG-Team Zeichen setzen will, bekam an diesem Sonntag – vor allem in der zweiten Halbzeit – der Elsflether TB zu spüren. Mit einem 41:19 (16:10) stürmte die HSG vor 100 Zuschauern in der Halle am Huder Bach an die Tabellenspitze, obwohl sie ein Spiel weniger ausgetragen hat als Stade. Dass aus den Jägerinnen die Gejagten geworden sind, störte Schulze nicht. „Wir wollen auch die letzten sieben Spiele gewinnen.“

Startphase von vielen Fehlern geprägt

Schulze und ihre Mitspielerinnen mussten sich aber erst in die Partie arbeiten, ehe sie am Ende glänzen durften. In der von vielen Fehlern beider Teams geprägten Startphase zeigte das junge Elsflether Team, dass es das Potenzial hat, der HSG mehr Probleme zu bereiten, als es das Ergebnis glauben macht. Die schnellen, technisch guten Spielerinnen um Haupttorschützin Jennifer Adami (5) kamen mit Einzelaktionen und Kontern zu ihren Toren. Sie wurden im Bemühen, das Tempo hoch zu halten, aber immer hektischer, was zu Fehlpässen und schlechten Würfen führte. Die spielten Hude/Falkenburg natürlich in die Karten. Die stetig besser werdende Abwehrarbeit der HSG trug dann ebenfalls viel dazu bei, dass der ETB-Angriff seine Wirkung verlor.

HSG vergibt gute Torchancen

Die HSG-Spielerinnen agierten zunächst unkonzentriert. Vor allem im Abschluss. Nach 18 Minuten (8:5) hatten sie unter anderem drei von vier Siebenmetern verworfen.

Kurz zuvor hatte HSG-Trainer Thorsten Stürenburg eine Auszeit genommen. Die wirkte sich positiv aus. Sein Team arbeitete in 6:0-Abwehr deutlich besser zusammen. Das war die Grundlage für das 16:10 zur Pause. In der Offensive hatte die starke Rechtsaußen Nadja Albes die meisten Akzente gesetzt.

Torgala in der zweiten Halbzeit

In der zweiten Halbzeit rührte die HSG-Defensive Beton an. „Der zweitbeste Angriff der Liga hat nur 19 Tore gemacht. Das zeigt, dass wir es sehr gut gemacht haben“, lobte Stührenburg. Die vielen Ballgewinne veredelte das Team, das in Zetzmann, die elf ihrer 15 Treffer nach der Pause erzielte, und Albes (8) die herausragenden Einzelspielerinnen stellte, mit einer Torgala. Und die HSG ließ nie locker: nicht als sie 24:14 vorn lag (41.) und auch nicht als beim 39:19 die letzten 45 Sekunden anbrachen. Es ging ja auch um ein Zeichen. „Die zweite Halbzeit war nahezu perfekt“, schwärmte Stürenburg. „Wir wollen die Tabellenführung nicht mehr abgeben.“