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Agravis-Cup 2018 Huder Frederik Geue holt erste Platzierung für KRV Delmenhorst

Von Lars Pingel | 01.11.2018, 17:46 Uhr

Frederik Geue vom RC Hude hat am Donnerstag in der EWE Arena in Oldenburg in einer Springprüfung der Klasse M* mit Confiance den sechsten Platz belegt. Damit erreichte er am ersten Tag des internationalen Spring- und Dressurturniers Agravis-Cup 2018 die erste Platzierung für einen Reiter aus dem Kreisverband Delmenhorst. Am Sonntag wird dort Dressurreiterin Rebecca Horstmann vom RV Ganderkesee das Goldene Reitabzeichen verliehen.

Frederik Geue hat die erste Platzierung für einen Reiter des Kreisverbands Delmenhorst im internationalen Spring- und Dressurturnier Agravis-Cup 2018 erreicht. Der 16-jährige Springreiter vom RC Hude wurde am Donnerstag in einer Springprüfung der Klasse M (Mittel) in der EWE Arena in Oldenburg Sechster. Diese war die Einlaufprüfung für die „Future Trophy“, die während der Abendveranstaltung am Samstagabend ab 18.30 Uhr vergeben wird. Insgesamt werden im Agravis-Cup, der mit 184.600 Euro dotiert ist, bis Sonntag, 4. November, 33 Prüfungen ausgetragen, in denen Talente, Amateure und Profis antreten.

Sandra Auffarth vom RV Ganderkesee in Großer Tour der Springreiter gemeldet

In den schweren Konkurrenzen werden einige Weltklasse-Reiter ihr großes Können präsentieren. Dazu gehört der amtierende Deutsche Meister der Springreiter Mario Stevens (Molbergen). Und auch Maurice Tebbel (Emsbühren), Bronzemedaillengewinner im Teamwettbewerb der Weltreiterspiele 2018 im US-amerikanischen Tryon, steht in der Meldeliste. Das gilt auch für die dreimalige Olympia-Medaillengewinnern in der Vielseitigkeit Sandra Auffarth vom RV Ganderkesee, die in Oldenburg für die Große Springtour genannt hat. Die beginnt an diesem Freitag um 20.45 Uhr. Die erste Prüfung am zweiten Tags des Agravis-Cups beginnt schon um 7.30 Uhr. Mit einer Springprüfung der Klasse S wird die Tagesveranstaltung eröffnet. Den Auftakt der Abendveranstaltung bildet ab 18.30 Uhr der Louidor-Preis, eine Dressurprüfung der Klasse S für Nachwuchspferde.

Huder Frederik Geue zeigt mit Confiance eine starke Leistung

Der erste Turniertag stand vor allem im Zeichen der Amateure, von jungen Pferden und der Nachwuchsreiter. In dem 390 Meter langen Parcours der Springprüfung der Klasse M* für Nachwuchsreiter mit zehn Hindernissen mit elf Sprüngen (Höhe 1,25 Meter) zeigten Frederik Geue und der zehnjährige Oldenburger Confiance einen souveränen, flüssigen Ritt. „Es gibt gute und nicht so gute Null-Runden“, sagte der zufriedene Vater und Trainer Stephan Geue: „Das war eine gute.“ 56,27 Sekunden hatte sie gedauert.

In der Prüfung war in Moritz Baum ein weiterer Reiter des RC Hude gestartet. Mit All in verpasste er nach einem Hindernisfehler mit einer Zeit von 56,10 Sekunden die Platzierung in dem Feld mit 15 Teilnehmern. Sieger der Einlaufprüfung wurde Janne Visscher vom RFV Filsum und Umgebung (0.00/54,12).

Rebecca Horstmann vom RV Ganderkesee erhält das Goldene Reitabzeichen

Der Agravis-Cup 2018 ist für Rebecca Horstmann ein ganz besonderes Turnier  – und wird es bleiben. Das ist unabhängig vom sportlichen Abschneiden der 18-Jährigen vom RV Ganderkesee. Am letzten Turniertag, am Sonntag, 4. November, wird sie den sichtbaren Beleg dafür verliehen bekommen, dass „ein Lebenstraum wahr geworden ist“: Horstmann wird nach der Dressurprüfung der U21-Reiter (ab 10.20 Uhr) das Goldene Reitabzeichen erhalten, weil sie mit ihrem zehnjährigen Wallach Fridolin, der während der Wettbewerbe mit seinem Taufnamen Friend of mine angekündigt wird, Mitte Oktober in Ankum zum zehnten Mal eine Prüfung auf höchsten Niveau, der Klasse S, gewann. „Darauf freuen wir uns riesig.“

