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Agravis Cup 2016 in Oldenburg Sandra Auffarth vom RV Ganderkesee für Finale qualifiziert

Von Lars Pingel | 25.11.2016, 12:09 Uhr

Sandra Auffarth vom RV Ganderkesee hat sich mit Nupafeed’s La Vista für das Finale im Youngster Cup im internationalen Spring- und Dressurturnier Agravis Cup 2016 in Oldenburg qualifiziert. In einer Springprüfung der Klasse S wurde sie mit einem Null-Fehler-Ritt Achte. Auch ihre Vereinskameraden Marius Horstmann und Werner Hagstedt freuten sich über gute Platzierungen.

Eine Doppel-Weltmeisterin, ein Routinier und ein Talent vom RV Ganderkesee haben am Freitag beim internationalen Dressur- und Springturnier in der EWE Arena in Oldenburg Platzierungen für den Kreisreiterverband Delmenhorst eingefahren. Die Vielseitigkeitsreiterin Sandra Auffarth belegte mit Nupafeed’s La Vista und Landlord in zwei Springprüfungen auf S-Niveau die Plätze acht und drei, Altmeister Werner Hagstedt wurde mit Cara in einer Springprüfung der Klasse L Sechster und Marius Horstmann belegte in der Springprüfung der Klasse M für Nachwuchsreiter auf Constantin Rang vier.

Rolf Moormann aus Ahlhorn gewinnt Qualifikation

Auffarth, in ihrer Spezialdisziplin Weltmeisterin im Team und Einzel sowie Olympiamedaillengewinnerin, startete zunächst mit Nupafeed’s La Vista in der Qualifikation des Youngster Cups. In der Springprüfung für siebenjährige Pferde auf S-Niveau gelang der Bergedorferin eine Null-Fehler-Runde in 57,85 Sekunden: Platz acht. Damit zog sie souverän ins Finale der besten 25 ein. Das wird an diesem Samstag, 26. November, ab 18.30 Uhr ausgetragen.Es ist eine S-Prüfung mit Stechen. „Ich werde erst einmal taktisch reiten und versuchen, ins Stechen zu kommen“, erzählte Auffarth. Sollte das klappen, „wird Gas gegeben“.

Den Sieg in der Qualifikation sicherte sich Rolf Moormann vom RV Ahlhorn mit Clintina. Er erreichte in 54,88 Sekunden die schnellste fehlerfreie Runde.

Sandra Auffarth lobt ihre Pferde

Mit dem achtjährigen Landlord blieb Auffarth später in einem 350 Meter langen S-Parcours mit zehn Hindernissen und elf Sprüngen in 50,40 Sekunden erneut fehlerfrei. Nur der Sieger Markus Renzel (Marl) mit Quick Step (47,90) und der Niederländer Nuri Dijks auf Hisaura (48,25) waren schneller als das Duo vom RV Ganderkesee.

„Ich war echt super zufrieden“, sagte Auffarth. „Das sind junge Pferde. Sie können in diesem Turnier sehr gut lernen. In einer so großen Arena ist die Atmosphäre ganz anders als in normalen Reithallen.“

Landlord ist im Sommer in Auffarths Stall zurückgekehrt. Das freut die 29-Jährige sehr. „Ich habe das Glück, dass ich wieder auf ihm reiten darf“, sagte Sandra Auffarth am Freitag. Der Oldenburger war von ihr ausgebildet worden. Ihre Eltern Bärbel und Karl-Heinz Auffarth sind die Züchter. Nachdem Sandra Auffarth mit ihm 2015 in Rastede das Oldenburger Championat der siebenjährigen Springpferde gewonnen hatte, war der Wallach verkauft worden. Inzwischen hat er neue Besitzer, für die Auffarth mit ihm in Springprüfungen startet. „Wir mussten uns wieder ein bisschen aneinander gewöhnen“, erzählte sie. Das ist ihnen gelungen, wie der starke Auftritt in Oldenburg bewies. „Es hat sehr viel Spaß gemacht“, sagte Auffarth. „Jetzt können wir wieder loslegen.“ Und zwar schon an diesem Samstag: Sie starten in einer S-Prüfung (CSI*), die um 11.55 Uhr beginnt.

Wiedersehen mit Carlos

Sandra Auffarth hatte übrigens bereits am Donnerstagabend ein auch für sie immer wieder ganz besonderes Wiedersehen gefeiert. In der Kür-Mannschaftsdressur der Klasse gehörte Tjarde Oetken mit Carlos zum Team des RuF Hooksiel, das den vierten Rang belegte. „Auf Carlos habe ich alles gelernt“, sagte Auffarth. 2005 und 2007 war sie mit ihm Deutsche Vielseitigkeits-Meisterin der Jungen Reiter geworden. Carlos ist inzwischen 20 Jahre alt und geht nur noch in der Dressur. „Man hat ihm richtig angesehen, dass er während der Prüfung Spaß hatte. Das freut einen dann auch“, sagte Auffarth strahlend – und schickte ein Lob an dessen Besitzerin hinterher: „Sie kümmert sich richtig gut um ihn.“

Nachwuchsreiter treten an diesem Samstag wieder an

Marius Horstmann gelang derweil ein fehlerfreier Ritt durch einen 350 Meter langen Parcours. Er beendete die Springprüfung der Klasse M mit dem Schimmel Constantin nach 53,68 Sekunden. Sieger wurde Tim Hartlaub vom RSG Großostheim auf Arctos (49,22). Heute ab 21 Uhr sind Horstmann und Hartlaub schon wieder im Einsatz: In einer Springprüfung der Klasse M** geht es dann um den Ehrenpreis der Jüngsten. Für diese Konkurrenz sind auch Frederik Geue mit Cashmere Touch und Loort Fleddermann mit Qalito (beide RC Hude) gemeldet.

Großer Preis von Oldenburg am Sonntag

Werner Hagstedt tritt in Oldenburg in Prüfungen für ambitionierte Amateurreiter an. In der Small Tour (Klasse L) wurde er gestern mit Cara nach einem Null-Fehler-Ritt in 55,15 Sekunden Sechster. Den ersten Platz belegte Christina Jürgens (Meerbeck) mit Balou de la Fox (49,94). In allen drei Klassen (L, M und S) werden am Samstag und am Sonntag weitere Prüfungen ausgetragen. Am Samstag stehen in der EWE Arena in der Tagesveranstaltung unter anderem auch die Grand Prix Kür (13.35 Uhr) und ein Springen, in dem Weltranglistenpunkte vergeben werden (15.15 Uhr), auf dem Programm. Am Abend (ab 18.30 Uhr) komplettiert die zweiteilige Gala-Show den Zeitplan.

Am letzten Turniertag, am Sonntag, sind der FEI Grand Prix Special (12.35 Uhr) der Dressurreiter und der Große Preis von Oldenburg der Springreiter (14.30 Uhr) die Höhepunkte.