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Am Sonntag gegen TV Dötlingen TV Jahn Delmenhorst schöpft Mut im Abstiegskampf

Von Manfred Nolte | 23.10.2015, 11:28 Uhr

Viele verletzte Leistungsträger, kein Torjäger und und ein kleiner Kader: Für die Truppe von Timur Cakmak geht es auch wohl in diesmal nur um den Klassenerhalt in der Fußball-Kreisliga.

Der 3:0-Erfolg gegen den ebenfalls bedrohten KSV Hicretspor hat den Kreisliga-Fußballern des TV Jahn Delmenhorst frischen Mut im Abstiegskampf gegeben. „Wir schaffen das“, heißt es nach fünf Niederlagen in Serie nun vom Brendelweg, zumal jetzt zwei Heimspiele gegen Kellerkinder auf dem Programm stehen.

An diesem Sonntag (16 Uhr) stellt sich der TV Dötlingen und eine Woche später der SV Achternmeer auf der Walter-Löwe-Sportanlage vor. „Mit dem Sieg gegen Hicretspor haben wir die mitgefährdeten Teams unter Druck gesetzt. Außerdem haben wir uns in den vergangenen Wochen mächtig gesteigert“, versprüht Trainer Timur Cakmak Optimismus.

„Uns fehlt einfach ein Knipser“

In den ersten Saisonwochen habe es viele unnötige Punktverluste gegeben und zudem viele verletzte Leistungsspieler. „Außer gegen Hude haben wir in allen Partien eine Chance gehabt, doch es fehlt uns einfach ein Knipser, der die Dinger auch mal reinmacht“, weiß der Coach um die Schwäche seiner Mannschaft. Nach dem Führungstreffer gegen Hicret habe seine Mannschaft ein ganz anderes Gesicht gezeigt. „Ich hätte gedacht, dass wir zu diesem Zeitpunkt in der Tabelle weiter vorne stehen würden und nicht so wie vergangenen Saison bis zum letzten Spieltag zittern müssen“, sagt Cakmak. Da waren die Jahner nur durch den Rückzug des TV Falkenburg vom in die 1. Kreisklasse bewahrt worden. (Weiterlesen: TV Jahn Delmenhorst nach Klassenerhalt erleichtert und demütig)

Cakmak klagt über einen sehr kleinen Kader. „Es gab Spiele, für die aus meinem Aufgebot nur elf Leute zur Verfügung standen, da hat die Zweite ausgeholfen. Jetzt habe ich 15 Akteure“, schildert der Trainer seine personelle Situation. Sean Gradtke sei auf dem Weg, wieder mitmischen zu können, doch Cem Oflazoglu, Marvin Heinrich und Mariusz Miklasz fallen aus. Prächtig eingeschlagen haben die Neuzugänge Yusa Baltaci und Hilmi Yavuscan, die genau wie Cakmak vom KSV Hicretspor stammen.

TV Jahn Delmenhorst will „die Zweikämpfe annehmen“

Über die Taktik gegen Dötlingen ist er sich noch nicht im Klaren. „Verstecken werden wir uns aber nicht. Wir werden die Zweikämpfe annehmen, denn wir wollen uns Luft im Abstiegskampf verschaffen“, lautet seine Ansage.