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A-Jugend-Bundesliga HSG Grüppenbühren/Bookholzberg mit großer Chance

Von Daniel Niebuhr | 19.01.2018, 21:55 Uhr

Die HSG Grüppenbühren/Bookholzberg will im Kellerduell ihren ersten Sieg in der Handball-Bundesliga feiern. Die A-Jugend empfängt am Sonntag den TV Oyten. Das Schlusslicht hofft gegen den Vorletzten auf das Ende der Durststrecke.

Fehlende Beharrlichkeit kann man der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg in dieser so unglücklich verlaufenden Bundesliga-Saison wahrlich nicht vorwerfen. Selbst nach 13 sieglosen Spielen ist die Stimmung bei den A-Jugend-Handballern noch beneidenswert gut, und auch die Halle am Ammerweg wird am späten Samstagnachmittag wieder voll sein – so wenig es für die Fans bisher auch zu Feiern gab. Seine fünf Heimspiele hat der Neuling alle verloren, einer der Gründe, warum Grüppenbühren/Bookholzberg zusammen mit Eintracht Hagen als einziger der 48 auf vier Staffeln aufgeteilten deutschen Bundesligisten noch nicht gewonnen hat.

Noch zwei deutsche Bundesligisten sieglos

Größer als am Samstag wird die Chance auf ein Ende der Durststrecke wohl nicht mehr werden. Ab 17 Uhr spielt die HSG gegen den Vorletzten TV Oyten, der seinerseits noch keinen Auswärtspunkt gesammelt hat – irgendeine Serie wird also auf jeden Fall reißen. Direkt retten wird sich vermutlich keiner der Nachbarn, beide sind aber für die Qualifikationsrunde gesetzt. „Irgendwann wird es mit dem ersten Sieg klappen“, sagt Grüppenbührens Trainer Stefan Buß, der die Leistung seines Teams auch „nicht schlecht gemacht sehen will“. Wenn man am Ende als einziger Bundesligist in Deutschland ohne Sieg aus der Saison ginge, „dann wäre das eben so“.

Drei Unentschieden in fünf Duellen

Noch hat seine Mannschaft elf Spiele, das Duell mit Oyten verspricht höchsten Unterhaltungswert. Das Hinspiel endete nach packender Schlussphase 23:23, in der vergangenen Saison lief man sich auf dem gemeinsamen Weg zum Bundesliga-Aufstieg viermal über den Weg – zwei der Partien endeten ebenfalls Unentschieden. Kein Gegner in der Bundesliga liegt geografisch dichter – und leistungsmäßig aktuell näher. „Gegen Oyten macht es immer Spaß, das sind 50:50-Duelle“, sagt Buß, der für den ersten Erfolg „110 Prozent über 60 Minuten“ verlangt. Und zwar auch von der Tribüne: „Die Fans sind ein Trumpf, sie kitzeln bei uns noch Extraprozente heraus.“