Am Donnerstag startete Horstmann mit Fridolin in der ersten von zwei nationalen Dressurprüfungen der Klasse S der Jungen Reiter (U21) des Agravis-Cups. Mit ihren 68,238 Prozent und dem vierten Platz war sie nicht ganz zufrieden, die Enttäuschung hielt sich, auch angesichts der bevorstehenden Ehrung, aber in Grenzen. „Das passiert“, meinte sie und ergänzte: „Vielleicht habe mich schon zu sehr auf Sonntag gefreut.“

Neun S-Siege für Rebecca Horstmann und Fridolin in der Saison 2018

Horstmann und Fridolin waren erst Ende 2017 in die Prüfungen der Jungen Reiter gewechselt, die auf S-Niveau ausgetragen werden. Seit diesem Jahr, seitdem sie 18 Jahre alt ist, gehört Horstmann dieser auch „offiziell“ an. Neun der zehn S-Siege haben sie und Fridolin in dieser Saison gefeiert. „Das ging jetzt ganz schön schnell“, erzählte sie strahlend. „Das waren alles Prüfungen, in denen Profis dabei waren. Dort mussten wir schon abliefern.“ Das gelang glänzend. „Ich bin die Erste in der Familie, die das geschafft hat.“ Vater Klaus Horstmann fehlt allerdings nur noch ein erster Platz.

Klar, dass Rebecca Horstmann die zu Ende gehende Saison 2018 als sehr, sehr erfolgreich verbucht. „Wir sind nicht stehengeblieben“, erklärte sie, „auch wenn es bei den großen Turnieren nicht ganz so gelaufen ist wie geplant.“ Allerdings: Die 18-Jährige bestand auch abseits des Dressurvierecks einige wichtige Prüfungen. Sie machte erst ihr Abitur und begann dann zum Wintersemester ein Jura-Studium. „Das war eine große Umstellung“, erzählte Horstmann. „Mein ganzer Alltag wurde komplett umgeschmissen.“ Sie muss ihren Tagesablauf deutlich straffer planen, um Studium und Training  – außer Fridolin reitet sie noch bis zu vier Pferde pro Tag   – miteinander zu vereinbaren. Genau so soll es aber sein, sagt Horstmann: „Es gibt noch etwas anderes als Sport. Sicher, Reiten ist mein Herzstück und wird es bleiben. Doch ich habe auch andere Ziele.“

Dass sie das Goldene Reitabzeichen in Oldenburg bekommt, gefällt Horstmann sehr. Es ist eines ihrer Lieblingsturniere, seit Jahren startet sie dort mit Fridolin. „Es ist supertoll“, schwärmte sie. „Die Zuschauer sind richtig dicht dran, die Bedingungen top. Es macht riesig Spaß, in der Halle zu reiten.“ Dass sie das immer mit ihrer Familie erlebt, erhöht den Spaßfaktor erheblich. Es ist daher keine Frage, dass die ganze Familie Horstmann am Sonntag die Ehrung mit Freunden und Vereinskameraden feiern wird.

Hubertus Schmidt vom RV Altenautal gewinnt S-Dressur

Einige der Profi-Dressurreiter, die für das Turnier gemeldet sind, starteten am Donnerstag ebenfalls zum ersten Mal in der großen EWE-Arena. Den Sieg in der Einlaufprüfung für den Louisdor-Preis, einer Turnierserie für Nachwuchspferde, die an den internationalen Grand-Prix-Sport herangeführt werden sollen, sicherte sich Hubertus Schmidt vom RV Altenautal mit Escolar mit einer Wertung von 76,763 Prozent. Damit war er „super, super zufrieden“.

Der 59-Jährige ritt den Hengst zum ersten Mal seit dem vergangenen März in einem Wettbewerb, weil der neunjährige Westfale in der Zucht eingesetzt worden war. „Die Prüfung war deshalb für mich ganz wichtig“, erzählte Schmidt. Seine Zufriedenheit wurde dadurch gesteigert, dass Escobar erst zum zweiten Mal in einer Tour mit Piaffe-Passage genannt ist. Schmidt hofft, dass sich der Westfale am Freitag noch steigern kann: „Bisher war er am zweiten Tag immer besser.“ Trotz der guten Noten seien in dem ersten Ritt noch „ein paar Ecken und Kanten gewesen“.

Auf Platz zwei in der Einlaufprüfung kam Ingrid Klimke vom RV St. Georg Münster. Die Bronzemedaillengewinnerin der Vielseitigkeits-WM 2018 nimmt am Agravis-Cup mit dem zehnjährigen Hannoveraner Dante im Louidor-Preis teil. In der Einlaufprüfung, einer Dressurprüfung der Klasse S***, erhielt sie mit Dante 72,158 Prozent. Dritte wurde Jill-Marielle Becks vom RFV Lüdinghausen mit Damanon´s Satellite (72,632). Klimke hat zudem für die Große Tour gemeldet. In der wird sie den zehnjährigen Hannoveraner Franziskus vorstellen.