Ein Angebot der NOZ

8. Streetdance-Contest Tanzsportfest der Superlative

Von Daniel Niebuhr | 19.06.2015, 00:00 Uhr

Zum achten Delmenhorster Streetdance-Contest werden am 27. Juni 920 Tänzer und rund 1000 Zuschauer erwartet. In der Delmenhorster Stadtbadhalle wird wieder großer Tanzsport geboten.

Die Nachricht, die eigentlich alles über die Veranstaltung aussagt, hatte das Tanzsportzentrum Delmenhorst schon vor Wochen im Internet verbreitet. „Alle Plätze weg“, verkündete der Ausrichter des Streetdance-Contests auf seiner Homepage – das war zehn Tage vor dem eigentlichen Meldeschluss. Alle, die sich da noch nicht für das größte Tanzevent Norddeutschlands registriert hatten, kamen auf die Warteliste. 23 Formationen stehen dort inzwischen – große Hoffnungen auf einen Nachrückerplatz haben sie nicht. „Wahre Dramen“ hätten sich abgespielt, berichtete TSZ-Pressesprecher Frank Scheffka gestern: „Wir mussten Stammgästen absagen, das tut natürlich weh.“ Doch mehr ginge einfach nicht.

920 Tänzer – Rekord

Der gewaltige Ansturm auf den Delmenhorster Streetdance Contest belegt den Stellenwert, den dieses Event inzwischen erreicht hat. Zur achten Auflage am 27. Juni kommen 64 Gruppen mit 920 Tänzern aus ganz Deutschland – Rekord. Dazu werden über den Tag verteilt 1000 Besucher erwartet – die Stadtbadhalle, das darf man prophezeien, wird wieder beben. „So etwas gibt es im Norden nirgendwo sonst“, sagt Scheffka. Um möglichst viele Teams unterzubringen, beginnen die Wettkämpfe bereits um 9.30 Uhr mit den Mini Kids, den Jüngsten, und enden erst mit der letzten Siegerehrung für die Adults, die Ältesten, um 21.15 Uhr.

Zelte für zusätzliche Umkleiden

Das Tanzsportzentrum mit dem Orgateam Scheffka, Maren Bollwerk, Thomas Jakobs, Marion Keunemann, Martin Ciomber, Wolfgang Pape und dem technischen Leiter Thorsten Meyer stellen die immer neuen Superlative vor logistische Herausforderungen. Um den Ablauf reibungslos zu halten, muss der Parkplatz vor der Halle schon am Tag vorher abgesperrt werden – denn dort werden Zelte aufgebaut, um zusätzliche Umkleidemöglichkeiten zu schaffen. „Man merkt, dass in Delmenhorst eine Großraumhalle fehlt“, sagt die TSZ-Chefin Elisabeth Vosseler.

Neun Delmenhorster Formationen

Die sportliche Dimension des Contests, von dem ein Teil des Erlöses an den Elternkreis suchtgefährdeter und suchtmittelabhängiger Kinder, Jugendlicher und junger Erwachsener gespendet wird, ist ähnlich bemerkenswert. Titelträger großer Meisterschaften werden ebenso starten wie Neulinge – und natürlich auch etliche Delmenhorster Teams. Mit neun Formationen versucht das TSZ, beim prestigeträchtigen Event den einen oder anderen Siegerpokal gegen einige der Besten Deutschlands zu holen. „Am liebsten würden wir natürlich neun davon in Delmenhorst behalten“, sagt Scheffka, um sich sofort selbst zu bremsen: „Das wäre schön, wird aber höchstwahrscheinlich nicht passieren.“