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A-Junioren-Fußball TSV Ganderkesee und TuS Heidkrug liefern sich packenden Pokalfight

Von Lasse Bahlmann, Lasse Bahlmann | 08.08.2017, 12:38 Uhr

Vier Tore, ein Platzverweis und die Entscheidung im Elfmeterschießen: Im Fußball-Bezirkspokal zwischen den A-Junioren des TSV Ganderkesee und des TuS Heidkrug war einiges los. Am Ende setzte sich der TSV mit 5:3 im Elfmeterschießen durch. Nach den regulären 90 Minuten hatte es 2:2 (1:2) gestanden.

Der TuS Heidkrug haderte nach dem Spiel mit dem aus seiner Sicht unglücklichen Ausgang. Denn der TuS hatte trotz Unterzahl noch bis zur 86. Minute mit 2:1 geführt. „Das war sehr unglücklich“, sagte TuS-Trainer Andreas Pietsch. „Wir kriegen eine aus unserer Sicht unberechtigte Rote Karte und fangen uns zu zehnt kurz vor Schluss einen Konter.“

Dabei sah es lange Zeit gut für den TuS aus. Kubilay Yalabik traf in der 13. Minute zum 1:0 für die Gäste, Benny Latwesen glich nur eine Minute später zum 1:1 für den TSV Ganderkesee aus. Die erneute Heidkruger Führung durch Timon Kaluza (17.) war der letzte Treffer des ersten Durchgangs. „Es war eine sehr ausgeglichene erste Halbzeit“, befand Ganderkesees Trainer René Künnemeyer.

In der zweiten Hälfte ging es Schlag auf Schlag weiter, bis nach einem Foul eines Ganderkeseers ein Tumult ausbrach, in dessen anschließendem Wortgefecht ein Heidkruger mit Rot den Platz verlassen musste. „Wir waren mit der Leistung des Schiedsrichters nicht einverstanden“, sagte Pietsch. Aber auch nach dem Platzverweis sah es zunächst gut für Heidkrug aus, allerdings vergaben die Gäste in Unterzahl noch einen Elfmeter und scheiterten einmal am Aluminium.

Ganderkesee mit neuem System

Kurz vor Schluss vernachlässigten die dezimierten Heidkruger bei einem Angriff die Defensive. Die Folge: Benny Latwesen glich per zweitem Treffer zum 2:2 für Ganderkesee aus. Anschließend traf der TSV Ganderkesee auch noch den Pfosten.Enges Duell: Der Ganderkeseer Noah Meißner (hinten) und der Heidkruger Fabian Herrmann im Zweikampf. Foto: RolfTobis

Im Elfmeterschießen hatten die Gastgeber dann das glücklichere Ende für sich. Für den TSV Ganderkesee trafen Kieron Hoffmann, Luca Linnemann, Marius Horstmann, Tobias Neuse und Ninib Hanno. Für den TuS Heidkrug verwandelten Maximilian Maune, Fabian Herrmann und Leon Schimanski.

„Ich bin mit der Gesamteinstellung zufrieden. Wir haben mit dem neuen System gespielt, dem 3-5-2, und wollen das im nächsten Spiel festigen“, sagte Künnemeyer. „Insgesamt war das schon ein verdienter Sieg für Ganderkesee“, befand Andreas Pietsch. Sein Gegenüber Rene Künnemeyer blickte schon in Richtung des nächsten Spiels in Runde zwei am Samstag ab 16 Uhr bei der SG Wardenburg/Benthullen/Tungeln: „Wir sehen das als Chance, noch mal zu testen.“