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Abenteuer Hannover-Marathon Lebenshilfe-Läufer starten für den guten Zweck

Von Daniel Niebuhr | 26.04.2015, 11:00 Uhr

Die Läufer der Lebenshilfe Delmenhorst treten beim Hannover-Marathon in der Staffel für die Heiner-Rust-Stiftung an.

Wenn die Läufer der Lebenshilfe Delmenhorst bei Marathons unterwegs sind, dann erleben sie meistens mehr als nur das reine Laufen. So war es auch in Hannover: Die beiden geistig behinderten Läufer Edith Voigt und Peter Reisinger waren zusammen mit Betreuer Ludger Norrenbrock in die Landeshauptstadt gereist, um in der Staffel für den guten Zweck beim 25. Hannover-Marathon anzutreten; und sie ließen mal wieder nichts aus – auch nicht das Zielinterview mit dem NDR. „Es macht immer einen Heidenspaß“, sagt Norrenbrock: „Edith und Peter sind kleine Stars, das merkt man immer wieder.“

Zeit ist nicht nur Nebensache

Voigt, Reisinger und Norrenbrock als Begleitläufer bildeten zusammen mit Heike Werner und Thorsten Lange ein Team, das die Heiner-Rust-Stiftung vertrat. Die Organisation setzt sich besonders für die Jugendarbeit im niedersächsischen Behindertensport ein. Mit einer Nettozeit von 4:05:51 Stunden belegte die Staffel, die sich die berühmten 42,195 Kilometer teilte, Gesamtrang 311, was für den passionierten Läufer Norrenbrock auch mehr als nur Nebensache war. „Wir schauen schon auf die Zeit, und dieses Mal ist sie gut geworden“, sagte er.

Voigt machte den Anfang und lief zusammen mit Norrenbrock fünf Kilometer zur ersten Wechselzone. Auch mit dabei: Peter Reisinger, der zwar erst danach dran war, die stattliche Distanz des ersten Abschnitts aber zum Warmlaufen nutzen wollte. „Peter war phänomenal“, erzählt Norrenbrock: „Er war dann so schnell im Ziel, dass wir ihn erst einmal suchen mussten.“

Wichtiger als Zeiten und Platzierungen war aber wohl die folgende Zahl: 5850 Euro kamen für die Heiner-Rust-Stiftung zusammen.