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Als Krönung ein Alley-oop Delmenhorster TV schlägt Bremen 1860 mit 111:87

Von Frederik Böckmann, Frederik Böckmann | 22.02.2016, 07:09 Uhr

Die Oberliga-Basketballer des Delmenhorster TV haben ihr Heimspiel gegen Bremen 1860 mit 111:87 (64:53) gewonnen.

Als der neunte Saisonsieg für den Delmenhorster TV schon längst unter Dach und Fach war und das Spiel gemütlich austrudelte, da spielten die Oberliga-Basketballer des DTV zumindest noch ein wenig für die Galerie. Exakt 180 Sekunden vor Ende der Partie gegen Bremen 1860 nutzte die Devils-Offensive ihren vorhandenen Freiraum, als der völlig freistehende Roman Holder nicht selber abschloss, sondern den Ball in Korbnähe zu Terry Woolery passte, der den Ball aus der Luft per Dunk in die Reusen stopfte. Ein Alley-oop zum zwischenzeitlichen 104:83 (37.) – es war die Krönung des Offensivfeuerwerks der Devils, die ihre Partie in der Stadtbad-Halle recht locker und leicht mit 111:87 (64:53) gewannen.

Viel Rotation, wenig Zuschauer

„Wir haben das ganz ordentlich gemacht. Es war aber nicht so einfach, wie es das Ergebnis vermuten lässt“, zog Spielertrainer Stacy Sillektis nach dem entspannten Basketball-Abend vor nur 19 Zuschauern Bilanz. Der Coach ließ während der 40 Minuten viel rotieren und gewährte allen Akteuren in etwa gleich viel Spielzeit.

Die Devils legten „los wie die Feuerwehr“ (Sillektis). Angeführt von Roman Holder, der mit drei Dreiern in Serie und einem Mitteldistanzwurf elf Punkte in Folge markierte, stellten die Delmenhorster per 22:4-Führung die Weichen gleich auf Sieg. Über 36:29 (10.), 64:53 (20.) und 82:67 (30.) war der DTV-Sieg nie ernsthaft in Gefahr. Sillektis sah dennoch „einige Phasen, in denen wir nicht so gut gespielt haben“.

Terryl Woolery reißt das Spiel an sich

Doch immer dann, wenn die Devils konzentrierter agierten und das Tempo anzogen, wurden die Qualitätsunterschiede zwischen beiden Mannschaften zumindest an diesem Tag deutlich. In der Offense war neben Holder (insgesamt 22 Punkte) und Sillektis (23) vor allem Terryl Woolery (27) der entscheidende Faktor. Mit seiner Präsenz und Finesse riss der US-Amerikaner das Spiel an sich, sobald er auf dem Feld stand.

Auf dem Papier war das Rückspiel übrigens ein Auswärtsspiel für die Devils. Die Partie wurde nach Delmenhorst verlegt, weil die Halle von 1860 als Flüchtlingsunterkunft dient.