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Anstoßzeit noch unklar VfL Wildeshausen hat „Bock“ auf TSV Oldenburg

Von Frederik Böckmann, Frederik Böckmann | 05.02.2016, 17:50 Uhr

Fußball-Landesligist VfL Wildeshausn tritt am Sonntag beim Tabellenführer TSV Oldenburg an. Wie spät die Partie am Sonntagabend auf einem Kunstrasenplatz an der Maastrichter Straße angepfiffen wird, steht noch nicht fest. Dafür ist die Ansage von Trainer Marcel Bragula eindeutig: „Wir haben Bock.“

Erst sollten sie um 14 Uhr an der Brandenburger Straße spielen, dann um 12.30 Uhr auf dem Kunstrasenplatz bei GVO Oldenburg auflaufen, am Donnerstag gab es dann zumindest diese Gewissheit: Das Auswärtsspiel des VfL Wildeshausen bei Spitzenreiter TSV Oldenburg findet am Sonntagabend definitiv auf der VfB-Anlage an der Maastrichter Straße statt. Das Problem für VfL-Trainer Marcel Bragula: Bis Freitagabend stand noch nicht fest, ob die Begegnung nun um 18 Uhr (laut TSV-Trainer Andre Schmitz) oder 18.30 Uhr (laut fussball.de) angepfiffen wird.

Wildeshausens Trainer Marcel Bragula freut sich auf den Start in 2016

Unabhängig von diesem Termin- und Platzwirrwar sagt Bragula vor dem ersten Pflichtspiel in 2016: „Die Mannschaft hat Bock auf Fußball. Wir Trainer haben Bock auf Fußball. Es wird Zeit, dass wir wieder gegen den Ball treten.“ Wildeshausen werde eine Mannschaft auf das Feld schicken, „die hungrig ist“, betont Bragula. „Wir um nicht tiefer unten reinzurutschen, wollen wir etwas aus Oldenburg mitnehmen.“

Drei große Unbekannte

Das erste Spiel im neuen Jahr ist für den VfL bei aller Vorfreude aber auch von drei „großen Unbekannten“ (Bragula) geprägt. Die da wären: Wie ist Wildeshausen in Form? Wie sieht der Wittekind-Kader aus? Welche Spieler laufen bei den Oldenburgern auf?

Unbekannte eins: die eigene Form

Der VfL Wildeshausen trainierte in der Vorbereitung nicht einmal auf dem Platz. Standardsituationen, Passfolgen, Torschuss – all diese Übungen fielen beim VfL sprichwörtlich ins Wasser. Stattdessen standen für die Krandel-Kicker Einheiten im Soccer-Park oder Fitnessstudio auf dem Programm. „Ich habe keine Ahnung, wo wir stehen“, sagt Bragula. Immerhin: Wildeshausen bestritt vier Testspiele unter Wettkampf ähnlichen Bedingungen.

Unbekannte zwei: die Besetzung des Kaders

Welche Spieler Bragula aufstellen kann, wird der Trainer erst kurzfristig entscheiden. Hinter den Stammspielern Maximilan Seidel (Schmerzen im Knie), Janek Jacobs (Knie verdreht) und Alexander Kupka (Rücken) stehen kleine bzw. große Fragezeichen. Die in der Vorbereitung stark spielendenden Niklas Heinrich (Zerrung) sowie Bastian Stuckenschmidt und Sebastian Bröcker (beide Grippe) sind ebenfalls angeschlagen. Immerhin: Kai Meyer hat seine Knöchelblessur auskuriert. Außerdem hat Jan Gusfeld-Ordemann, dem schon das Saisonaus drohte, wieder das Lauftraining aufgenommen.

Unbekannte drei: der TSV Oldenburg

Der ambitionierte Spitzenreiter TSV Oldenburg, der vergangene Woche im Bad Rothenfelder Offensivwirbel mit 0:4 unterging, krempelte seinen Kader in der Winterpause kräftig um. Ein halbes Dutzend Spieler kamen und gingen, Oldenburg verpflichtete u.a. den Delmenhorster Marvin Osei (TB Uphusen), den Wildeshauser Torwart Lukas Kaschell (zuletzt Pause) und den Drittliga erfahrenen Tobias Ahrens (Erfurt, Aachen). Wer am Sonntag beim TSV aufläuft? Das steht noch in den Sternen. Definitiv fehlen wird der Delmenhorster Marco Prießner (elf Tore) wegen einer Gelb-Sperre.