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48. Kleinfeldturnier der Handballer HSG Delmenhorst trumpft in Deichhorst auf

Von Klaus Erdmann | 11.06.2017, 22:57 Uhr

Die HSG Delmenhorst belegt beim 48. Kleinfeld-Handballturnier des Turnvereins Deichhorst gleich fünf erste Plätze, doch auch der Gastgeber darf jubeln.

Delmenhorst. Um 15.56 Uhr ertönte am Sonntagnachmittag auf der Anlage an der Schule Kantstraße die letzte Schlusssirene. Hinter den Verantwortlichen des Turnvereins Deichhorst (TVD) lag das mittlerweile 48. Kleinfeld-Handballturnier mit rund 140 Spielen an zwei Tagen. „Gleich trinke ich erst mal ein Bier“, meinte Helmfried Unger nach den sportlichen Begegnungen und vor den Aufräumarbeiten. Der Vorsitzende des TVD, der gemeinsam mit Hansjürgen Schäfer die bewährte Spitze des Organisationsteams bildete, hatte es sich – ebenso wie die vielen Mitstreiter¨– redlich verdient.

Die Treffen standen auf sechs Feldern und einem Minifeld auf dem Programm. Die 71 Mannschaften ermittelten ihre Besten in zwölf Wettkampfklassen. Erfolgreichster Verein war die von 16 Teams vertretene HSG Delmenhorst, die sich fünf erste Positionen sicherte.

HSG-Männer unterliegen SC Kiez

Die Handball-Spielgemeinschaft behauptete sich bei den männlichen C- und B-Junioren sowie bei den weiblichen E-, B- und A-Jugendlichen. Die TSG Burg Gretesch stellte drei Sieger. Je einmal nahmen TS Woltmershausen, Rote Erde Schwelm, TV Deichhorst und SC Kiez den obersten „Treppchenplatz“ ein. Das Endspiel der Herren gewann der SC Kiez mit 16:9 gegen die HSG Delmenhorst. Bei den Herren wirkten auch die beiden einzigen A-Juniorenmannschaften mit, die Meldungen abgegeben hatten: TSG Burg Gretesch und HSG Blexen/Nordenham. „Sie waren dort außerhalb der Konkurrenz, um ausreichend Spiele zu bestreiten“, erklärte Unger. Das „Finale“ dieser beiden Teams endete mit einem 10:9 für Burg Gretesch.

Schwelmer Stimmungsmacher

Eingangs der Siegerehrung, die Fritz Behrens (stellvertretender Vorsitzender des TVD) und Schäfer vornahmen, betonte Behrens, dass das Deichhorster Turnier in zwei Jahren ein großes Jubiläum feiere. „Wir werden uns sicher noch etwas einfallen lassen“, versprach der Funktionär. Für die beste Stimmung bei der Siegerehrung sorgten Aktive und Begleiter des Vereins Rote Erde Schwelm.

Neben dem Sport boten der Spielplatz der Schule und das Glücksrad Abwechslung. Der Bierwagen, auch Mittelpunkt eines traditionellen Frühschoppens, und das Café Deichhorst erfreuten sich starken Besuchs.

TVD-Chef Unger berichtete, dass zwei Jugendmannschaften nicht erschienen sind. „Sie haben sich bei uns auch nicht abgemeldet“, schüttelte er den Kopf. „Das führte dazu, dass ich am Freitag drei Stunden lang die Spielpläne geändert habe.“

Einbruch trübt die Stimmung

Ansonsten hatte Unger allen Grund zur Zufriedenheit. „Das Turnier ist hervorragend gelaufen. Es hat alles gut geklappt“, erklärte er. Als erfreulich wertete der Vorsitzende die Tatsache, dass ausreichend Schiedsrichter zur Verfügung standen. Bei den meisten Mannschaften hätte es sich um „alte Bekannte“ gehandelt. „Die SG Bremen-Hastedt und und die HSG Schwanewede/Neuenkirchen waren erstmals dabei“, fügte er hinzu.

Während sich die Deichhorster Verantwortlichen, die rund 200 Übernachtungen in Zelten und Hallen sowie an beiden Tagen ungefähr 100 Frühstücksgäste registrierten, auf der einen Seite über handballspielende Gäste freuten, sorgte andererseits ungebetener Besuch für Ärger. In der Nacht von Freitag auf Samstag brachen Unbekannte in den Bierwagen und das Kuchenzelt ein und entwendeten Geld. Darüber hinaus stahlen sie ein großes Sparschwein, das bereits seit vielen Jahren treue Dienste verrichtet hatte.