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A-Jugend-Bundesliga HSG Grüppenbühren/Bookholzberg trotz klarer Pleiten zufrieden

Von Frederik Böckmann, Frederik Böckmann | 19.11.2017, 22:31 Uhr

Die A-Jugend-Handballer der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg haben in der Bundesliga zwei klare Niederlagen kassiert. Beim VfL Potsdam gab’s ein 21:30 (9:15), bei den Füchsen Berlin ein 20:37 (9:20).

Zunächst gab es statt des von den Spielern ein wenig erhofften ersten Sieges eine ernüchternde Niederlage, dann bekamen sie vom unangefochtenen Spitzenreiter der Liga die Grenzen aufgezeigt. Doch als Andreas Müller am frühen Sonntagabend sein Fazit zur knackigen Zwei-Tages-Tour seiner A-Jugend-Handballer der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg nach Potsdam und Berlin zog, lobte der Co-Trainer seine Mannschaft. „Wir haben uns gut verkauft und nie hängen lassen. Das ist absolut positiv und können wir als weiteren Lernprozess verbuchen.“

Der Bundesligist hatte zunächst am Samstag beim VfL Potsdam mit 21:30 (9:15) und dann keine 22 Stunden später beim Spitzenreiter Reinickendorfer Füchse mit 20:37 (9:20) verloren, aber „viele wichtige Erfahrungen gesammelt“, wie Andreas Müller bilanzierte.

Gegen Potsdam den Schneid abkaufen lassen

Gegen den VfL Potsdam, der vor der Partie nur zwei Punkte mehr als die HSG gesammelt hatte, hatten sich die Gäste einiges ausgerechnet. Doch nach eigener 1:0-Führung ließ sich Grüppenbühren/Bookholzberg den Schneid abkaufen. „Wir haben uns von deren Härte beeindrucken lassen“, ärgerte sich Andreas Müller ein wenig. Weil dazu noch technische Fehler kamen, lagen die Gäste zur Halbzeit schon mit sechs Toren zurück.

Nach der Pause packte die HSG dann auch entschlossen zu. Dazu bekamen die Torhüter Jan Kinner und Simon Schreiner zwar mehr Bälle zu packen als noch vor dem Seitenwechsel. Doch in Schlagdistanz kamen die Gäste nie. „Da war nichts zu machen. Potsdam hat auch in dieser Höhe verdient gewonnen. Wenn der Gegner zwei, drei Spieler mit Topqualität hat, reicht es dann leider, um uns zu schlagen“, sagte Müller.

Die Niederlage gegen Potsdam arbeiteten Müller und Trainer Stefan Buß gemeinsam mit ihrem Team am Sonntagvormittag auf. „Einige Spieler waren nach der Niederlage gegen Potsdam doch etwas geknickt“, berichtete Müller. Dass es gegen die Talentschmiede von Füchse Berlin eine hohe Niederlage geben würde, hatte die HSG im Vorfeld vermutet. Sie wollte sich gut verkaufen, und das gelang der Landkreis-HSG trotz der klaren 17-Tore-Niederlage. Nach zwölf Minuten war die Partie beim 3:10 aus HSG-Sicht gegen die bärenstarke 3:3-Deckung der Gastgeber praktisch entschieden. Zur Pause führten die Füchse Berlin dann mit 20:9.

Co-Trainer Andreas Müller lobt Fans und Funktionäre

„Die Anfangsphase haben wir völlig verschlafen. Jeder Angriff, den wir nicht mit einem Tor abgeschlossen haben, wurde mit einem Gegentor bestraft. Die individuelle Qualität der Füchse ist schon Wahnsinn. Die sind auf allen Positionen top besetzt“, schwärmte Müller.

Trotz des klaren Rückstands ließ sich die HSG nie hängen, wofür es auch Lob von den Berlinern gab. Die letzten 13 Minuten spielten die Füchse gar eine Manndeckung über das komplette Feld. „Aber das haben wir gut gelöst“, fand Müller.

Besuch beim Potsdamer Drittliga-Spiel und im Füchse-Trainingszentrum

Obwohl die HSG Grüppenbühren/Bookholzberg ihre Heimreise mit null Punkten und mit einigen angeschlagenen Akteuren antreten musste (unter anderem musste ein Cut von Nico Hennemann im Krankenhaus genäht werden), herrschte auf der Rückfahrt beim HSG-Tross eine gelöste Stimmung, weil er sich toll verkauft hatte. Mehr als 60 Zuschauer unterstützten die HSG-Jungs jeweils in beiden Spielen. Vor allem im Spiel gegen Berlin wurden die HSG-Jungs 60 Minuten lang angefeuert. „Das war absolut klasse“, sagte Müller und lobte auch die HSG-Funktionäre für die Organisation der Reise, bei der die HSG-Spieler unter anderem das Drittliga-Spiel der Potsdamer Herren und die Krafträume im Füchse-Trainingszentrum besuchten. „Es ist super, was für uns als kleinen Verein alles auf die Beine gestellt wird.“