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Abdin im Pokal gegen Wildeshausen Wenn die Reservisten ins Rampenlicht rücken

Von Frederik Böckmann, Frederik Böckmann | 16.08.2016, 19:47 Uhr

2. Runde im Fußball-Bezirkspokal: Der SV Tur Abdin Delmenhorst empfängt am Mittwoch (18.30 Uhr) den VfL Wildeshausen. Bei beiden Mannschaften fehlen zahlreiche Akteure.

Pokalspiele sind auch nicht mehr das, was sie mal waren. Das könnten zumindest jene Fans vermuten, die sich in diesen Tagen mit Paul Leis oder Marcel Bragula unterhalten. Am Mittwoch treffen Leis‘ SV Tur Abdin und Bragulas VfL Wildeshausen in der 2. Runde des Bezirkspokals ab 18.30 Uhr auf einem Nebenplatz im Delmenhorster Stadion aufeinander.

Doch die Vorfreude auf das Match hält sich sowohl beim gastgebenden SV Tur Abdin als auch bei den Gästen doch noch arg in Grenzen. Ein Grund: Beide Trainer sehen die Begegnung als weiteres Testspiel für die Liga (und nicht als Pokalkracher) – denn sie wollen bzw. müssen ihre Mannschaften auf vielen Positionen umstellen.

Tur Abdin will „einiges ausprobieren“

Bei Tur Abdin fallen Torwart Torben Riechers (Spätschicht) sowie die Offensivleute Stefan Kulikow und Lukas Matta (beide angeschlagen) definitiv aus. Co-Trainer Leis will zudem „einiges ausprobieren“. Die Spieler, die beim 0:7-Debakel gegen den Heidmühler FC auf der Bank saßen, sollen „die Chance bekommen, sich zu beweisen“.

Beim VfL Wildeshausen ist derweil aus den verschiedensten Gründen die Personallage schlecht. Es fehlen Sebastian Pundsack, Sascha Görke (beide Urlaub), Lennart Flege (Arbeit), Sven Apostel (Trainer-Lehrgang) und Maximilan Seidel (verletzt) definitiv. Dazu stehen Fragezeichen hinter Sascha Abraham und Sebastian Bröcker (beide angeschlagen).

Bragula schimpft über die Anstoßzeit

Das heißt: Selbst ohne die Langzeitverletzten Alexander Kupka und Ole Lehmkuhl muss VfL-Coach Bragula im schlechten Fall auf sieben Stammspieler verzichten. Dazu ist nicht sicher, ob es weitere Akteure rechtzeitig zum Anpfiff ins Stadion schaffen. „Die Anstoßzeit ist eine Katastrophe“, schimpft Bragula. „Wir fahren um 16.45 Uhr los. Da sind einige Spieler wie Kevin Kari noch am Arbeiten.“ Er wird daher zwangsläufig einige Akteure aus der Kreisliga-Reserve mit nach Delmenhorst nehmen.

Zu der Personallage kommt auf beiden Seiten die Katerstimmung nach den zuletzt schlechten Auftritten. Bei den Aramäern stand am Montag ein freiwilliges Lauftraining auf dem Programm. Defensivspieler Leis hofft, dass seine Spieler nach der Packung gegen Heidmühle „den Kopf wieder frei bekommen und analysiert haben, was wir alles falsch gemacht haben“.

Wildeshausen will „einige Dinge verändern“

Auch Wildeshausens Trainer Bragula hat nach der schlechten Leistung beim 1:4 beim VfL Oythe „die Mängel deutlich angesprochen“. Für das Spiel in Delmenhorst werde er „einige Dinge verändern und etwas auf den Positionen ausprobieren“. Das sei wiederum natürlich auch eine Chance für den zweiten Anzug der Krandel-Kicker, sich zu empfehlen.