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54. Bremer Sixdays Frauenwettbewerb beim Sechstagerennen erstmals mit Madison

Von Kristina Müller | 10.12.2017, 09:55 Uhr

Zwölf Teams, 24 Fahrer, 45 Minuten – das Madison, auch große Jagd genannt, gilt als Herzstück eines Sechstagerennens. Im Profiwettbewerb ist das Zweier-Mannschaftsfahren fester Bestandteil, nun gehen bei den 54. Sixdays Bremen erstmals auch Frauen in der Disziplin an den Start.

Damit reagieren die Veranstalter auf die Entwicklungen im internationalen Bahnradsport und fördern die Professionalisierung des Frauen-Madison. Weiterhin treten Fahrerinnen im Omnium in den Disziplinen Scratch, Derny, Punkte- und Ausscheidungsfahren an.

Mit der Ausweitung des Sportprogramms setzen die Veranstalter um den Sportlichen Leiter Erik Weispfennig ein klares Zeichen. „Wir möchten den Sportlerinnen die Möglichkeit geben, auf unserer anspruchsvollen Bahn Erfahrung und gleichzeitig Weltcup-Qualifikationspunkte zu sammeln“, heißt es von Weispfennig. Noch bis Ende November können sich die Nationalteams um die begrenzten Startplätze bewerben.

Alle 24 Fahrer gleichzeitig auf der Bahn

Die große Jagd ist das zentrale Element eines Sechstagerennens. Hier erzielen die Teams die entscheidenden Rundengewinne. „Während des 45-minütigen Rennens sind alle 24 Fahrer gleichzeitig auf der Bahn. Das verspricht spannende Duelle mit vollem Körpereinsatz“, teilt Weispfennig mit.

Das Zweier-Mannschaftsfahren ist eine der ältesten Disziplinen im Bahnradsport. Es wurde erstmals 1899 im New Yorker Madison Square Garden gefahren, weshalb es auch als „Madison“ bezeichnet wird. In diesem Sommer gab der Weltradsportverband UCI bekannt, dass das Zweier-Mannschaftsfahren bei den Olympischen Spielen 2020 in Tokio wieder ins Programm aufgenommen wird – erstmals auch bei den Frauen. Seit 2012 ist der Frauenwettbewerb fester Bestandteil des Bremer Sechstagerennens.