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Agravis-Cup 2017 Ponyteam des RC Hude gewinnt die Dressur-Kür

Von Lars Pingel | 02.11.2017, 23:51 Uhr

Dressur- und Springreiter aus dem KRV Delmenhorst haben am ersten Tag des internationalen Turniers „Agravis Cup 2017“ in Oldenburg gute Leistungen geboten. Das Ponyteam des RC Hude hat zum Abschluss am späten Donnerstagabend die Dressur-Kür der Klasse A gewonnen.

Das Pony-Dressurteam des RC Hude hat zum Abschluss des ersten Tags des internationalen Spring- und Dressurturniers Agravis-Cup, das bis zum 5. November in der großen EWE Arena in Oldenburg ausgetragen wird, für einen mächtigen Paukenschlag gesorgt. Oder besser: für „großes Kino“. So bezeichnete nämlich eine Wertungsrichterin am späten Donnerstagabend die Kür zur Musik der Klasse A, die das RCH-Quartett in das Viereck der gut besuchten Halle gezaubert hatte. Das von Katja Stöver vorgestellte Quartett mit Jette Lakeberg mit Nadeshi, Jantje Radel mit Ballentaims, Johanne Geue mit Mad Max und Chiara Sophie Stöver mit Best Friend erhielt dann eine Note von 17.8 – der Sieg.

Große Freude über schöne Bewertung

Die Huderinnen gewannen die Kür vor der TG Bad Zwischenahn (17.1) und dem RV Ovelgönne (17.0). „Das geht runter wie Öl“, sagte Stöver über die begeisterte Wertung der Richter, zu denen auch Kaderreiterin Kathleen Keller (Diepholz) gehörte und die in die Halle übertragen worden war. Dann lobte die Trainerin natürlich noch die vier Reiterinnen: „Das war richtig gut.“

Zuvor hatten bereits weitere Spring- und Dressursportler aus dem KRV Delmenhorst gute Leistungen geboten. Dafür waren sie mit Platzierungen belohnt worden. Rebecca Horstmann schüttelte allerdings zunächst den Kopf. „Nein, nicht ganz“, sagte die Reiterin des RV Ganderkesse kurz nach ihrem Ritt auf die Frage, ob sie zufrieden war. Mit ihrem selbst gezogenen und selbst ausgebildeten Wallach Friend of mine war sie in der nationalen Dressurprüfung der Klasse S für U21-Reiter (Prix St. Georg) mit 68,289 Prozent (1297,5 Punkte) Vierte geworden.

„Ich war vor allem mit mir nicht zufrieden“, erklärte sie später. „Auf dem Abreiteplatz hatte ich noch ein top Gefühl. Ich habe es aber nicht in die Prüfung bringen können.“ Die Enttäuschung wurde aber recht schnell deutlich kleiner. Sie war schließlich erst in diesem September zu den Jungen Reitern gewechselt, startet mit Friend of mine, den sie Fridolin nennt, also gerade einmal seit zwei Monaten regelmäßig in den schwersten Prüfungen. „Das passiert“, sagte Horstmann, die auf starke, deutlich erfahrenere Konkurrentinnen getroffen war, dann auch. Und: „Eine Platzierung in einer S-Prüfung ist doch immer etwas.“ Souveräne Siegerin wurde Alexa Westendarp aus Krefeld. Ihr Ritt auf Der Prinz war mit 72,135 Prozent (1370,5) benotet worden. Sie war die einzige Reiterin, die die 70-Prozent-Marke übertraf.

Rebecca Horstmann siegt in Ankum

Horstmann hatte übrigens fünf Tage vor ihrem Start in Oldenburg in Ankum mit Fridolin zwei Goldene Schleifen gewonnen. Sie wurde dort im Finale der Jungen Reiter (70,175 Prozent) und in der zweiten Abteilung einer Dressurprüfung der Klasse S* (70,556 Prozent) Erste.

Ihre nächste Aufgabe führt Horstmann nach Aachen. „Ich darf bei den Aachen Youngsters Dressage starten“, erzählte sie. Sie sei vom Bundestrainer für das Turnier der besten Nachwuchsreiter nominiert worden, das vom 23. bis 26. November auf dem traditionsreichen CHIO-Gelände in der Soers ausgetragen wird.

Marius Horstmann „vollauf zufrieden“

In Oldenburg hatte Rebecca Horstmann auch noch mit ihrem Bruder Marius mitgefiebert. Der startete in der Springprüfung der Klasse M für Nachwuchsreiter. Mit dem siebenjährigen Cedrik platzierte er sich nicht - und sagte trotzdem lächelnd: „Ich bin vollauf zufrieden.“ Der Schimmel, ein Oldenburger Springpferd, sei in der Arena erst zum dritten Mal in einer Konkurrenz auf M(Mittel)-Niveau gestartet. Sein großes Potenzial war klar zu sehen.

Frederik Geue vom RC Hude auf Platz vier

Frederik Geue vom RC Hude gehörte zu den Sportlern, die nach der Prüfung noch einmal in die Halle einreiten durften. Er hatte mit Cashmere Touch im Parcours einen flüssigen, harmonischen und fehlerlosen Ritt hingelegt. In 52,71 Sekunden wurde er Vierter. „Er ist gut geritten“, lobte Vater Stephan Geue. Der erfahrene Turnierreiter und Trainer freute sich zudem, dass „er in diesem Jahr beständig gute Leistungen geboten hat“.

Der Ritt habe ihm Spaß gemacht, erzählte der 15-jährige Frederik Geue. „Es wäre natürlich schon schön gewesen, wenn ich noch etwas schneller gewesen wäre. Ich bin aber trotzdem sehr zufrieden.“ Seit fast zwei Jahren tritt er mit der neunjährigen Stute in Springprüfungen an. „Ich kann mich sehr gut auf sie verlassen.“ Nach der starken Freiluftsaison sei das ein super Auftakt für die Turnierzeit unter Dächern gewesen. „Ich hoffe, dass es so weitergeht“, sagte Frederik Geue. Am besten schon bei der „Jugend-Challenge“ in Verden (17. bis 19. November).

Am Donnerstag waren natürlich auch schon einige Profis gestartet. In der Dressurprüfung der Klasse S***, der Einlaufprüfung des Louisdor-Preises, gewann die A-Kader-Reiterin Jessica von Bredow-Werndl (Aubenhausen) mit Dalera mit 75,368 Prozent.